Apfelbaum pflanzen

Apfelbaum
Einfach zum Reinbeißen © FotoHiero / pixelio.de

In den heimischen Obstgärten und auf Streuobstwiesen ist der Apfelbaum der Klassiker schlechthin. Immer mehr Menschen möchten einen Apfelbaum in ihrem eigenen Garten kultivieren. Wenn Du einige der Tipps beachtest, ist das kein Problem. Bei der Auswahl des Apfelbaumes sollte für Dich nicht nur der Geschmack der Früchte im Vordergrund stehen, sondern einiges mehr.

Der richtige Standort zum Apfelbaum pflanzen

Ausschlaggebend für das Wachstum und für eine reichhaltige Ernte sind der Standort und die richtige Zusammensetzung des Bodens. Apfelbäume benötigen einen hellen und sonnigen bis halbschattigen Standort in Deinem Garten. Natürlich ist es auch wichtig, dass Du einen Mindestabstand zu Gebäuden einhältst. Ein ausgewachsener Hochstamm Apfelbaum kann einen Kronendurchmesser von durchaus 10 m haben. Hast Du hingegen nicht solch einen ausladenden Platz, dann solltest Du Dich für eine der kleinwüchsigen und flach wurzelnden Malus-Arten entscheiden. Diese Sorten wachsen auch an einem Spalier. Beim Boden ist es wichtig, dass dieser schwer und tiefgründig ist. Apfelbäume lieben hier einen Humus-Lehmboden, der das Wasser über einen längeren Zeitraum speichern kann und damit die Wurzeln ausreichend mit Feuchtigkeit und auch mit Nährstoffen versorgt.

Das Anpflanzen

  • Auch beim Apfelbaum pflanzen ist einiges zu beachten
  • Beste Pflanzzeit ist das zeitige Frühjahr
  • ausgehobenes Loch muss doppelt so breit und tief sein wie der Wurzelballen
  • Baum wird mit humusreicher Erde bedeckt
  • Erde muss gut verdichtet werden
  • Gut wässern
  • Die Erde rund um den Baum mit Kompost oder Rindenmulch bedecken. Dies schützt den Baum vorm Austrocknen.
  • Stützpfahl nicht vergessen, denn der Baum muss vor Windwurf geschützt werden

Hat der Baum eine wulstige Verdickung am Stamm, also eine Veredelungsstelle, dann muss diese mindestens 15 cm über den Boden ragen, damit sich hier keine Wurzeln bilden.

Gießen und Düngen

An heißen Tagen ist das Gießen unabdingbar. Dun solltest so ausreichend gießen, dass die Wurzeln in einer Tiefe von ca. 20 cm auch noch vom Wasser profitieren. Bei neu gepflanzten Apfelbäumen darf die oberste Erdschicht niemals austrocknen. Je nach Temperatur musst Du mehrmals am Tag gießen. Wenn Dein Apfelbaum sichtbar kümmert, dann musst Du ihn umgehend mit einem Volldünger versorgen. Du kannst auch rund um den Baum regelmäßig Kompost oder Mulch ausbringen. Dies reicht oftmals schon als Düngergabe.

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Der richtige Schnitt

Damit Du Dich über eine erfolgreiche Apfelernte freuen kannst, ist der richtige Schnitt unverzichtbar. Es wird hierbei zwischen dem normalen Schnitt und dem Formschnitt unterschieden. Direkt nach der Blüte erfolgt der normale Schnitt. Dabei entfernst Du alle überflüssigen Triebe, damit die übrigen Blätter und Fruchtstände genügend Licht bekommen. Damit die Bildung von Früchten und Knospen angeregt wird, solltest Du Dir den Herbst als Rückschnitt einplanen. Hierbei werden die Triebe nur eingekürzt, aber nicht komplett beseitigt.

Folgendes kannst Du entfernen:

  • Alle Äste, die nach innen wachsen
  • Steil nach oben ragende Triebe
  • Tote oder kranke Äste
  • Dürre Triebe
  • Konkurrenztriebe zum Mittelast

Krankheiten und Schädlinge

Die wichtigsten Krankheiten und Schädlinge kurz erklärt

Blattläuse saugen Deinem Apfelbaum den lebenswichtigen Saft aus. Daher sollten diese unmittelbar entfernt werden. Dazu sprühst Du den kompletten Baum mit einem Sud aus Brennnesseln über mehre Tage ein.

Bei der Blütenmonilia handelt es sich um eine Pilzkrankheit, die auch als Blüten- und Zweigdürre bezeichnet wird. Die Pilzsporen säen sich dabei selbst aus. Befallene Pflanzenregionen und auch infiziertes Obst solltest Du umgehend vernichten. Ein spezielles Pilzbehandlungsmittel hilft Dir bei der raschen Bekämpfung.

Obstbaum-Krebs erkennst Du an orangen und braunen Verfärbungen der Rinde. Gleichzeitig sind diese Stellen trocken und rissig. Befallene Teile musst Du auch hier sofort entfernen und vernichten.

Apfelkuchen
Möchte man da nicht sofort zuschlagen © Maja Dumat / pixelio.de

Verwendung von Äpfeln

Äpfel sind in ihrer Verwendung sehr vielfältig. Am besten schmecken sie natürlich frisch geerntet vom Baum. Du kannst Äpfel aber auch lagern und konservieren. Zum Konservieren kannst Du entweder Apfelmus kochen, den du einfrierst oder mit Hilfe eines Dampfentsafters produzierst Du Deinen eigenen Apfelsaft, der in Flaschen und kühl und dunkel gelagert einige Monate haltbar ist. Aus Äpfeln kannst Du auch hervorragende Marmeladen und Gelees kochen. Und nicht zuletzt eignen sich Äpfel sehr gut zum Backen von zahlreichen leckeren Kuchen.