Ingwer pflanzen

Ingwer
ausgetriebener Ingwer © Aka / pixelio.de

Ingwer ist nicht nur bei der Zubereitung von exotischen Gerichten eines der wichtigsten Bestandteile. Du kannst aus Ingwer auch einen Tee herstellen. Im Supermarkt bekommst Du Ingwer das ganze Jahr über. Deutlich frischer und gesünder ist der Ingwer aber aus dem eigenen Garten. Wir möchten Dir hier zeigen, wie Du Ingwer in Deinem Garten kultivieren kannst.

Beim Ingwer pflanzen beachten

Da Ingwer nicht winterhart ist, kann er nur im Sommer im Garten kultiviert werden. Die Erde sollte hier nährstoffreich und humos sein. Ideal ist hier auch ein Ph-Wert von 5,5 bis 6,5.

Der Standort sollte sonnig ohne pralle Mittagssonne sein. Des Weiteren sollte das Beet weitestgehend vor Dauerregen geschützt sein. Ab Mitte Mai kannst Du den Ingwer direkt im Freiland kultivieren. Dazu hebst Du ein Pflanzloch aus, das etwa 1,5 mal größer ist als die Ingwerwurzel selbst. Die Ingwerknolle sollte nur dünn mit Erde bedeckt werden.

Die Pflege des Ingwer

Bei der Pflege ist der Ingwer genauso genügsam wie beim Pflanzen. Du solltest den Ingwer gießen, wenn die Oberfläche der Erde angetrocknet ist, vermeide hierbei aber Staunässe. Am Besten verwendest Du zum Gießen nur Regenwasser oder entkalktes Leitungswasser. Alle 4 Wochen muss der Ingwer organisch gedüngt werden. Damit der Ingwer gut wächst, ist eine hohe Luftfeuchtigkeit ideal, daher solltest Du die Ingwerpflanze im Garten immer wieder mit kalkfreiem Wasser übersprühen. Bei dieser Aktion sollte die Sonne aber nicht scheinen.

Die Ernte

Wenn die Pflege des Ingwer optimal ist, dann ist er nach ca. 8 – 10 Monaten reif für die Ernte. Sobald sich das Laub gelb verfärbt, ist das unterirdische Rhizom bereit für die folgende Ernte. Die komplette Ingwerwurzel wird aus der Erde gegraben, dabei ist darauf zu achten, dass die Sprosswurzel nicht beschädigt wird. Mit einem scharfen Messer trennst Du dann die jungen Verzweigungen ab. Da Ingwer nicht winterhart ist, musst Du den Rest der Wurzel in ein Gefäß einpflanzen im Haus überwintern oder Du verwendest die komplette Wurzel und ziehst im nächsten Jahr eine neue Ingwerpflanze.

Deine Gärtnerprüfung: Wie gut bist Du?

Gartenprüfung

Ingwer im Kübel wird vor dem Winter komplett von allen oberirdischen Pflanzteilen befreit und in ein kühles Winterquartier gebracht. Die Temperaturen sollten hier zwischen 10 und 15 Grad liegen. Bis zum nächsten Frühjahr darf die Ingwerknolle nicht gegossen werden.

Krankheiten und Schädlinge

Durch den Anteil von Gingerol ist die Pflanze nahezu perfekt vor Krankheiten und Schädlingen geschützt. Zur Wurzelfäule kann es kommen, wenn die Ingwerknolle zu lange bei Staunässe kultiviert wurde. Ist dies der Fall, dann kannst Du die Wurzel nur noch entsorgen.

Zu einem Problem wird es, wenn der Ingwer von der Trauermücke befallen wird. Dabei sind es hier eher die Larven die der Knolle Schaden zufügen. Das Muttertier legt Hunderte von Eiern in die Erde. Die ausgeschlüpften Larven zerfressen dann die Sprossenwurzel. Die Pflanze wird geschwächt und stirbt dann ab.

Inhaltsstoffe und Verwendung von Ingwer

Ingwer als Heilmittel
Tee aus Ingwer © Inessa Podushko / pixelio.de

Die Schärfe von Ingwer kommt von dem Inhaltsstoff Gingerol, ein Scharfmacher, der sogar scharfer als Tabasco ist. Ingwer wirkt Blut verdünnend. Dadurch kann er perfekt bei Durchblutungsstörungen, Thrombosen und Gefäßverengungen eingesetzt werden. Als Tee entfaltet Ingwer eine wohltuende Wirkung und er beugt auch gleichzeitig Erkältungen vor. Du kannst den Ingwer aber auch gut einlegen, so wie Du ihn aus dem Sushi-Restaurant kennst. Er wird dort als Gari bezeichnet. Dazu schälst Du die Ingwerknolle und hobelst sie in möglichst dünne Scheiben. Die Scheiben vermischt Du mit Salz und lässt das Ganze etwa eine Stunde ziehen. In einem Topf bringst Du Reisessig mit zucker zum Kochen. Diesen Sud gießt Du über die Ingwerscheiben und gibst alles in ein verschließbares Gefäß. Die Mischung lässt Du im Kühlschrank über Nacht ziehen und schon ist Dein Gari fertig. Als Süßspeise kannst Du Ingwer auch kandieren oder Du trocknest ihn, um ganzjährig einen Vorrat zu haben.