Zwiebel pflanzen

Zwiebeln
Zwiebeln © FotoHiero / pixelio.de

Zwiebeln sind im Allgemeinen als Alltagsgemüse bekannt und aus dem Speiseplan kaum noch wegzudenken. Neben ihrer vielseitigen Verwendung in der Küche sind zwiebeln auch als Heilmittel sehr bekannt. Zwiebel gehören zu den Zwiebelgewächsen mit einer großen Unterfamilie. Hierzu gehören neben den Lauchzwiebeln auch die Gemüsezwiebeln, die rote Zwiebel, die Schalotte oder auch die bekannte Silberzwiebel. Ursprünglich kam die Zwiebel aus dem asiatischen Raum und wird hier seit mehr als 5000 Jahren angebaut. Die Kultur ist sehr einfach.

Zwiebel pflanzen – der richtige Standort

Der Boden beim Zwiebel pflanzen sollte leicht durchlässig und auch tiefgründig sein. Du solltest darauf achten, dass das Unkrautwachstum sehr gering gehalten wird, denn die Zwiebel ist gegenüber dem Unkraut sehr konkurrenzschwach. Beim Standort solltest Du auf mehr Sonne als auf Schatten achten. Durch den sonnigen Standort kannst Du einem Befall von Mehltau gut vorbeugen. Zwiebeln kannst Du sowohl aussäen als auch als Steckzwiebeln kultivieren. Die Steckzwiebeln haben sich hierbei deutlich mehr verbreitet.

Steckzwiebeln direkt in den Garten setzen

Ab März oder April kommen die Steckzwiebeln ins Beet. Du steckst dazu die Zwiebeln nur soweit in die Erde, dass sie gerade bedeckt sind. Beim Zwiebel pflanzen kommen die Steckzwiebeln in Reihen in den Boden. Zwischen den Reihen solltest Du einen Abstand von 20 cm lassen und zwischen den Zwiebeln einen Abstand von 5 – 10 cm. Als Nachbarn für Zwiebeln eignet sich sehr gut Oregano.

Die Sorten

Sehr schmackhaft sind die Frühlingszwiebeln oder auch Schalotten, die im März/April gesetzt werden und einen Abstand von ca. 15 x 15 cm benötigen. Die speziellen Wintersteckzwiebeln kommen im August in die Erde und werden im folgenden Frühjahr geerntet.

Die richtige Pflege und Düngung der Zwiebeln

Gerade weil Du die Zwiebeln von Unkraut frei halten musst, empfiehlt sich das regelmäßige auflockern der Erde. Du musst die Zwiebeln auch regelmäßig wässern, aber nicht zu sehr, denn sonst faulen die Wurzeln. Ab August solltest Du das Wässern komplett einstellen, denn dann haben sich die Pflanzen ausreichend entwickelt. Wenn Du regelmäßig Kompost einarbeitest, brauchst Du keinen weiteren Dünger zu nutzen.

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Die Ernte

Je nach Sorte kannst Du die Zwiebeln im August oder September ernten. Die Reife der zwiebeln erkennst Du am Laub, das dann zu etwa 1/3 abgestorben oder abgeknickt ist. Ernten solltest Du während einer Schönwetterperiode, denn sonst ist die Gefahr des Faulens der Zwiebeln zu groß. Nach der Ernte bleiben die Zwiebeln zum Trocknen noch einige Tage auf dem Beet liegen. Spätestens nach 10 Tagen kannst Du die Zwiebeln ins Haus holen und dort unter regelmäßigem Wenden weitertrocknen. Der Lagerort muss luftig und trocken sein.

Krankheiten und Schädlinge beim Zwiebel pflanzen

Zwiebeln sind besonders anfällig gegen Mehltau. Dieser Pilzerkrankung kannst Du aber vorbeugen, indem Du einen windigen Platz wählst und die Reihen auch nicht zu eng setzt.

Die Zwiebelfliege kannst Du durch den Einsatz von Gemüsenetzen fernhalten und indem Du nicht zu frischen Kompost zur Düngung verwendest.

Verwendung und Inhaltsstoffe der Zwiebel

Zwiebelkuchen
Zwiebelkuchen – lecker mit Federweißer © w.r.wagner / pixelio.de

Als Heilmittel hat die Königin der Gemüse eine stark antibakterielle Wirkung. Sie fördert nicht nur den Appetit, sondern auch die Wundheilung und hilft bei hohem Blutdruck und erhöhten Blutfettwerten. Je nachdem wie Du die Zwiebeln ist, entfaltet sich die Wirkung etwas anders. Unter anderem liegt dies am hohen Kalium- und Kalziumanteil der Zwiebeln.

Als Gewürz sind Zwiebeln für alle Speisen einsetzbar. Roh finden sie Verwendung in Salaten und Marinaden. Du kannst damit auch Suppen und Soßen herstellen. Sehr lecker sind Zwiebeln auch als Zwiebelkuchen oder gefüllt – entweder vegetarisch oder mit Fleisch. Natürlich kannst Du Zwiebeln auch konservieren oder ein Zwiebelpulver herstellen.

Pro 100 g haben Zwiebeln etwa 40 Kalorien. Sie enthalten große Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen.