Das Hochbeet

Hochbeet
Hochbeet © uschi dreiucker / pixelio.de

In immer mehr Gärten sieht man Hochbeete. Die Vorteile liegen hier natürlich klar auf der Hand, denn ein Hochbeet lässt sich nicht nur einfach bearbeiten. Wir möchten Dir hier ein Überblick zum Thema Hochbeet geben. Du kannst mit etwas Geschick ein Hochbeet selbst bauen oder es aber auch fix und fertig kaufen. Weiter geht es dann natürlich mit dem bepflanzen und der Pflege. In loser Reihe gehen wir auf alle wichtigen Themen ein, die mit dem Hochbeet in Verbindung stehen.

 

Was versteht man unter einem Hochbeet?

Das Hochbeet ist schlichtweg eine Variante von einem klassischen ebenerdigen Beet. Sehr oft wird das Hochbeet auch mit einem Hügelbeet verglichen. Hochbeete findest Du häufig im naturnahen Gartenbau. Die wichtigsten Merkmale eines Hochbeetes sind hierbei

  • Kein Bücken bei der Gartenarbeit mehr, denn das Beet hat die optimale Höhe
  • Weniger Unkraut, denn der Hauptsamenflug findet in der Regel bodennah statt
  • Wenige bis keine Schnecken
  • Nutzung der Verrottungswärme für ein deutlich schnelleres Wachstum
  • Nutzung als Frühbeet durch die Anbringung einer Abdeckung

Der Aufbau eines Hochbeetes

Hochbeete werden also nicht ebenerdig angelegt, wie der Name schon sagt. Sie erheben sich über das übliche Beetniveau hinaus. Die wichtigsten Gründe, warum Du Dir ein Hochbeet in Deinem Garten anlegen sollst, sind neben dem bequemen Arbeiten

  • Die frühe Erwärmung des Beetes
  • Eine optimale Verwertung von Gartenabfällen beim Bau des Hochbeetes
  • Behindertengerechtes Arbeiten im Garten

Ein weiterer nicht sehr unwichtiger Vorteil des Hochbeetes ist, dass Du solch ein Beet nicht umgraben musst. Damit stellst Du sicher, dass die gebildete Fauna und die Schichtung des Erdreiches nicht durcheinandergebracht wird.

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Die Hochbeetformen und Materialien

Es gibt Hochbeete aus Holz, aus Ziegeln oder auch aus Betonsteinen. Eine ganz spezielle Form des Hochbeetes ist der Kartoffelturm. Dieser ist sehr nützlich, wenn Du als Hobbygärtner Kartoffeln anpflanzen möchtest, aber nur wenig Platz zur Verfügung hast. In einem weiteren Artikel erläutern wir den Aufbau des Kartoffelturms.

Ebenfalls bei Hobbygärtnern sehr beliebt, aber aktuell vorwiegend in der Entwicklungsarbeit eingesetzt ist der Schlüssellochgarten. Es handelt sich hier um ein kreisrundes Hochbeet mit einem Durchmesser von 3 Metern, welches hüfthoch ist. Namensgebend sind hierbei Einbuchtungen, durch die der Gärtner Zugriff auf die Mitte des Beetes hat. Beim Bau wird die Außenmauer aus Feldsteinen errichtet. So ist gewährleistet, dass das Beet stabil ist.

Die Anlage eines Hochbeetes

Du legst Dein Hochbeet kastenförmig und in der Regel rechteckig an. Nach Möglichkeit sollte es in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sein. Es ist sehr wichtig, dass Du die Grundfläche Deines Hochbeetes mit einem feinmaschigen Drahtgeflecht abdeckst. Damit verhinderst Du das Eindringen von Nagetieren wie zum Beispiel Mäusen. Du kannst das Hochbeet entweder nur mit Erde befüllen oder auch mit verschiedenen Schichten aus Hölzern, Kompost und Erde.

Beim Anlegen des Beetes solltest Du nicht nur auf die Länge, sondern in erster Linie auf die Breite des Hochbeetes achten. Ist das Beet zu breit ist die Bearbeitung wie Unkraut jäten, gießen und ernten mit einer unangenehmen Körperhaltung verbunden.

Damit Du immer einen guten Ertrag mit Deinem Hochbeet erzielst, sollte es alle 5 – 7 Jahren komplett geleert und neu angelegt werden.

Hochbeet aus Stahl
Hochbeet aus Stahl © RudolfSimon

Die Einfassung Deines Hochbeetes kann aus den verschiedensten Materialien bestehen

  • Holz – ideal ist Lärchenholz wegen der Widerstandsfähigkeit
  • Naturstein
  • Kunststein (Beton, Ziegel)
  • Blech
  • Steine
  • Plastik