Kräuterspirale, Kräuterschnecke aus Stein selber bauen

Aktualisiert am 4. Juli 2022 von Selda Bekar

Eine Kräuterspirale sieht nicht nur toll aus, sondern ist auch ganz schön praktisch. Immerhin liefert sie viele leckere Kräuter für die Küche. Dabei ist eine Kräuterspirale strenggenommen nichts anderes als ein Beet in Form einer Schnecke, das zur Mitte hin immer höher wird. Wer möchte, kann die Kräuterspirale noch um einen kleinen Teich erweitern. Aber wie lässt sich eine Kräuterspirale selber bauen? Und worauf gilt es bei der Bepflanzung zu achten? Hier eine Anleitung!

Eine Kräuterspirale selber bauen – diese Materialien werden benötigt

  • Steine; als Steine eignen sich Natursteine, Klinker, aber auch Pflastersteine
  • Kies oder Schotter
  • Erde, Sand und Humus oder Kompost
  • Pfähle und Schnur zum Abstecken der Grundfläche
  • Spaten

Eine Kräuterspirale selber bauen – so wird’s gemacht

1. Schritt: die Grundform abstecken und den Untergrund vorbereiten

Zunächst einmal gilt es, einen schönen Platz für die Kräuterspirale zu finden. Ideal ist ein sonniger, aber auch geschützter Standort. Die meisten Kräuter brauchen Sonne und Wärme, um zu wachsen. Wind oder Frost hingegen setzt ihnen gehörig zu. Zudem sollte die Kräuterspirale harmonisch in den Garten integriert sein. Wird sie mitten auf einer Rasenfläche errichtet, kann es passieren, dass die Kräuterspirale wie ein Fremdkörper wirkt, der dort irgendwie nicht hingehört. Was die benötigte Fläche angeht, so gilt, dass ein Durchmesser von mindestens 2,5 bis 3 Metern eingeplant werden sollte. Andernfalls wird die Kräuterspirale zu klein und die verschiedenen Kräuter können sich nicht entfalten.

Ist der richtige Standort gefunden, wird als erstes die Grundfläche abgesteckt. Hierzu bieten sich Holzpflöcke an, die in die Erde gesteckt und mit einer Schnur verbunden werden. Wichtig beim Anlegen der Grundfläche ist, die Kräuterspirale so zu planen, dass ihre Öffnung später nach Süden zeigt.

Kräuterspirale selber bauen

Ist die Grundfläche der Kräuterspirale abgesteckt, wird das Erdreich innerhalb dieser Fläche ausgehoben. Dabei sollte die Grube ungefähr spatentief sein. Anschließend wird die Fläche mit einer etwa 10 cm hohen Schicht aus Kies oder grobem Schotter aufgefüllt. Diese Schicht ist einerseits das Fundament für die Mauer und dient andererseits als Drainage, die Staunässe verhindert.

 

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2. Schritt: die erste Steinreihe setzen

Ist die Grundfläche vorbereitet, kann die erste Reihe Steine gesetzt werden. Mit dieser Steinreihe wird die Schneckenform der Kräuterspirale angelegt. Dabei ist ratsam, die Steine zunächst lose auszulegen, um die Form grob zu markieren. Anschließend können die Steine weiter ausgerichtet, verschoben und ergänzt werden. Passt alles, werden die Steine der ersten Reihe endgültig positioniert.

Kräuterspirale selber bauen - die erste Steinreihe setzen

 

3. Schritt: die Kräuterspirale aus Steinen aufsetzen

Nun wird die Kräuterschnecke nach und nach aufgebaut. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Die erste Möglichkeit besteht darin, die Steine als richtige Mauer mit Mörtel zu verarbeiten. Die andere Möglichkeit ist, eine sogenannte Trockenmauer zu errichten. Bei einer Trockenmauer werden die Steine lose, also ohne Mörtel, aufeinandergesetzt. Eine Trockenmauer ist bei einer Kräuterspirale auch die bessere Wahl, denn eine Trockenmauer sieht viel natürlicher aus. Außerdem können die Fugen später bepflanzt werden und verschiedene Tiere finden in den Fugen einen sicheren und willkommenen Unterschlupf.

Unabhängig davon, ob ohne oder mit Mörtel gemauert wird, gilt aber, dass die Steine immer versetzt aufeinander geschichtet werden. Anders als bei einer Wand oder einem anderen Mauerwerk müssen bei einer Kräuterspirale allerdings keine Steine halbiert werden, um die versetzten Fugen zu erzielen. Dies liegt daran, dass eine Kräuterspirale keinen geraden Abschluss hat, sondern allmählich ansteigt. Deshalb wird der erste Stein der zweiten Reihe so aufgesetzt, dass er halb auf dem ersten und halb auf dem zweiten Stein der ersten Reihe sitzt. Die dritte Steinreihe beginnt ebenfalls um einen halben Stein nach hinten versetzt. Je nach Größe der Spirale und Format der Steine können die Steinreihen aber auch um anderthalb Steine versetzt beginnen. Die Steine werden nun Reihe für Reihe gestapelt, bis in der Mitte der Kräuterspirale eine Höhe von 80 cm erreicht ist.

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Kräuterspirale selber bauen - die Kräuterspirale aus Steinen aufsetzen

 

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4. Schritt: die Kräuterspirale verfüllen und bepflanzen

Die Kräuterspirale muss nun verfüllt werden. Dafür wird zunächst Kies verteilt. In der Mitte der Kräuterspirale sollte die Kiesschicht etwa 50 cm hoch sein. Von hier aus nimmt die Kiesschicht dann immer mehr ab, bis sie am Ende der Spirale schließlich ausgelaufen ist. Über der Kiesschicht wird Erde verteilt. Allerdings wird die Kräuterspirale nicht mit normaler Garten- oder Blumenerde verfüllt. Stattdessen werden verschiedene Erdmischungen verwendet, die die Spirale in verschiedene Zonen aufteilen:

  • Die oberste Zone in der Mitte der Spirale ist die sogenannte Mittelmeerzone. Hier ist es trocken und sonnig. Verfüllt wird dieser Bereich mit einem Gemisch aus Erde und Sand zu gleichen Teilen. Bei einer sehr lehmhaltigen Erde sollte außerdem etwas Kalk beigemischt werden.
  • Die mittlere Zone ist die Normalzone. Auch in der Normalzone ist es eher trocken, aber schattiger als in der Mittelmeerzone. Die Normalzone wird mit einem Gemisch aus Erde, Sand und Humus oder Kompost verfüllt.
  • In der untersten Zone ist es am feuchtesten und schattigsten. Hier wird der Erde nur noch minimal Sand und dafür mehr Humus beigemischt.

Ist die Erde verfüllt, sollte sie nicht gleich bepflanzt werden. Besser ist, ein paar Regenschauer abzuwarten. So kann sich die Erde setzen. Sollte Bedarf bestehen, kann dann noch Erde nachgefüllt werden. Die Kräuter sollten am besten im Frühling eingepflanzt werden. Dabei eignen sich für die Bepflanzung beispielsweise folgende Kräuter:

Oberster Bereich Rosmarin, Salbei, Thymian, Majoran, Lavendel, Currykraut
Mittlerer Bereich Oregano, Koriander, Melisse, Kapuzinerkresse, Rauke
Unterer Bereich Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Liebstöckel, Estragon

Wird an die Kräuterspirale noch ein kleiner Teich angesetzt, fühlt sich hier Brunnenkresse besonders wohl.

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Fragen und Antworten

Wie lange dauert das Bauen einer Kräuterspirale?

Der Bau einer Kräuterspirale dauert im Durchschnitt etwa 30 Minuten. Die Herstellung einer Kräuterspirale umfasst das Ausschneiden von Papier, das Falten von Papier, das Zusammenkleben von Papier und das Bemalen des Designs.

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Wie groß sollte die Fläche sein, die ich mit Kräutern bedecken muss?

Die Größe der Kräuterspirale hängt davon ab, welche Art von Kräutermittel Sie herstellen möchten. Wenn Sie einen Tee zur Entspannung herstellen wollen, dann würden Sie eine kleine Kräuterspirale verwenden. Wenn Sie hingegen eine Kräutertinktur herstellen möchten, benötigen Sie eine größere Kräuterspirale.

Funktioniert das Bauen einer Kräuterspirale im Haus oder nur im Freien?

Der Bau einer Kräuterspirale funktioniert sowohl drinnen als auch draußen. Beim Bau einer Kräuterspirale für den Innenbereich müssen Sie jedoch darauf achten, wie viel Licht den Pflanzen zur Verfügung steht. Wenn die Pflanzen zu wenig Licht erhalten, können sie schlecht wachsen. Bekommen die Pflanzen hingegen zu viel Licht, können sie verbrennen.

Wie lange hält sich diese Kräuterspirale?

Diese Kräuterspirale hält sich etwa 1 Jahr lang. Danach können Sie sie entweder wieder verwenden oder wegwerfen.

Sollte ich für das Bauen einer Kräuterspirale Frischhaltefolie oder Pergamentpapier verwenden?

Frischhaltefolie eignet sich gut für den Aufbau einer Kräuterspirale, aber Pergamentpapier ist besser, weil es nicht wie Frischhaltefolie an den Kräutern klebt. Wenn Sie beide Methoden ausprobieren möchten, verwenden Sie zuerst Pergamentpapier und legen Sie dann Frischhaltefolie darüber, damit die Kräuter nicht zusammenkleben.

Welche Art von Holz sollte ich für die Kräuterspirale verwenden?

Das beste Holz für die Kräuterspirale ist Kiefer. Kiefernholz hat einen angenehmen Duft und nimmt nicht viel Öl vom Kochen auf. Sie hat auch eine glatte Textur und splittert beim Schneiden nicht. Wenn Sie keine Kiefer verwenden möchten, können Sie auch jedes andere Holz verwenden. Verwenden Sie jedoch kein Zedern oder Zypressenholz, da diese nach einigen Monaten verrotten können.

Wie kann ich Kräuter gut aufbewahren?

Kräuter sollten in luftdichten Behältern an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt werden. Wenn Sie getrocknete Kräuter verwenden, halten Sie sie von direktem Sonnenlicht fern. Wenn Sie frische Kräuter verwenden, halten Sie sie von Hitze und Feuchtigkeit fern. Am besten bewahrt man Kräuter in Glasgefäßen mit dicht schließenden Deckeln auf.