Pflanzen richtig schneiden

Phlox
Phlox © Dieter Schütz / pixelio.de

Es ist vollkommen egal, ob es sich um eine Ligusterhecke, einen Apfelbaum oder um die Rosen in Deinem Garten handelt. Wenn du all die Pflanzen richtig schneidest, dann sorgst Du automatisch für kräftige und gesunde Pflanzen, die Dir zudem noch gute Ernteerträge bringen. Aber nicht nur für die Ernte ist das Schneiden wichtig, sondern das Schneiden hat einen optischen Grund. Viele Gewächse musst Du einfach regelmäßig in form schneiden, sonst wirken sie ungepflegt. Dies gilt gerade für die Liguster- oder auch die Thujahecke, denn sicherlich willst Du keine ungepflegt aussehenden Hecken in Deinem Garten haben.

Wann solltest Du zurückschneiden?

Als unerfahrener Gärtner fragst Du Dich jetzt sicherlich, wann schneide ich denn meine Pflanzen im Garten zurück. Schneidest Du zum falschen Zeitpunkt, kann es zu unwiderruflichen Schäden oder auch zu Ernteausfällen kommen. Generell gilt, dass der Herbst und das Frühjahr am besten geeignet sind für den Rückschnitt der Pflanzen. Allerdings solltest Du im Herbst weniger radikal zurückschneiden, denn ein paar Halme, Äste und Blätter mehr an den Pflanzen schützen so auch gleichzeitig vor den frostigen Temperaturen im Winter.

Tipp1: Für den groben Pflanzenschnitt ist das Frühjahr zu empfehlen!

Wie radikal sollst Du zurückschneiden?

Je nach Gewächs ist die Art des Rückschnitts sehr unterschiedlich. Die meisten Arten der Stauden, wie zum Beispiel den Phlox, kannst Du radikal zurückschneiden, denn sie treiben im darauf folgenden Jahr wieder gut aus.

Es gibt aber auch Gehölze, wie die Magnolie zum Beispiel, die wenn es der Platz erlaubt gar nicht geschnitten werden müssen. Hast Du einen Echten Schneeball in Deinem Garten, dann musst Du Dir hier um den Rückschnitt keine Gedanken machen. Dieser Baum wird gelegentlich nur mal ausgelichtet.

Bei einem Liguster, insbesondere dann, wenn Du ihn als Hecke gepflanzt hast, muss Du zweimal im Jahr schneiden. Als Faustregel kannst Du Dir hier merken – je öfter Du die Hecke schneidest, umso dichter wächst sie dann, gerade weil die Ligusterhecke als Grundstücksabgrenzung sehr gerne genommen wird.
Radikal zurückschneiden kannst Du auch den Korkenzieher-Hasel. Dieser Baum ist sehr pflegeleicht und gilt auch als schnell wachsend.

Deine Gärtnerprüfung: Wie gut bist Du?

Gartenprüfung

Bei Obstbäumen hingegen sorgt der Rückschnitt für den gesunden Austrieb und die gute Entwicklung der Blätter und Früchte. Alle Bäume, die im Sommer blühen, werden demnach am besten im zeitigen Frühjahr geschnitten. Hierbei ist aber unbedingt wichtig, dass Du die Schutzvorschriften beachtest. Solltest Du nicht wissen, welche Regeln hier gültig sind, dann erkundige Dich im Vorfeld bei der Gemeinde oder Stadt, was Du beim Schneiden der Bäume unbedingt beachten musst. Beim Rückschnitt schneidest Du dann auf jeden Fall alle kranken Triebe und die Triebe, die vom Frost geschädigt wurden ab.

Die blutenden Schnittwunden vom Schnitt musst Du dann unbedingt mit einem Wundverschlussmittel verschließen. Achte des Weiteren immer auf hochwertiges Werkzeug zum Schneiden der Büsche und Bäume. Scheren sollten immer scharf geschliffen sein, sodass der Schnitt sauber und möglichst glatt ist.

Rosen musst Du generell im Frühjahr schneiden. Dies darfst Du auf keinen Fall im Herbst erledigen. So spät im Jahr kann die Rose die Schnittwunden nicht mehr verschließen und der Frost kann ungehindert eintreten, was dann zum unweigerlichen Absterben der Pflanzen führt.

Tipp 2: Als Faustregel gilt hier: Sind Rosentriebe stark, dann werden sie schwach zurückgeschnitten. Bei schwachen Rosentrieben ist es genau umgekehrt – diese werden kräftig zurückgeschnitten.

Clematis am Zaun
Clematis am Zaun © Gischott / pixelio.de

Bei Clematis gilt die Sorte beim Rückschnitt zubeachten, denn je nach dem entscheidet sich die Art des Schnittes. Alle frühblühenden Sorten kommen hier ohne Schnitt aus. Bei den kleinblumigen Sorten ist es wichtig, dass Du im Frühjahr wegen der frostbedingten Schäden die Pflanzen komplett zurückschneidest.

Das Ausputzen von Pflanzen

Sicherlich hast Du auch schon gehört, dass man Pflanzen ausputzt. Damit ist das Entfernen von Blüten und Blütenständen gemeint. Man kann es also durchaus auch als eine Art Schnitt bezeichnen. Das Ausputzen geschieht aus zweierlei Gründen. Zum einen werden aus optischen Gesichtspunkten die verwelkten Blütenteile entfernt und zum anderen sorgst Du durch das Ausputzen, dass sich die Pflanzen bedingt durch das Samen streuen nicht unwillkürlich in Deinem Garten ausbreiten.

Tipp 3: Wenn Du die Pflanzen stark zurückschneidest, dann sorgst Du automatisch für wenige aber starke Triebe. Schneidest Du nur spärlich zurück, dann erscheinen viele Neutriebe.