Blühender Bärlauch – noch genießbar?

Bärlauchfeld
Bärlauch in freier Natur © Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Vielleicht gehörst du auch zu denen, die Bärlauch lieben. Vielleicht hast Du diesen sogar in Deinem Garten. Wenn nicht, dann hast Du vielleicht in freier Natur ein riesiges Bärlauchfeld gefunden. Leider blüht der Bärlauch schon und Du erinnerst Dich an die Aussage, dass blühender Bärlauch nicht mehr genießbar ist. Wir möchten hier kurz einiges dazu sagen.

 

 

Alles vom Bärlauch ist genießbar

Um es gleich vorneweg zu sagen, der Bärlauch ist auch noch genießbar, wenn er bereits blüht. Skeptiker führen jetzt wahrscheinlich die toxischen Stoffe in den Pflanzen auf. Klar ist hierbei, dass sich toxische Substanzen in einigen Teilen der Pflanze stärker konzentrieren als in anderen. Sind also die Beeren von einigen Pflanzen giftig, dann bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass die ganze Pflanze giftig ist.

Beim Bärlauch sieht das ganz anders aus. Hier ist alles essbar. Du kannst die Knospen sogar wie Kapern einlegen. Selbst die Blüten vom Bärlauch kannst Du ohne Sorgen genießen. Allerdings sei hier gesagt, dass diese Blüten kaum noch den bärlauchtypischen Geschmack aufweisen.

Warum Bärlauch nur bis zur Blüte sammeln?

Wenn man hört, dass Bärlauch nur bis zur Blüte gesammelt werden soll, dann hat dies schlichtweg einen geschmacklichen Grund. In den jungen Blättern des Bärlauchs sammelt sich direkt im März nach dem Austreiben das meiste Aroma. Erscheint dann die Blüte, dann geht das Aroma der Blätter in die Blüten über. Die Blätter schmecken jetzt deutlich weniger würzig. Da die Blätter zu diesem Zeitpunkt schon älter sind, sind sie natürlich auch nicht mehr so zart und wirken leicht hart.

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Gartenprüfung

Bärlauch im Garten

Hast Du Bärlauch in Deinem Garten, kannst du also bis auf die Zwiebel alles essen. Die Zwiebel des Bärlauchs sorgt immer für Nachschub, wenn Du mal etwas zu forsch an die Ernte gegangen bist.

Bärlauch in freier Natur

Dass Bärlauch nur bis zur Blüte genossen werden soll, hat auch den Grund, dass man den Bärlauch in freier Natur schützen möchte. Schließlich möchte man gewährleisten, dass der Bärlauch auch in den folgenden Jahren immer wieder wächst.

Entwicklung des Bärlauch

Bärlauch entwickelt sich nur sehr langsam. Erst ab dem 4. Jahr bilden sich Samen und zusätzliche Zwiebeln. Beginnt der Bärlauch zu blühen, dann setzt er seine ganze Kraft in den Weiterbestand.

Möchtest Du den Bärlauch in der freien Natur schonen, dann solltest Du von jeder Pflanze möglichst nur ein Blatt ernten und die Pflanze ansonsten in Ruhe lassen.

Hast Du aber Geschmack am Bärlauch-Pesto gefunden und ein Blatt pro Pflanze erscheint dir sehr wenig, dann solltest du dir überlegen, ob Du nicht in Deinem Garten Bärlauch anpflanzen möchtest. Die Anzucht aus Bärlauch-Zwiebeln ist sehr einfach und lässt sich auch auf dem Balkon realisieren.

Vorteile der Bärlauch-Zucht im Garten

Hast Du Bärlauch in Deinem eigenen Garten, musst Du Dir nie mehr Gedanken machen, dass Du den Bärlauch mit Maiglöckchen, der Herbstzeitlosen oder dem gefleckten Aronstab verwechselst. Diese Verwechslungen kommen leider immer wieder vor und es kann im schlimmsten Fall auch tödlich enden.

Bärlauch für die Gesundheit

Bärlauchsuppe
Bärlauch in der Küche – als Suppe © Dörthe Huth / pixelio.de

Verzehrst Du Bärlauch regelmäßig, dann kann er durchaus zum Heilkraut für Dich werden. Gerade bei Magen-Darm-Störungen wirkt sich der Verzehr positiv aus. Außerdem kann Bärlauch auch den Blutdruck senken und somit den arteriellen Durchblutungsstörungen vorbeugen.