Bärlauch pflanzen

Bärlauch
Bärlauch © uschi dreiucker / pixelio.de

Der Bärlauch wird auch ‚Wilder Knoblauch‘ genannt. Es handelt sich hier um ein Wildgemüse oder auch eine Würzpflanze, die zur Familie der Zwiebeln, des Schnittlauch und des Knoblauch gehört. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sowohl der Geschmack als auch der Geruch des Bärlauchs sehr stark an Knoblauch erinnern. Du kannst die ganze Pflanze des Bärlauchs nutzen. In der Regel werden aber nur die Blätter genutzt. Da Du den Bärlauch in der freien Natur recht selten findest, lohnt ein Anbau in Deinem Garten.

Der Bärlauch Anbau

Du kannst Bärlauch aussäen oder auch die Zwiebeln anpflanzen. Die Zwiebel sind hierbei deutlich leichter zu kultivieren, denn sie treiben das ganze Jahr über aus während der Samen eine Kälteperiode zum Austreiben benötigt. Wenn der Bärlauch in Deinem Garten erst mal erfolgreich kultiviert ist, dann ist er praktisch ein Selbstläufer, solange Du die Zwiebeln in der Erde lässt und nur das Kraut erntest.

Der richtige Standort

Bärlauch liebt einen halbschattigen Platz – idealerweise unter Laubbäumen oder unter Laub abwerfenden Sträuchern. Im Sommer zieht sich der Bärlauch in den Boden zurück, daher solltest Du darauf achten, dass Du als Nachbarpflanzen diejenigen auswählst, die die Lücken perfekt abdecken, z. B. Waldmeister oder Farne.

Das Substrat

Bärlauch liebt einen leicht saueren bis leicht alkalischen Boden. Ideal ist hier ein leicht feuchtes, kalkhaltiges, schweres humoses Substrat. Auf keinen Fall sollte der Boden sandig und sauer sein.

Bärlauch anpflanzen

Bei vielen Gärtnern werden im Frühjahr Bärlauch Pflanzen angeboten. Wenn Du diese für diese entscheidest, dann kannst Du schon im nächsten Frühjahr Deinen eigenen Bärlauch ernten. Du solltest dann aber auch nur einige Blätter ernten, denn Bärlauch braucht eine gewisse Zeit, bis er richtig angewachsen ist. Damit sich der Bärlauch nicht unkontrolliert ausbreitet, solltest Du das Beet gleich beim Anpflanzen gut abstecken und sicherheitshalber eine Rhizomsperre eingraben. Den Bärlauch pflanzt Du am Besten in Gruppen zu je 5 Zwiebeln. Der Abstand zwischen den Gruppen sollte etwa 30 cm betragen. Die Zwiebel kommen ca. 5 cm tief in den Boden.

Bärlauch aussäen

Bärlauch ist ein Kaltkeimer, daher ist einiges zu beachten. Der beste Zeitpunkt für die Aussaat ist der Sommer oder der Herbst. Die Samen werden mit ca. 2 cm Erde bedeckt. Achte darauf, dass die Fläche, an der Du aussäst, komplett frei von Unkraut ist. Der Bärlauch wird dann im Winter bei Frost keimen und im Frühjahr zeigen sich die ersten Pflanzen.

Deine Gärtnerprüfung: Wie gut bist Du?

Gartenprüfung

Die Bärlauchpflege

Bärlauch muss immer komplett von Unkraut befreit werden. Bei extremer Trockenheit solltest Du den Bärlauch immer wieder wässern. Gerade im Frühjahr ist ausreichend Feuchtigkeit wichtig. Wenn der Bärlauch erst mal angewachsen ist, musst Du Dich um das Düngen nicht mehr kümmern. Krankheiten und Schädlinge am Bärlauch sind keine bekannt.

Die Ernte

Erst nach 3 – 4 Jahren kannst Du mit einer größeren Ernte beim Bärlauch rechnen. Du kannst zwar vorher schon einzelne Blätter ernten, solltest hier aber darauf achten, dass Du nicht zu viele Blätter entfernst.

Inhaltsstoffe und Verwendung

Bärlauch mit Spargel
Bärlauch mit Spargel © Luise / pixelio.de

Der Bärlauch hat sowohl eine antibakterielle als auch blutdrucksenkende Wirkung. Der Vitamin C Gehalt im Bärlauch ist sehr hoch. Insgesamt hat Bärlauch eine sehr positive Auswirkung auf die Darmflora und auch auf die Blutgefäße, denn er wirkt gefäßerweiternd. Zudem kann die Pflanze den Cholesterinspiegel senken und Ablagerungen in den Adern abbauen. Dadurch wird das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich gesenkt und es lassen sich Erkrankungen wie die Arteriosklerose und die Thrombose vermindern.

Bärlauchblätter verlieren schnell an Frische und sollten daher zügig verarbeitet werden. Wenn Du die Blätter dennoch mal aufbewahren willst, dann wickel diese in ein feuchtes Küchentuch und lagere sie im Gemüsefach des Kühlschranks. Die Blätter sollten in der Küche immer frisch verwendet werden und daher auch erst am Ende des Kochvorgangs zu den Speisen kommen. Sehr lecker ist ein Bärlauch-Pesto, das Du vielfältig einsetzen kannst.

Achtung Verwechslungsgefahr!!!

Bärlauch wird immer wieder mit Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen verwechselt. Diese beiden Pflanzen sind äußerst giftig und es kann zu fatalen Folgen beim Verzehr führen. Das einzige und zuverlässige Unterscheidungsmerkmal ist der Geruch. Nur Bärlauch riecht beim Zerreiben der Blätter nach Knoblauch. Solltest Du Dich nach dem Verzehr von Bärlauch unwohl fühlen und gar Vergiftungserscheinungen auftreten, dann ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.