Cranberry pflanzen

getrocknete Cranberries
getrocknete Cranberries © w.r.wagner / pixelio.de

Die Cranberry ist auch unter dem Namen Moosbeere bekannt, welche zu der Gattung der Heidelbeeren und hier zu den Heidekrautgewächsen zählt. Die roten Beeren der Früchte sind essbar und ein sehr guter Gesundheitslieferant. Die Früchte haben einen süßsaueren Geschmack, der teilweise auch sehr fad ist. Man kann die Cranberrys aber auf zahlreiche Weisen verwenden. Beim Cranberry-Strauch handelt es sich um einen immergrünen Strauch mit dünnen Trieben, die man oft in den Mooren oder Moorwäldern findet. Du kannst die Cranberry aber auch in Deinem Garten kultivieren.

Der Standort zum Cranberry pflanzen

In Deinem Garten solltest Du für das Cranberry pflanzen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auswählen. Der Boden sollte dabei mäßig feucht und sauer mit einem PH-Wert von 4,0 – 5,0 sein. Achte darauf, dass der Boden eher nährstoffarm ist, denn einen zu nährstoffreichen Boden nimmt die Cranberry gerne übel. Sie bildet dann deutlich weniger Blüten und Beeren aus. Somit ist der immergrüne Bodendecker ideal, wenn Du ihn unter Deine Rhododendren oder an eine Böschung pflanzt. Die Triebe der Cranberry Pflanzen werden bis zu zwei Meter lang. Aus diesem Grund reicht es vollkommen aus, wenn Du 6 – 8 Pflanzen pro Quadratmeter rechnest. Ist der Untergrund gut vorbereitet, dann bilden sich rasch die Wurzeln aus. Mit Rindenmulch kannst Du eine gleichbleibende Feuchtigkeit sicherstellen und mit einer dünnen Schicht Reisig schützt Du die Cranberry Pflanzen im Winter vor der Wintersonne und den Winden, die den Boden austrocknen. Du kannst die Cranberry auch in Blumenkästen oder Ampeln anpflanzen. Hier liebt sie ein saueres Substrat, wie Du es bei der Rhododendron-Erde hast.

Das Einpflanzen

Der Boden für die Cranberry Pflanzen sollte gut aufgelockert sein und mit etwas Kompost vermischt werden. Achte darauf, dass das Pflanzloch nicht zu klein ist. Zwischen den Pflanzen halte einen Abstand von ca. 1 Meter ein. Die Pflanzen wachsen im Schnitt 30 – 40 cm hoch. Sind diese deutlich höher, dann wurde überdüngt.

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Das Düngen

Cranberrys solltest Du nur sparsam düngen, denn sonst blühen sie nicht und tragen auch keine Früchte. Wenn Du düngst, dann nutzen einen kalk- und chloridfreien Dünger.

Das Gießen

Am besten gießt Du die Cranberry mit Regenwasser. Hast Du dieses nicht vorrätig, dann solltest Du das Leitungswasser mit einer Kartusche entmineralisieren. Die Erde muss immer gleichmäßig feucht sein und darf zwischen den Wassergaben nicht vollständig austrocknen. Kurzzeitig vertragen die Pflanzen Staunässe, wobei eine längere Staunässe zu Fäulnis führt.

Das Überwintern

Für die Überwinterung ist ein geschützter Platz an der Hauswand ideal. Den ganzen Winter über musst Du an frostfreien Tagen die Cranberry Pflanzen gießen.

Das Schneiden

Ein Rückschnitt ist nicht notwendig. Du kannst die Cranberry Pflanzen gelegentlich auslichten, denn alte Triebe sterben nach einigen Jahren ab.

Die Ernte

Die Ernte erfolgt zwischen Juli und Oktober. Die ersten Früchte bekommst Du drei Jahre nach dem Einpflanzen. Beeren, die Du nicht erntest, bilden eine schöne Winterdekoration. Ab November verfärben sich die Blätter der Pflanze dunkelrot.

Schädlinge und Krankheiten

Es gibt keine nennenswerten Schädlinge oder Krankheiten an den Cranberrys, sodass Du ohne chemischen Pflanzenschutz auskommst.

Verwendung und Inhaltsstoffe der Cranberry

Cranberry Dessert
Cranberry Dessert © gänseblümchen / pixelio.de

Cranberrys eigenen sich nicht zum Roh essen. Man nutzt sie zur Herstellung von Saft, Gelee und auch Soßen. Dazu werden die Beeren gekocht und gezuckert. Du kannst Cranberrys aber auch trocknen und dann für das Müsli oder zum Backen verwenden.

Die Cranberrys enthalten großen Mengen an Vitamin C und haben eine Bakterienhemmende Wirkung. Gerne verwendet man sie zur Vorbeugung von Nieren-, Blasen- oder auch Harnwegsinfektionen. Die Inhaltsstoffe können ebenfalls den Cholesterinspiegel senken und somit die Blutgefäße rein halten. Die Proanthocyanidine sollen die Bildung von Alzheimer und Parkinson hemmen.