Eine Geißblatt-Hecke anlegen

Geißblatt
Blüten der Geißblatt-Hecke © Hannana / pixelio.de

Hecken sind in den meisten Gärten sehr beliebt, denn sie sind ein natürlicher Sichtschutz. Das immergrüne Geißblatt macht hier natürlich keine Ausnahme. Die beliebte Zierpflanze wird auch Heckenkirsche genannt und umrankt viele Hausfassaden oder auch Pergolas. Das Geißblatt bezaubert den Betrachter mit einer herrlichen Blütenpracht, die in der Zeit von Juni bis Ende Juli auch einen betörenden Duft verströmt, der nicht nur den Menschen gefällt, sondern auch viele Insekten anlockt.

Geißblatt-Hecke anlegen – auf den Standort kommt es an

Für das Geißblatt ist ein heller Platz im Halbschatten der ideale Standort. Bekommt die Pflanze zu viel direktes Sonnenlicht, dann wird das Wachstum gehemmt und die Gefahr des Schädlingsbefalls wird außerdem gefördert. Ist der Standort allerdings zu dunkel, dann verkahlt das Geißblatt. Der Boden sollte für die Heckenkirsche humusreich und kalkarm sein.

Das Pflanzen der Heckenkirsche

Im Freiland erreicht eine Geißblatt-Hecke gut und gerne eine Höhe von bis zu 8 m und benötigt gerade daher eine gute Kletter- und Rankhilfe. Damit die Pflanzen gut anwachsen, musst Du beim Einpflanzen nur darauf achten, dass das Pflanzloch doppelt so breit und tief, wie der Wurzelballen ist. Da das Geißblatt sehr empfindlich auf Sonneneinstrahlung und extreme Temperaturschwankungen am Wurzelballen reagiert, haben sich hier Bodendecker und halbhohe Pflanzen als sehr gut bewährt. Du kannst auch rund um den Wurzelballen große Steine legen, die ausreichend Schutz bieten.

Gießen und Düngen der Geißblatt-Hecke

Düngefehler nimmt die Geißblatt-Hecke Dir nicht gleich übel. Der Hecke reicht es, wenn Du einmal im Frühjahr und nochmals im Spätherbst eine etwas dickere Schicht Kompost unter das Erdreich mischt. Hältst Du das Geißblatt aber in einem Kübel und lässt es von dort aus auf Deiner Terrasse ranken, dann sieht das schon wieder etwas anders aus. Hier solltest Du einmal im Monat mit Flüssigdünger das Geißblatt gießen.

Die Geißblatt-Hecke ist anfällig gegen Staunässe, verträgt aber auch keine allzu große Trockenheit. Daher solltest Du die Geißblatt-Hecke im Hochsommer immer mit ausreichend Wasser versorgen. Auch im Winter musst Du das Geißblatt regelmäßig gießen, solange die frostfrei sind. Damit der Wasserdurchfluss besser geregelt ist, kannst Du schon beim Einpflanzen Sand oder Lavasplit unter das Erdreich mischen.

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Das richtige Schneiden der Geißblatt-Hecke

Die Triebe des Geißblattes wachsen von innen nach außen. Wenn die Triebe in der Mitte kein Sonnenlicht mehr bekommen, dann verlieren sie ihre Blätter und verkahlen auf Dauer. Damit Deine Geißblatt-Hecke optimal wächst, solltest Du regelmäßig einen Auslichtungs- und einen Rückschnitt einplanen. Du benötigst dazu eine Astschere, damit Du alle Trieb gut erreichen kannst.

Beim Auslichtungsschnitt werden nur die toten zweige und die störenden Nebentriebe gekappt. Dies geschieht am besten zwischen Januar und März.

Den Rückschnitt der Geißblatt-Hecke erledigst Du im Spätherbst, spätestens aber vor dem ersten Frost. Bei diesem Schnitt bringst Du die Geißblatt-Hecke in die gewünschte Form und Höhe. Verkahlte Stellen kannst Du bis ins Holz zurückschneiden.

Krankheiten und Schädlinge an der Geißblatt-Hecke

Blattläuse
Blattlausbefall © Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Leider ist die Geißblatt-Hecke nicht sonderlich robust. Oft trifft man auf der Hecke schadhafte Insekten oder auch Pilzerkrankungen an. Bei der Bekämpfung musst Du aber keineswegs auf chemische Mittel zurückgreifen. Oftmals reichen einfache Hausmittel vollkommen aus.

Der Mehltau macht gerade vorm Geißblatt nicht Halt. Der Pilz befällt die Pflanze während der längeren Trockenperiode im Sommer sehr oft. Erkennen kannst Du den Pilz an einem weißlichen Belag auf der Blattoberseite. Bei zu langer Feuchtigkeit wird die Geißblatt-Hecke gerne vom falschen Mehltau befallen. Die Unterseite der Blätter bekommt hier eine grau bis grauviolette Schicht. Gegen den echten Mehltau hilft ein Besprühen mit einer Milch-Wasser-Mischung. Ansonsten solltest Du lange Trockenheit und auch Staunässe vermeiden.

Die Geißblatt-Hecke ist auch sehr anfällig gegen Blattläuse. Hier kannst Du sehr gut die von Dir angesetzte Brennnesseljauche einsetzen oder auch komplett mit einer Seifenlauge besprühen.

Überwintern der Geißblatt-Hecke

Die Geißblatt-Hecke ist winterhart und benötigt keinen zusätzlichen Schutz. Du wirst vielleicht beobachten, dass sich die Blätter der Heckenkirsche zusammenrollen. Dies deutet aber auf keinen Pflegefehler Deinerseits hin, sondern dient dem Schutz der Pflanze. Selbst wenn die Hecke Blätter verliert, ist dies nicht weiter tragisch, denn sie wird im Frühjahr wieder neu austreiben.

Achtung – Giftigkeit der Hecke

Auch wenn die Hecke sehr schön aussieht, solltest Du bedenken, dass einige Teile der Hecke giftig sind. Nach der Blüte im August bilden sich an der Heckenkirsche blauschwarze Beeren. Vögel lieben diese Früchte. Allerdings sind diese Beeren für den Menschen ungenießbar und auch leicht giftig. Werden die Beeren verzehrt, kann es zu Übelkeit und zu Krämpfen kommen. Kinder solltest Du also unbedingt von der Hecke fernhalten bzw. sie auf die Gefahr aufmerksam machen.