Kräuterschnecke oder Kräuterspirale anlegen – Bauanleitung

Kräuterspirale
Kräuterspirale © kladu / pixelio.de

Wenn Du auf kleinstem Raum eine Vielzahl von Kräutern kultivieren möchtest, dann ist die Kräuterschnecke oder auch Kräuterspirale das Richtige für Dich. Das Beet wird, wie der Name schon sagt, schneckenförmig angelegt und Du hast die Möglichkeit das ganze Jahr über frische Kräuter zu ernten. Für den Bau einer Kräuterschnecke benötigst Du keine wirklichen handwerklichen Kenntnisse.

 

 

Der Standort

Da die meisten Kräuter einen sonnigen Standort bevorzugen, solltest Du einen solchen Platz in Deinem Garten auswählen. Als Mindestdurchmesser für die Schnecke werden in der Regel 3 – 4 Meter gewählt.

Das Material

Bevor Du mit dem Bau Deiner Kräuterschnecke beginnst, solltest Du einiges an Material besorgt haben. Du benötigst:

  • Unkraut-Vlies
  • groben Kies für die Drainage
  • eine Schnur
  • einen Pflock
  • einen Spaten
  • das Substrat
  • Teichfolie und einen Bauzuber
  • große Steine

Hast Du alle Materialien griffbereit, kann es auch schon losgehen. Mit der Schnur und den Pflöcken steckst Du erst mal den Grundriss der Kräuterschnecke ab. Die Form sollte einem Schneckenhaus nachempfunden sein. Das offene Ende sollte dabei in die südliche Richtung zeigen.

Innerhalb der späteren Kräuterschnecke hebst Du den Boden ca. 20 cm tief aus.

Noch bevor Du die Steinmauer Deiner Kräuterschnecke hochziehst, sollte das Fundament fertig sein. Als Erstes verteilt Du das Unkraut-Vlies auf der ausgehobenen Fläche. So kannst Du den Wachstum von Unkräuter erfolgreich bekämpfen. Je nach Material zersetzt sich im Laufe der Zeit das Unkraut Vlies.

Da in der Kräuterschnecke überflüssige Wassermengen gut abfließen müssen, ist eine Drainage wichtig. Dazu füllst Du eine dicke Schicht von grobem Kies auf das Unkraut-Vlies. Den Kies drückst Du leicht an.

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Die Mauer rund um die Kräuterschnecke

Seitenblick Kräuterschnecke
Seitenblick Kräuterschnecke © Kladu / pixelio.de

Gebaut wird diese Mauer nach der traditionellen Bauweise einer Trockenmauer. Mörtel wäre hier vollkommen fehl am Platz. Welche Art von Steinen du für Deine Kräuterschnecke wählst, bleibt vollkommen dir überlassen. Du beginnst beim Bau von innen nach Außen und verlegst die Steine spiralförmig anhand der Grundfläche. Die höchste Stelle der Kräuterschnecke sollte am Ende ca. 80 – 100 cm betragen. Wenn Du den Innenbereich der Kräuterschnecke mit Steinen hochgezogen hast, kannst Du schon mit Substrat auffüllen. Du solltest dabei auf lehmhaltiges und humusreiches Substrat im unteren Drittel verzichten.

Das Substrat

Das obere Drittel der Spirale sollte mit einem gutem Substrat für Kräuter aufgefüllt werden. Du kannst hier sehr gut mit Kompost vermischte Erde aus dem Garten verwenden oder aber Du investierst in spezielle Kräutererde aus dem Fachmarkt.

Das Pflanzen

Du kannst die Kräuterschnecke das ganze Jahr über bepflanzen. Am Anfang musst Du aber etwas geduld aufbringen, denn das Substrat sollte sich erst etwas setzen und du solltest überprüfen wie stabil die Steine sind. Jetzt hast Du noch die besten Möglichkeiten für kleinere Reparaturen. Wenn dies alles abgeschlossen ist, steht dem aussäen und Pflanzen nichts mehr im Wege.

Das Gießen

Direkt nach dem Anpflanzen solltest Du die Kräuter in den ersten zwei Wochen ausreichend gießen. Dies erleichtert den Wurzeln das anwachsen und außerdem kann sich so das Substrat nochmals setzen.

Unkräuter

Trotz Unkraut-Vlies wird es sich nicht vermeiden lassen, dass sich in Deiner Kräuterschnecke auch Unkräuter breitmachen. Diese solltest Du immer sofort entfernen, bevor sie anfangen unkontrolliert zu wuchern.