Kartoffeln pflanzen

Kartoffeln aus dem Garten
Die Ernte von Kartoffeln © Christoph Aron / pixelio.de

Kartoffel gehören nicht nur zu den Grundnahrungsmitteln, denn man kann aus Kartoffeln jede Menge toller Gerichte zaubern. Angefangen vom klassischen Eintopf bis hin zu den allseits beliebten Pommes Frites. Besonders schmecken natürlich alle diese Gerichte, wenn Du die Kartoffeln im eigenen Garten angepflanzt hast. Wann du die Kartoffeln ernten kannst, entscheidet die Wahl Deiner Saatkartoffeln. Es gibt hier frühe, mittelfrühe und auch späte Sorten. Wichtiges Kriterium für das Kartoffel pflanzen ist auch der Verwendungszweck. So gibt fest festkochende und mehlig kochende Sorten. Selbstverständlich kannst Du aber von jeder Sorte welche anpflanzen und damit die Ausbeute Deiner eigenen Kartoffelernte deutlich steigern.

Kartoffeln pflanzen – der richtige Standort

Wenn du Dich entscheidest, eigene Kartoffeln pflanzen zu wollen, dann musst Du Dir im Vorfeld schon einige Gedanken machen. Ganz wichtig ist es, dass Du Kartoffeln nur alle 4 Jahre an dem selben Standort anbaust. Damit beugst Du zum einen den bodenbürtigen Krankheiten und zum anderen den Kartoffelnematoden gezielt vor. Des Weiteren solltest Du darauf achten, wenn Du Tomaten anpflanzen willst, dass diese nicht in der Windrichtung von Kartoffeln liegen, denn der Pilz der Krautfäule wird durch Wind übertragen und würde so direkt auf Deine Tomaten übergehen.

Den Boden vorbereiten

Mit einer Grabgabel lockerst Du den Boden etwa 30 cm tief. Dabei solltest Du natürlich Wurzelunkräuter und auch größere Steine entfernen. Die Kartoffeln lieben einen warmen Boden, der mit Kompost angereichert ist. Wenn Du über einen Sandboden in Deinem Garten verfügst, dann ist das schon Mal eine gute Voraussetzung für eine gute Ernte. Andere Böden, die zur Staunässe neigen, solltest Du im Vorfeld durch Einarbeiten von Kompost und Sand wasserdurchlässiger gestalten. Idealerweise arbeitest Du verrotteten Stallmist schon im Vorjahr in den Boden ein, denn Kartoffeln lieben zwar einen nährstoffreichen Boden, reagieren aber auf Überdüngung empfindlich.

Die Kartoffeln pflanzen

Mit einer Hacke oder einem Rechen ziehst Du etwa 8 cm tiefe möglichst gerade Furchen in das vorbereitet Beer. Der Abstand zwischen den furchen sollte 60 – 70 cm betragen. Alle 35 cm etwa legst Du eine Saatkartoffel mit dem Keim nach oben in den Boden und drückst die Kartoffel leicht an. Danach schließt Du die Furchen, sodass sich über jeder Reihe eine Art kleiner Damm bildet.

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Die Pflege

Sobald sich die ersten Triebe zeigen, musst Du die Erde rund um die Kartoffeln anhäufeln. Dies wiederholst Du in regelmäßigen Abständen, damit sich die Tochterknollen Deiner Kartoffeln nicht aus der Erde drücken und durch das Sonnenlicht grün werden. Solange die Kartoffelstauden noch klein sind, solltest Du das Beet auch frei von Unkraut halten. Sollte die Erde besonders trocken sein, dann kannst Du die Kartoffeln regelmäßig wässern, denn zum Wachsen benötigen Kartoffel sehr viel an Wasser.

Schädlinge an Kartoffeln

Kartoffelkäfer
Bekannter Schädling an Kartoffeln © M. Großmann / pixelio.de

Der wohl bekannteste Schädling an Kartoffeln ist der Kartoffelkäfer. Sowohl der Käfer als auch die Larven fressen die Blätter  der Pflanze vollständig ab und die Pflanze verkümmert. Vorbeugen kannst Du, indem Du die Fruchtfolge der Kartoffeln einhältst. Sind Deine Kartoffeln vom Kartoffelkäfer befallen, hast Du zwei Möglichkeiten. Entweder Du liest die Käfer per Hand ab und zupfst auch die Blätter mit den Eiern von den Pflanzen oder aber Du sprühst die Kartoffeln mit einem Insektizid ein.

Die Ernte

Je nach Sorte kannst Du schon ab Juni die ersten Kartoffeln ernten. Um Juni und Juli sind es in der Regel die frühen Sorten. Die mittelfrühen haben dann im August ihren Erntetermin und die späten im September. Frühkartoffeln sind schon erntereif, wenn sie noch blühen, Die anderen Sorten aber erst nachdem das Laub abgefallen ist. Bevor Du die Kartoffeln dann einlagerst, solltest Du darauf achten, dass sie vollständig abgetrocknet sind, sonst würden diese faulen. Die ideale Temperatur zum Kartoffel lagern liegt bei 3 – 5 Grad und die Luftfeuchtigkeit sollte entsprechend hoch sein. Auf jeden Fall musst Du die Kartoffeln dunkel lagern, denn sonst werden sie grün und damit auch giftig.

Die Inhaltsstoffe der Kartoffel

77 % der Kartoffel sind Wasser, daher sind Kartoffeln für eine bewusste Ernährung ideal geeignet. Kartoffeln enthalten außerdem rund 16 % Kohlenhydrate in Form von Stärke, die durch das Erhitzen erst für den menschlichen Organismus verwertbar werden. Des Weiteren enthalten Kartoffeln Eiweiß, Mineralstoffe, Ballaststoffe und weitere wichtige Vitamine.

Ideen mit Kartoffeln

Wie eingangs schon erwähnt sind Kartoffeln sehr vielfältig, was die Zubereitung angeht. So kannst Du aus Kartoffeln nicht nur leckere Salate und Aufläufe zaubern, sondern auch diverse Arten von Eintöpfen. Besonders lecker sind Kartoffel, die als Salzkartoffeln zubereitet werden und natürlich auch die Pellkartoffeln. Hier kommt der Geschmack der Kartoffel besonders gut zur Geltung.