Kot und Urin von Katzen im Garten – was tun?

Katzen im Garten
Fremde Katzen im Garten © Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Selbst als Katzenliebhaber dürfte es für Dich ein Problem sein, wenn andere Katzen deinen Garten intensiv besuchen und dabei ihre Hinterlassenschaften da lassen. Gerade Kot und Urin sind nicht sonderlich angenehm, wenn Du barfuß in Deinem Garten unterwegs bist oder wenn Kinder im Garten spielen.

Was zieht die Katzen in Deinen Garten?

Um die richtigen Abwehrmaßnahmen zu treffen, musst Du erst einmal wissen, warum die Katzen Deinen Garten so gerne besuchen. Katzen lieben es, wenn sie in einem Garten Beete vorfinden, die regelmäßig gelockert werden. Dort kann man hervorragend sein Geschäft erledigen. Ebenso toll finden Katzen natürlich auch den Zierkiesel auf Wegen oder Beeten. Des Weiteren markieren gerade Kater ihr Revier, um den anderen Artgenossen zu zeigen, welches ihr Besitz ist.

Kann man Katzen komplett fernhalten?

Sicherlich wäre es Dir am Liebsten, wenn fremde Katzen Dein Grundstück gar nicht mehr betreten. Dies kannst Du erreichen, indem Du ihnen den Zutritt komplett verwehrst. Das funktioniert durch einen Katzenabwehrzaun rund um das ganze Grundstück. Technisch ist dies kein Problem. Du kannst dafür einen Zaunaufbau mit einer Abschrägung nach außen stellen, ein Weidezaungerät mit eventuellem Schwachstrom usw. Wenn Du dies aber vorhast, dann kannst Du sicher sein, dass ein Schreiben vom Rechtsanwalt nicht lange auf sich warten lässt. Es ist nämlich sehr fraglich, ob solche Zaunmaßnahmen als ortsüblich angesehen werden, denn nur dann sind sie auch erlaubt. Es gibt Menschen, die solche Zäune als Tierquälerei ansehen und dagegen vorgehen. Für die gute Nachbarschaft sind solche Maßnahmen natürlich auch nicht förderlich. Du kannst aber dennoch solch ein aufwendiges Verfahren in Erwägung ziehen, wenn Du schwanger bist und Angst vor einer Ansteckung mit Toxoplasmose hast, die zu Schäden beim ungeborenen Kind führt.

Deine Gärtnerprüfung: Wie gut bist Du?

Gartenprüfung

Das Fernhalten mit Maß

Normalerweise geht es den meisten Gartenbesitzern nicht darum, die Katzen komplett fernzuhalten, sondern lediglich die Hinterlassenschaften der Tiere zu unterbinden. Dazu gibt es einige Methoden, die sicherlich gut anwendbar sind.

Du kannst den Garten so gestalten, dass er für Katzen nicht sonderlich attraktiv ist. Dazu müsstest Du aber auf Zierkies und offene Erde verzichten. Stachelige Bodendecker wären hier noch eine Alternative.

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verpiss-dich-pflanze © gute-frage.net

Katzen lassen sich aber auch von Gerüchen fernhalten. Ideal sind hier Rasierwasser, Pfeffer, Essig, Gewürznelken, Hundegeruch, Kaffeesatz und Zitronenöl. Katzen lieben diese Düfte gar nicht. Es gibt aber auch die sogenannten ‚Verpiss-Dich-Pflanzen‘, die Katzen auch nicht sonderlich mögen.

Hilfreich ist es auch, wenn Du die Katzen ständig in Deinem Garten störst. So helfen zum Beispiel Bewegungsmelder, die entweder nachts Licht anmachen oder mit Hundegebell wirken. Des Weiteren gibt es Ultraschallgeräte, die nicht nur Katzen fernhalten. Damit dies aber wirksam ist, muss ein Ultraschall von 120 Dezibel ausgestrahlt werden. Ob solch eine Frequenz für Tiere schädlich ist, ist bisher noch nicht geklärt. Du kannst Katzen aber auch mit einer Wasserpistole vom Grundstück vertreiben.

Vorgehen abstimmen

Dass Katzen lernfähig sind, ist bekannt. Für die Katzen bedeutet die Störung ständiger Stress, dem sie aus dem Wege gehen. Um wirksam gegen die Katzen vorzugehen, solltest Du ruhig einige der Maßnahmen kombinieren. Du kannst aber auch mit Deinem Nachbarn reden und ihn bitten seine Katze auf einen gesicherten Freigang umzustellen. Als Argument ist es hier zum Beispiel hilfreich, wenn Du ihm erklärst, dass Katzen auf ungesichertem Freigang sehr oft überfahren werden.