Bittersalz als Dünger anwenden

Herrliches Pflanzenwachstum
Herrliches Pflanzenwachstum © NicoLeHe / pixelio.de

Dir ist klar, dass die Pflanzen in Deinem Garten bestimmte Nährstoffe benötigen, damit sie gut wachsen und gedeihen. Natürlich bist Du auch bemüht, diesen Bedarf an Nährstoffen zu erfüllen. Du hast vielleicht schon von Bittersalz Dünger gehört und bist neugierig geworden. Jetzt solltest Du aber nicht den Fehler machen und sofort in den Garten stürzen und den Bittersalz Dünger auf den Beeten großzügig verteilen. Du solltest hier wissen, dass Bittersalz Dünger reines Bittersalz ist, also ein reiner Magnesium-Dünger, er mit Kali versetzt ist.

Studien zu Magnesium Dünger

Studien haben ergeben, dass die meisten Gartenböden sowohl mit Stickstoff als auch mit Magnesium teilweise überversorgt sind. Es ist erwiesen, dass das übermäßige Düngen mit magnesiumhaltigen Produkten das Wachstum der Pflanzen behindert. Was also tun?

Die Bodenanalyse

Wenn Nährstoffe im Boden fehlen, dann müssen diese natürlich zugefügt werden. Oftmals ist es aber so, dass die Böden in den meisten Gärten sehr stark überdüngt sind. Gehörst du also zu der Großzahl der Gärtner, die einfach drauf losdüngen, dann tust du weder Deiner Umwelt noch Deinen Pflanzen einen Gefallen. Wie du richtig düngst, kann Dir in solch einem Fall aber eine Bodenanalyse sagen. Mit einer Standard-Bodenuntersuchung ermittelst du den Phosphat- und Kaliumgehalt sowie den ph-Wert des Bodens. Du kannst mit solch einer Bodenanalyse aber auch den Magnesiumgehalt bestimmen. Den Stickstoffgehalt im Boden kannst Du mit dieser Standard-Bodenanalyse nicht ermitteln. Dazu wird eine Analyse des Humusgehaltes im Boden erforderlich. Die so ermittelten Werte verändern sich kaum. Daher ist eine Bodenanalyse alle fünf Jahre vollkommen ausreichend, wenn die Werte erst einmal ermittelt wurden. Beim örtlichen Umweltamt kannst Du erfahren, wo Du eine solche Bodenanalyse in Auftrag geben kannst. Die Kosten belaufen sich hier auf ca. 20 Euro.

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Hilft die Bittersalz Düngung bei braunen Blättern?

Du hast sicherlich auch schon gehört, dass immer wieder behauptet wird, wenn die Pflanzen braune Blätter bekommen, dann solle man mit Bittersalz düngen. Dies stimmt so leider nicht, denn auch hier muss ein Magnesiummangel vorliegen. Braune Blätter oder Nadeln bei Nadelhölzern sind oftmals ganz normal und müssen nicht extra behandelt werden. Bringst Du jetzt auf Verdacht Bittersalz aus, dann düngst Du einseitig und es kommt eventuell zu einer Überversorgung mit Magnesium, während dies dann in der Folge zu einer Unterversorgung mit Kalium führt.

Wie wird Bittersalz Dünger angewandt?

Hat die Analyse, dass es einen tatsächlichen Magnesiummangel in Deinem Garten gibt, dann kannst Du ab April mit der Bittersalz Düngung beginnen. Du solltest unbedingt darauf achten, nicht zu viel von dem Bittersalz Dünger auszubringen.

Pro Quadratmeter leichtem Boden solltest Du bei einem Magnesiumgehalt unter 1 mg/100 Boden 2-3 Mal je 20 Gramm ausbringen. Mit jedem mg mehr Magnesiumgehalt des Bodens ist die Düngung entsprechend der Packungsanweisungen anzupassen.

Bei mittleren Böden beginnt die Gabe mit Bittersalz erst ab einem Magnesiumgehalt von 2 mg.

Das Bittersalz wird dazu entweder als Lösung oder als Granulat ausgebracht. Bringst Du Granulat auf dem Boden aus, dann musst Du danach ausreichend wässern. Bittersalz muss immer ausreichend weit entfernt von Pflanzenwurzeln ausgebracht und darf auch nicht in den Boden eingearbeitet werden. Außerhalb er Wachstumsperiode darf Bittersalz nicht im Garten ausgebracht werden, denn dann würdest Du das Grundwasser belasten.

Bittersalz immer in Kombination ausbringen

Wenn die Bodenanalyse ergeben hat, dass dem Boden nicht nur Magnesium, sondern auch andere Nährstoffe fehlen, dann solltest Du Bittersalz immer in Kombination ausbringen. Hier hast Du die Möglichkeit entweder einen Kombidünger zu kaufen oder Dir eine entsprechende Mischung im Fachhandel zusammenstellen zu lassen.