Die größten Fehler beim Gießen

Vom richtigen Gießen
Vom richtigen Gießen © Rike / pixelio.de

Willst Du die Blumen und Pflanzen in Deinem Garten mit Wasser versorgen, dann musst Du einiges beachten. Schon der kleinste Fehler beim Gießen kann einen großen Schaden anrichten. Gießt Du zum Beispiel in der prallen Mittagssonne, dann kann es zu Verbrennungen an den Pflanzen führen. Oder hast Du Dir schon die Fragen gestellt, wie oft muss ich gießen und woran erkenne ich den Wasserbedarf an einer Pflanze. Nachfolgend möchten wir Dir ein paar Tipps geben, damit Du lange und viel Freude an Deinen Pflanzen und Blumen im Garten hast.

Die beste Gießzeit

Laut dm Bundesverband der Einzelhandelsgärtner ist der beste Gießzeitpunkt morgens zwischen 3 und 4 Uhr. Zu dieser Zeit ist es noch angenehm kühl und das Wasser kann bis an die Wurzeln vordringen. Du musst deswegen aber nicht mitten in der Nacht aufstehen, sondern kannst dich hier für eine zeitgesteuerte Bewässerungsanlage entscheiden. Es reicht aber auch aus, wenn Du einige Stunden später beim Aufstehen gießt. Auf keinen Fall solltest Du in der Mittagszeit gießen. Ein Großteil des Wassers würde sofort verdunsten und Du würdest viel von dem teueren Wasser verschwenden. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass Tropfen auf den Blättern wie Brenngläser wirken und die Pflanzen regelrecht verbrennen. Es ist auch nicht empfehlenswert abends zu gießen, denn durch die Feuchtigkeit lockst Du vermehrt Schnecken an. Die Blätter der Pflanzen bleiben über Nacht nass und somit haben Pilzerkrankungen ideale Bedingungen. Vermeide beim Gießen auch das, benetzen der Blätter, denn die Pflanzen benötigen das Wasser hauptsächlich an den Wurzeln.

Wie viel Wasser brauchen die Pflanzen?

Hier gilt eine einfache Faustregel – je größer die Blätter sind, umso mehr Wasser verdunsten Sie. Daher brauchen diese Pflanzen auch mehr Wasser.

Und dennoch gibt es je nach Standort und Pflanzenart unterschiedlichen Bedarf an Wasser. Stehen die Pflanzen in der Sonne, benötigen Sie natürlich mehr Wasser als Pflanzen, die im Schatten wachsen.

Deine Gärtnerprüfung: Wie gut bist Du?

Gartenprüfung

Keimlinge oder Blumen, die Du gerade erst gepflanzt hast, benötigen täglich Wasser, denn nur so können sie ausreichend Wurzeln bilden.

Mediterrane Pflanzen kommen sogar mal einige Tage ohne Wasser aus. Thymian und Rosmarin solltest Du nur gießen, wenn die Erde ausgetrocknet ist – dann aber reichlich.

Ist eine Hitzewelle im Anmarsch, dann solltest Du den Rasen auf keinen Fall zu kurz mähen. Den Schnitt lässt Du auf dem Rasen liegen. Er dient als Mulchschicht, weil er die Feuchtigkeit speichert. Wie viel Wasser Dein Rasen generell benötigt, kannst Du mit einem simplen Trick feststellen. Bevor Du den Rasensprenger anstellst, stellst Du ein leeres Marmeladenglas auf den Rasen. Sobald dieses mit ca. 1,5 cm Wasser gefüllt ist, hat der Rasen genug Feuchtigkeit und Du kannst den Rasensprenger wieder ausschalten.

Nicht zu viel gießen

Den Rasen nicht vergessen
Den Rasen nicht vergessen © Dieter Schütz / pixelio.de

Wenn Du Deine Pflanzen von Anfang an mit zu viel Wasser verwöhnst, machst Du dir auf Dauer nur unnötige Arbeit. Es ist ratsam, dass Du erst gießt, kurz bevor die Blätter zu hängen beginnen. Die Pflanzen werden auf diese Weise gezwungen lange Wurzeln zu bilden, um sich Wasser und Nährstoffe aus den tiefen Bodenschichten zu holen.

Bei den Beeten ist eine Schicht Rindenmulch ideal, um das Wasser zu speichern. Natürlich kannst Du die Erde auch mit einer Harke lockern.

Spartipp – Regenwasser

Wenn Du die Möglichkeit hast, eine oder auch mehrere Regentonnen in Deinem Garten zu platzieren, dann solltest Du dies auf jeden Fall tun. Auf der einen Seite spart es Dir im Laufe der Jahre viele Geld, denn das Wasser steht Dir kostenlos zur Verfügung. Auf der anderen Seite ist gerade das kalkfreie Wasser für viele Pflanzen ideal.