Mücken Hausmittel: So verschwinden die Plagegeister

Infos zu Mücken Hausmittel
Im Kampf gegen Mücken leisten verschiedene Hausmittel gute Dienste.

Was gibt es Schöneres, als sich im Sommer draußen hinzusetzen und das warme Sonnenschein-Wetter zu genießen? Wären da nur nicht die nervigen Mücken, die ständig um einen herumschwirren, überall herumkrabbeln und mitunter juckende Stiche hinterlassen. Komplett vertreiben lassen sich die Plagegeister zwar nicht. Und das wäre auch gar nicht sinnvoll, denn wie alle Insekten sind auch Mücken im biologischen Kreislauf wichtig. Aber es gibt Mittel und Wege, um die lästigen Biester fernzuhalten. Wir klären einige Mythen rund um Mücken auf und verraten, welche Hausmittel wirklich helfen.

In unseren Breitengraden sind ungefähr 50 verschiedene Arten von Stechmücken heimisch. Dazu gehören zum Beispiel die Gemeine Stechmücke oder die Große Hausmücke. Der Großteil der heimischen Stechmücken ist ungefährlich und nur etwa ein Viertel der Arten sticht beim Menschen zu.

Allerdings verbreiten sich in Europa zunehmend Stechmücken-Arten aus anderen Kontinenten. Ihre Eier gelangen bei Reisen oder durch importierte Ware hierher. Und Arten wie die Tigermücke, die Gelbfiebermücke oder die Asiatische Buschmücke sind durchaus in der Lage, gefährliche Krankheiten zu übertragen.

Doch auch wenn eine Mücke ganz harmlos ist, sie eben lästig und kann einem den letzten Nerv rauben. Damit genau das künftig nicht mehr passiert, haben wir Infos über Mücken zusammengestellt und nennen bewährte Hausmittel.

Warum sind Mücken nützlich?

Ähnlich wie Milben, Flöhe, Zecken oder Würmer haben auch Mücken nicht unbedingt den besten Ruf. Trotzdem spielen sie für das biologische Gleichgewicht eine wichtige Rolle.

So sind Mücken ein wesentlicher Bestandteil der Nahrungskette. Viele andere Tiere wie größere Insekten, Reptilien und Vögel finden in Mücken ein nahrhaftes Futter. Würden Mücken und andere Parasiten ausgerottet, hätten zahlreiche Tiere keine Nahrung mehr und würden verhungern.

In Gewässern sind die Larven der Mücken nicht nur eine willkommene Speise für Fische und Frösche. Vielmehr reinigen sie auch das Wasser, weil sie sich von organischen Abfällen ernähren.

Und sogar für unser Immunsystem sind Mücken nützlich. Schließlich halten sie es auf Trab und stärken damit indirekt die körpereigene Abwehr. Deshalb sollten Sie nicht zur Chemiekeule greifen, um die Plagegeister zu vernichten. Besser ist, wenn Sie auf natürliche Hausmittel setzen, um die Mücken zu vertreiben.

Wann und wie übertragen Mücken Krankheiten?

Männliche Mücken stechen nicht. Wenn Sie gestochen wurden, dann war es ein trächtiges Weibchen. Denn weibliche Stechmücken stechen zu und saugen Blut, damit sich ihre Nachkommen entwickeln können.

Bei einem Stich gelangt etwas Speichel der Mücke in die Blutbahn und mit ihm Krankheitserreger wie zum Beispiel Viren. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Mücke selbst mit einem Krankheitserreger infiziert ist.

Dazu muss die Mücke zuvor einen infizierten Wirt gestochen haben, dessen Erreger sich daraufhin in der Mücke vermehrt haben und bis in ihre Speicheldrüse vorgedrungen sind. Solange das nicht passiert ist, kann die Mücke auch keine Krankheiten übertragen.

Ist eine Mücke infiziert, können sich über sie aber Krankheiten verbreiten. Und das sowohl von Mensch zu Mensch als auch von Tier und Mensch.

Welche Krankheiten Mücken übertragen, hängt von den Arten ab. Malaria, Gelbfieber, das Zika-Virus oder Dengue-Fieber sind zum Beispiel von Mücken übertragene Krankheiten. Ausführliche Infos dazu finden Sie zum Beispiel auf der Webseite vom Robert-Koch-Institut.

Was lockt Mücken an?

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Mücken auf Licht reagieren. Doch das stimmt so nicht. Das liegt allein schon daran, dass Mücken zu unterschiedlichen Zeiten aktiv sind. So gibt es einige Arten, die tagsüber aktiv sind, während andere Arten erst in der Dämmerung oder nur nachts aktiv werden.

Es scheint zwar so, dass besonders viele Mücken angelockt werden, wenn es draußen allmählich dunkel wird und in den Häusern das Licht angeht. Und tatsächlich sind zahlreiche Mückenarten in der Dämmerung aktiv. Doch dass sie dann ins Haus kommen, hat nichts mit dem Licht zu tun.

Ganz im Gegenteil kann Licht Mücken sogar stören. Vielleicht haben Sie auch schon mal bemerkt, dass eine Mücke regungslos an der Decke oder Wand verharrt, wenn Sie plötzlich das Licht einschalten. Sie fliegt nicht zur Lampe. Stattdessen wartet sie ab, bis das Licht wieder ausgeht, bevor sie ihren nächsten Rundflug startet.

Stechmücken orientieren sich – ähnlich wie übrigens auch Wespen – am Körpergeruch. Dabei lockt sie vor allem das ausgeatmete Kohlendioxid an.

Selbst wenn Sie kein Licht einschalten, werden die Mücken durch ein geöffnetes Fenster von Ihrem Körpergeruch angezogen. Und dann schwirren die Mücken bevorzugt um Ihren Kopf herum. Denn hier ist die Kohlendioxid-Konzentration am höchsten.

Ein weiterer Faktor ist der Körperschweiß. Hier spielen vor allem Buttersäure, Milchsäure und Ammoniak eine Rolle. Diese Stoffe entstehen beim Abbau von Fett auf der Haut. Nicht unwichtig ist außerdem die Körpertemperatur.

Denn je höher die Körpertemperatur ist, desto mehr schwitzen Sie und desto attraktiver werden Sie für die weiblichen Stechmücken.

Draußen halten sich Mücken sehr gerne am Wasser auf. Denn stehende Gewässer, Regentonnen und sogar kleine Pfützen dienen ihnen als Brutstätten.

Warum werden manche Menschen öfter gestochen als andere?

Mücken sind bei der Auswahl ihrer Opfer nicht besonders wählerisch. Sie suchen sich die Person, die sie stechen wollen, nicht gezielt aus.

Deshalb ist auch die Behauptung, dass Frauen öfter gestochen werden als Männer, nicht richtig. Frauen nehmen einen Mückenstich nur intensiver wahr. Das liegt zum einen daran, dass ihre Haut dünner ist. Zum anderen bieten Frauen durch die geringere Körperbehaarung eine bessere Angriffsfläche.

Aber: Wenn eine Mücke mehrere Personen zur Auswahl hat, sucht sie sich denjenigen aus, der für sie den attraktivsten Körpergeruch verströmt. Es kann deshalb gut sein, dass Sie so gut wie nie gestochen werden, wenn Sie mit anderen unterwegs sind. Doch wenn sonst niemand da ist, wird das die Mücke nicht von einem Stich abhalten.

Ein anderer, weit verbreiteter Spruch ist: „Du wirst öfter gestochen, weil dein Blut süß ist.“ An dieser Aussage ist etwas dran. Denn es ist tatsächlich so, dass von der Zusammensetzung des Blutes abhängt, welcher Geruch über die Haut abgesondert wird.

Das Blut ist dann zwar nicht süßer oder saurer. Aber für die Mücke riecht und schmeckt das Blut anders. Deshalb sticht sie bei manchen Menschen lieber zu als bei anderen.

Ein Wort zu Mückenstichen

Wenn eine Mücke zugestochen hat, zeigt sich das daran, dass die Haut rund um den Stich rot wird, anschwillt und juckt. Diese Reaktion entsteht, weil der Körper Histamin ausschüttet. Auf diese Weise geht er gegen den Speichel der Mücke vor, der beim Stich in die Haut gelangt und die Blutgerinnung unterbindet.

Wie stark die Reaktion ausfällt, ist aber von Mensch zu Mensch verschieden. So gibt es Personen, die schon nach ein paar Minuten nichts mehr spüren. Andere hingegen haben tagelang einen roten, stark juckenden Fleck mit dick geschwollener Beule.

Und wenn wir schon bei Hausmitteln sind: Das beste Hausmittel gegen Mückenstiche ist die eigene Spucke. Denn zum einen kühlt sie die Haut. Und zum anderen enthält Spucke Enzyme, die die Stelle desinfizieren.

Doch gegen Stiche von Mücken gibt es noch ein paar andere Hausmittel, die Linderung verschaffen. So können Sie einfach eine halbe Zwiebel oder eine Zitronenscheibe auf die Stelle legen. Sie kühlen, desinfizieren und beruhigen die Haut.

Eine ähnliche Wirkung erzielen Sie, wenn Sie die Stelle mit Apfelessig abtupfen. Ist die Haut entzündet, können Sie eine Kompresse mit Quark auflegen. Auch warmes Wasser hilft, denn dadurch gerinnt das Eiweiß im Speichel der Mücke und kann sich nicht weiter ausbreiten.

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Ganz wichtig ist aber, dass Sie nicht kratzen! Sonst riskieren Sie eine Wunde, die sich entzünden und zu einer Narbe führen kann.

Gibt es gegen Mücken Hausmittel, die helfen?

Um Mücken loszuwerden, gibt es verschiedene Hausmittel, die Sie einsetzen können. Doch am besten ist natürlich, wenn die lästigen Biester erst gar nicht in die Wohnung gelangen.

Eine bewährte Methode an diesem Punkt sind Fliegengitter an den Fenstern und der Eingangstür und ein Moskitonetz über dem Bett. Die feinen Netze halten die Blutsauger draußen. So können Sie auch im Sommer ganz entspannt bei offenem Fenster schlafen.

Daneben haben sich im Kampf gegen Mücken folgende Hausmittel bewährt:

Pflanzen

Es gibt eine Reihe von Pflanzen, deren Duft Mücken scheinbar nicht mögen. Dazu gehören Tomaten. Das Laub der Tomatenpflanzen verströmt einen Duft, den die Plagegeister vermeiden.

Pflanzen Sie deshalb im Garten oder auf dem Balkon Tomaten an. So vertreiben Sie die Mücken auf natürliche Art und können sich nebenbei über leckeres Gemüse freuen.

Andere Pflanzen, die Mücken fernhalten, sind Kräuter wie Basilikum, Rosmarin, Thymian, Lavendel, Minze oder Zitronenmelisse. Auch mit Katzenminze, Eukalyptus und Zitronengeranien können Mücken nichts anfangen.

Die Pflanzen können Sie draußen einsetzen. Oder sie stellen die Pflanzen in Töpfen auf Ihre Fensterbretter. Auf diese Weise haben Sie eine Mückenabwehr, die wirkt, dekorativ aussieht und beim Kochen ganz schön praktisch ist.

Ätherische Öle

Einen ähnlichen Effekt wie mit Pflanzen können Sie auch mit ätherischen Ölen erzielen. Zitrus-, Zedernholz- und Minzöle verströmen einen Duft, der Mücken vertreibt. Dabei können Sie die ätherischen Öle in einer Duftlampe nutzen. So verteilt sich der Geruch im Raum.

Als natürliches Mittel gegen Insektenstiche können Sie die Öle aber auch auf freiliegende Hautstellen auftragen. Allerdings brauchen Sie in diesem Fall ein naturreines ätherisches Öl, am besten in Bioqualität. Außerdem sollte das Öl als Lebensmittel für den Verzehr zugelassen sein. Dann enthält das Öl nämlich keine bedenklichen Inhaltsstoffe.

Ein Duftöl, das als Raumduft gedacht ist, ist nicht zum Auftragen auf die Haut geeignet!

Und: Geben Sie zunächst nur einen kleinen Tropfen des ätherischen Öls auf die Haut. Denn auch ein Naturprodukt kann allergische Reaktionen hervorrufen. Rötet sich Ihre Haut oder fängt sie an zu jucken, ist das Öl nichts für Sie.

Salbei und Kaffeepulver

Eine weitere Möglichkeit, um die kleinen Blutsauger zu vertreiben, ist die sogenannte Räuchermethode. Gegen Mücken gilt dabei Salbei als bewährtes Hausmittel. Dafür geben Sie eine gute Hand voll getrocknete und zerriebene Salbeiblätter in eine feuerfeste Schale und zünden das Ganze an.

Der glimmende Salbei verströmt einen würzigen Duft, den Mücken nicht mögen. Wenn es Ihnen beim Salbei ähnlich geht wie den Stechmücken, können Sie auch zu Kaffeepulver greifen.

Das Kaffeepulver geben Sie ebenfalls in eine feuerfeste Schale und zünden es an. Während der Kaffee verbrennt, entsteht ein herber Kaffeeduft. Für unsere Nasen ist das Aroma angenehm, für Mücken nicht.

Helle Kleidung

Um Ihre Körpertemperatur bei warmen Sommertemperaturen zu senken und Schweißgeruch zu beseitigen, ist eine Dusche ein probates Mittel. Allerdings wirkt die Abkühlung nur kurz und Ihr Eigengeruch ist schnell wieder da. Trotzdem sollten Sie auf intensive Duschgels und Parfüms besser verzichten. Denn ihr süßer Duft könnte die Stechmücken erst recht anlocken.

Halten Sie sich draußen auf, sollten Sie auf helle und lange Kleidung setzen. Lange Kleidung bedeckt Ihre Haut und schützt auch ein wenig vor Sonnenbrand. Und ein helles Outfit wirkt für Mücken weniger attraktiv als ein dunkles.

In der Wohnung kann außerdem hilfreich sein, wenn Sie einen Ventilator neben das Sofa oder das Bett stellen. Denn der Ventilator wirbelt die Luft durcheinander. Die Mücke hat es dadurch schwerer, zu erkennen, wo der leckere Körpergeruch herkommt.

Stehende Gewässer im Garten vermeiden

Im Garten und auf dem Balkon sollten Sie Wasseransammlungen möglichst vermeiden. Denn Mücken legen ihre Eier in stehenden Gewässern ab. Und dabei sind sie durchaus genügsam. Es muss kein großer Badesee sein. Auch eine Vogeltränke oder eine kleine Pfütze genügt ihnen als Brutstätte.

Um den Stechmücken kein gemütliches Zuhause zu bieten, sollten Sie deshalb folgende Tipps beherzigen:

  • Leeren Sie Gießkannen, Eimer und Untersetzer von Blumentöpfen regelmäßig aus. Außerdem sollten Sie die Behälter reinigen. Denn die Eier überleben auch eine gewisse Zeit im Trockenen.
  • Dichten Sie eine gefüllte Regentonne sorgfältig ab. Gleiches gilt, wenn Sie in einer Tonne zum Beispiel eine Brennnesseljauche angesetzt haben.
  • Wechseln Sie das Wasser in Vogeltränken regelmäßig.
  • Schütten Sie das Wasser aus einem Planschbecken aus, wenn es nicht genutzt wird.

Der Gartenteich ist natürlich eine wunderbare Brutstätte für Mücken. Trotzdem müssen Sie nicht darauf verzichten. Wenn Sie Mückenlarven entdecken, können Sie diese abschöpfen. Eine kleine Fontäne bringt Bewegung ins Wasser. Außerdem können Sie Goldfische oder Frösche einsetzen. Denn bei ihnen stehen Mücken auf dem Speiseplan.

3 Mythen zu Mücken

Den Mythos, dass Mücken lieber Frauen stechen als Männer, haben wir ja schon richtig gestellt. Und dass Mücken nicht von Licht angezogen werden, haben wir ebenfalls geklärt. Zum Schluss nehmen wir uns noch drei weitere, weit verbreitete Mythen vor.

1. Mücken nehmen bei Ultraschall Reißaus.

Es kommen regelmäßig verschiedene Produkte auf den Markt, die Mücken vertreiben sollen. So gibt es zum Beispiel verschiedene Lampen, Duftspiralen oder Kerzen.

Und auch Geräte, die mit Ultraschall arbeiten, sind erhältlich. Doch zur Abwehr von Mücken bringen diese Geräte gar nichts. Denn Mücken reagieren überhaupt nicht auf Ultraschall.

2. Elektrische Verdampfer für die Steckdose wirken besser gegen Mücken als Hausmittel.

Verdampfer sind effektiv. Aber die chemischen Stoffe, die sie verströmen, belasten die Raumluft. Und auch wenn Sie nichts riechen, können die Stoffe die Atemwege reizen. In Haushalten, in denen kleine Kinder, Allergiker oder auch Haustiere wohnen, sollten Sie elektrische Verdampfer besser nicht verwenden.

Bekommen Sie die Stechmücken mit einfachen Hausmitteln nicht in den Griff, können Sie sich im Handel nach chemischen Alternativen umschauen. Wählen Sie dann aber Mittel, die Organisationen wie die Stiftung Warentest geprüft und als unbedenklich eingestuft haben.

Vor allem in der Wohnung reichen aber in aller Regel Fliegengitter oder Moskitonetze und Kräuter oder ätherische Öle völlig aus, um die Mücken zu vertreiben.

3. Knoblauch vertreibt Mücken.

Wenn Sie Knoblauch gegessen haben, dünsten Sie das Aroma über die Haut aus. Das mag zwar für Ihre Mitmenschen unangenehm sein, beeindruckt Stechmücken aber herzlich wenig.

Dazu wurden sogar wissenschaftliche Studien durchgeführt. Und es stellte sich heraus, dass die Teilnehmer, die viel Knoblauch gegessen hatten, genauso oft gestochen wurden wie die Teilnehmer ohne Knoblauch in ihren Speisen.

Das sollte Sie natürlich nicht davon abhalten, Ihre Speisen mit Knoblauch zu würzen. Schließlich ist die Knolle lecker und sehr gesund. Nur gegen Mücken funktioniert Knoblauch als Hausmittel leider nicht.