Peperoni pflanzen

Peperoni
Sortenvielfalt der Peperoni © Stefanie Salzer-Deckert / pixelio.de

Peperoni sind nicht nur gesund und lecker, sondern auch im Gegensatz zu den Paprikas etwas anspruchsvoller, wenn es um die Pflege geht. Dies sollte Dich jetzt aber nicht davon abhalten, Peperoni in Deinem Garten zu kultivieren. Die Auswahl an Sortern ist so riesig, dass auch Du sicherlich die für Dich beste Sorte findest. Peperoni unterscheiden sich nämlich nicht nur in der Fruchtgröße, Farbe und Form, sondern vor allen Dingen im Schärfegrad.

 

Peperoni Steckbrief

Die Peperoni gehört wie auch der Paprika zu den Nachtschattengewächsen und kann je nach Sorte eine Wuchshöhe von 40 bis 150 cm erreichen. Die Schoten sind hierbei unterschiedlich lang. Sie können sowohl eine runde oder eine lange Form haben und dabei in den Farben grün, gelb, rot und orange sein. Sehr oft werden die Peperoni mit den Chilis verwechselt, was aber botanisch nicht stimmt. Aus den Chilis stellt man den Cayennepfeffer und den Chilipfeffer her und aus den Peperoni das Paprikapulver, welches von Edelsüß bis zum Rosenpaprika reicht. Peperoni werden durch die Samenkörner und die Samenscheidewände scharf. Ursprünglich stammt die Peperoni aus Südostasien. Sie kam mit den türkischen Eroberern im 16. Jahrhundert nach Europa. In der Regel kann man sagen, je kleiner die Peperoni ist, umso schärfer ist sie.

Peperoni pflanzen – der Standort

Peperoni lieben einen geschützten Standort. Die Pflanzen mögen es warm und sonnig. Nach Möglichkeit solltest Du sie vor Regen schützen. Ideal ist die Kübelhaltung, denn dann kannst Du den Kübel beliebig umstellen. Auf jeden Fall ist Zugluft zu vermeiden.

Das Substrat

Das Substrat für Peperoni muss nährstoffreich und durchlässig sein. Künstlichen Dünger vertragen die Pflanzen nicht – verwende also keine vorgedüngte Blumenerde. Der PH-Wert der Erde sollte zwischen 0,3 und 4,6 liegen. Bei der Pflanzung kannst Du gleich Kompost oder Hornmehl untermischen.

Das Pflanzen

Die Peperoni Pflanzen nur so tief einpflanzen, wie sie zuvor im Kulturtopf standen. Der Pflanzabstand sollte ca. 40 – 50 cm betragen. Zwischen den Reihen ist ein Abstand von 60 cm ideal. Günstig ist eine Stütze für jede Pflanze, denn dann kannst Du die Pflanzen anbinden.

Die Peperoni Sorten

Thai Yellow ist eine gelbe aromatisch scharfe Peperoni, die etwa 10 cm lang wird. Sie ist sehr ertragreich und ideal für den Wintergarten oder das Gewächshaus.

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Lombardo sind grüne oder rote Peperoni mit einem mild würzigen Geschmack. Die dünnwandigen leicht gedrehten Früchte eignen sich sehr gut für die Kübelhaltung.

Joe’s Long sind rote und bis zu 30 cm lange Peperoni. Sie gehören zu den Längsten in der ganzen Welt, sind würzig scharf und sehr ertragreich.

Georgia White Pepper sind weiße Früchte, die auch in Grün und rot erhältlich sind. Sie sind würzig scharf, dennoch erträglich.

Orange Thai sind orangefarbene dünne ca. 6 cm lange Früchte mit einem feurig scharfen Geschmack. Die Früchte eigenen sich sehr gut zum Trocknen.

Elefantenrüssel sind leuchtend gelbe Früchte mit einem mittelscharfen Aroma, die gut für das Freiland geeignet sind.

Gießen und Düngen

Die regelmäßigen Wassergaben sind für die Peperoni sehr wichtig. Das Substrat darf dabei nicht zu nass sein. Auf die Blätter sollte möglichst kein Wasser kommen. Alle 14 Tage ist mit einem organischen Dünger zu düngen. Bewährt hat sich hier die Brennnessel Jauche.

Das Schneiden

Die erste Blüte, die sogenannte Königsblüte sollte entfernt werden. Eine Königsblüte bildet sich in der Gabelung zwischen dem Haupttrieb und dem ersten Seitentrieb. Beim Herausbrechen solltest Du sehr vorsichtig sein. Willst Du die Peperoni überwintern, dann müssen alle Seitentriebe auf ca. 3 cm zurückgeschnitten werden. Die Temperaturen sollten nicht unter 5 Grad liegen.

Ernten

Zwischen August und Ende Oktober kannst Du die Peperoni ernten. Je länger Du die Früchte hängen lässt, um so reifer und intensiver werden sie. Willst Du also schärfere Früchte, dann lasse sie einfach länger hängen.

Krankheiten und Schädlinge

Die meisten Krankheiten entstehen durch Pflegefehler, also zu häufigem Gießen. Zu den Schädlingen zählen der Dickmaulrüssler, die Spinnmilben und die Blattläuse. Vorbeugen kannst Du hier mit einer Frühjahrsspritzung – idealerweise mit Ackerschachtelhalm-Jauche. Den Tabakmosaikvirus erkennst Du an mosaikartigen Flecken auf den Blättern. Im Laufe der Zeit fallen diese Blätter ab und die Pflanze stirbt. Vorbeugen kannst Du nur durch resistente Pflanzen.

Verwendung der Peperoni

Aromaöl
Olivenöl mit Peperoni © w.r.wagner / pixelio.de

Du kannst Peperoni in der Küche frisch von der Pflanze nutzen. Für einen Vorrat empfehlen wir Dir, aber die Peperoni zu trocknen. Dazu kannst Du die Schoten auf eine Schnur fädeln und an der frischen Luft trocknen. Dabei ist Sonnenbestrahlung zu vermeiden.