Rosen pflanzen

Rosen
Taufrische Rosen © Rike / pixelio.de

Rosen gehören einfach in einen Garten. Die Rosen gehören zur Familie der Rosengewächse und umfassen etwa 100 – 250 verschiedene Arten. Die typischen Merkmale der Rose sind in erster Linie die Stacheln.

Bereits seit der griechischen Antike wird die Rose ‚Die Königin der Blumen‚ genannt. Seit mehr als 2000 Jahren werden die Rosen als Zierpflanzen gezüchtet und verzaubern damit jeden Garten. Aus den Kronblättern der Blüten wird das wertvolle Rosenöl gewonnen, das zu den wichtigsten Grundstoffen bei der Parfümherstellung zählt.

Wichtig beim Rosen pflanzen – der Standort

Die meisten der Rosenarten bevorzugen einen luftigen und auch sonnigen Standort, wobei einige auch gut mit dem Halbschatten zurechtkommen. Auf jeden Fall solltest Du zu heiße Plätze vor einer Südwand oder einem stark reflektierenden Weg meiden. Der Boden ist, wenn er nicht allzu sauer ist, den Rosen nahezu egal. Ein toniger und lehmiger Boden kann mit etwas Sand oder Humus aufgelockert werden. Die Rosen sind Tiefwurzler und benötigen daher einen tiefgründigen Boden, der gut wasserdurchlässig ist.

Die Vorbereitung für das Rosen pflanzen

Vor der Pflanzung müssen die Rosen für 1 – 2 Stunden komplett ungetaucht gewässert werden.

Alle Wurzeln sowie die oberirdischen Triebe müssen zurückgeschnitten werden. Verwende dazu nur eine scharfe Schere, damit es nicht zu Quetschungen oder unsauberen Schnittflächen kommt. Die Wurzeln schneidest Du dabei bis auf ca. 25 cm unter der Wurzelverzweigung ab. Dabei musst Du alle beschädigten Wurzelteile ordentlich entfernen. Es reichen hierbei 5 Triebe vollkommen aus, denn jeder weitere Trieb würde die Rose nur unnötig Kraft beim Anwachsen kosten. In einigen Gärtnereien wird der Wurzelschnitt vor ort erledigt, sodass Du direkt mit dem Rosen pflanzen beginnen kannst.

Der Boden muss nun mindestens 2 Spatentiefen aufgelockert werden, damit die Rose leichter einwachsen kann. Das Pflanzloch sollte eine Größe von 30 x 30 cm haben.

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Gartenprüfung

Das Pflanzen von wurzelnackten Strauch-, Stamm- und Kletterrosen

Kletterrosen
Eingerahmt von Rosen © angieconscious / pixelio.de

Egal welche Rosenart Du pflanzen möchtest, der Rosenstock muss immer aufrecht im Pflanzloch stehen. Danach füllst Du die ausgehobene Erde wieder ein und trittst diese fest. Die Veredlungsstelle der Rose muss sich dabei ca. 5 cm unterhalb der Bodenoberfläche befinden.

Anschließend musst Du den Pflanzbereich gut wässern, um Hohlräume im Boden zu schließen, damit die Wurzeln überall Kontakt mit der Erde bekommen. Rutscht die Rose beim Wässern etwas ein, dann ziehst Du sie vorsichtig wieder hoch, sodass sie nicht tiefer wie oben beschrieben steht.

Die Erde rund um die Rose wird nun auf 15 cm angehäufelt. Da Du die Rose vor dem Pflanzen gut zurückgeschnitten hast, schauen jetzt nur noch die oberen Triebspitzen aus der Erde. Verwendet keinen Torf, denn der ist zum einen zu sauer und zum anderen trocknet er sehr schnell aus.

Bei Pflanzung solltest Du weder Dünger noch Stallmist verwenden, denn dies hemmt die Wurzelbildung. Durch diese knappe Nährstoffversorgung wird die Rose animiert tiefe Wurzeln zu bilden, damit sie an Nährstoffe kommt.

Pflanzt Du Stammrosen, dann musst Du unbedingt einen Stützpfahl in das Pflanzloch schlagen, der bis zur Krone der Rose reicht. Den Rosenstamm befestigst Du noch mit einer Achterschlinge an dem Stützpfahl.

Der richtige Abstand zwischen den Rosen

Rosen sind sehr konkurrenzschwach und werden leicht von stark wachsenden Nachbarpflanzen verdrängt. Aus diesem Grund musst Du die Pflanzabstände unbedingt einhalten. Kleinere Beetrosen benötigen hier einen Abstand von 40-50 cm, während die Strauch- oder Kletterrosen einen Abstand von 1 – 1,5 m benötigen. Bei den historischen Rosen liegen die Abstände bei ca. 1,2 m. Möchtest Du eindrucksvolle Solitärsträucher haben, dann kannst Du zwei bis drei Pflanzen im Abstand von 60 cm zusammenpflanzen. Bei Kletterrosen kannst Du zwei Pflanzen im Abstand von 80 cm setzen und Ramblerrosen benötigen einen Abstand von mindestens 2 m. Soll die Ramblerrose in einen Baum wachsen, dann reicht pro Baum eine Pflanze.

Extratipp

Möchtest Du ein ganzes Beet mit Rosen neu gestalten, dann bietet sich hier eine Kombination mit passenden Stauden bestens an. Die gemischten Anpflanzungen sind oftmals interessanter und auch attraktiver. Sie blühen über einen längeren Zeitraum. Du musst hier aber darauf achten, dass alle Pflanzen in diesem Beet die gleichen Standortbedürfnisse haben und sich im Wuchs nicht zu stark bedrängen.