Mit dem Garten zum Selbstversorger werden

Selbstversorgergarten
Selbstversorgergarten © Albedo / pixelio.de

Wenn Du Dich mit dem Obst und dem Gemüse aus Deinem Garten selbst versorgen möchtest, dann musst Du schon so einiges leisten. Schließlich verlangen einige der landwirtschaftlichen Tätigkeiten Deinen vollen Körpereinsatz. Des Weiteren sollte Dir klar sein, dass die Jahreszeiten und die saisonale Ernte in Zukunft Deinen Speiseplan bestimmen. Natürlich kannst Du einiges der Ernte konservieren, indem Du es einfrierst, einkochst oder einlagerst. Frische Lebensmittel gibt es aber nur zur jeweiligen Saison.

Selbstversorger genießen Ihr Leben

Sicherlich bedeutet das Ernten und das Einlagern bzw. Konservieren von Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten viel Arbeit. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, denn gerade im Winter kannst Du Deinen Speiseplan damit ungemein bereichern. Skeptiker sagen hier natürlich, dass die Selbstversorgung aus dem eigenen Garten nur aus Arbeit und Verzicht auf bestimmte Lebensmittel besteht und dennoch möchten diejenigen, die diesen Weg gewählt haben nicht mehr tauschen.

Die Größe des Gartens für den Selbstversorger

Pro Person rechnet man bei einem Selbstversorgergarten mit einer Größe von 50 Quadratmeter. Es gibt hier keinen Unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern, das bedeutet, dass eine vierköpfige Familie einen Garten von 200 Quadratmeter bewirtschaften muss, um als Selbstversorger ausreichend Obst und Gemüse zu haben. Möchtest Du Dich dagegen nur teilweise selbst versorgen, dann fällt die Fläche dementsprechend kleiner aus.

Erste Tipps für Selbstversorger

Gerade wenn Du erst die Entscheidung für einen Selbstversorgergarten getroffen hast, dann solltest Du Dir auf keinen Fall zu viel vornehmen. Auf keinen Fall kannst Du eine zu große Fläche alleine bearbeiten. Am besten Du fängst klein an und baust Deinen Nutzgarten nach und nach Stück für Stück weiter aus. Dies gilt insbesondere dann, wenn Du noch zusätzlich berufstätig bist. Fange also lieber mit dem Anbau von wenigen Gemüsearten an. Schon bald bekommst Du ein Gefühl, wie viel Zeit Du in Deinem Garten verbringen kannst und vor allen Dingen auch willst.

Es ist zudem auch ganz wichtig, dass Du Dich mit anderen Selbstversorgern regelmäßig austauscht. Ideal sind hier die zahlreichen Gartenforen im Netz, die Dich mit Tipps und Tricks für den Anbau, die Pflege und die Ernte versorgen.

Deine Gärtnerprüfung: Wie gut bist Du?

Gartenprüfung

Große Aufmerksamkeit dem Gartenboden widmen

Das erste Interesse in Deinem Selbstversorgergarten sollte dem Boden und der Beschaffenheit gelten. Im Laufe der folgenden Zeit wird sich die Bodenbeschaffenheit und auch die Qualität deutlich verbessern. Achte darauf, dass der Boden weder zu sandig noch zu lehmig ist. Schließlich lässt ein zu sandiger Boden zu viel Feuchtigkeit durch und die Nährstoffe werden kaum gehalten. Hier kannst Du mit dem Einarbeiten von Kompost etwas gegen wirken. Der Boden sollte aber auch nicht zu lehmig sein, denn dann ist er sehr oft sauer und das vertragen die wenigsten Pflanzen wirklich gut. Damit Du sicher sein kannst, wie die Beschaffenheit des Bodens ist, solltest Du gleich zu Anfang eine Bodenanalyse starten. Solltest Du eventuell ein vollkommen ungepflegtes Stück Garten übernehmen, dann muss Dir klar sein, dass hier erst mal viel Arbeit nötig ist, bis die Bodenbeschaffenheit stimmt und Du wirklich eine gute Ernte einholen kannst.

Der nächste wichtige Punkt in Deinem Selbstversorgergarten ist die Wasserversorgung. Wasserleitungen und auch Regentonnen gehören in jeden Nutzgarten. Ist der Grundwasserspiegel ansteigend, dann lohnt eventuell auch ein Brunnenbau, wenn die weiteren Voraussetzungen stimmen. Sollte der Grundwasserspiegel allerdings in Deinem neuen Garten zu hoch sein, dann hast Du erst mal ein Problem mit der Entwässerung.

Die richtige Lage des Gartens

angelegter Garten
angelegter Garten © Maja Dumat / pixelio.de

Wenn Dein Garten nach Norden liegt und zusätzlich durch viele Bäume beschattet wird, dann sollte Dir klar sein, dass hier die Ernte geringer ausfällt. Ein gutes Ernteergebnis erzielst Du mit einem Garten in Süd-, Südost- oder Südwestlage. Die meisten Gemüsearten mögen die Wärme und benötigen zum Teil auch die direkte Sonnenbestrahlung. Ein halbschattiger Garten hat aber auch seine Vorteile, da es auch Pflanzen gibt, die besser mit Schatten auskommen als mit der direkten Sonne.

Ist der Garten abschüssig, dann solltest Du die Fläche so gut als möglich begradigen. Dazu benötigst Du natürlich sehr viel extra Erde. Du kannst aber die Bodenverbesserung auch mit Muttererde erreichen und hast so zwei Probleme gelöst.

Möglichst sollte der Garten auch nicht zu weit von Deinem Wohnhaus entfernt sein. Denn gerade wenn Hochsaison ist, ist es vorteilhaft, wenn Du schnell den Garten erreichst. Auch für die schnelle Ernte zwischendurch sind kurze Wege ideal, sonst gerätst Du schnell in Versuchung, doch im Supermarkt einzukaufen.