Pflanzen richtig umtopfen

Pflanzen umtopfen
Pflanzen umtopfen © Albedo / pixelio.de

Es ist eigentlich vollkommen egal, ob es sich um Pflanzen auf Deiner Fensterbank oder um größere Kübelpflanzen auf Deiner Terrasse handelt, irgendwann muss jede Pflanze umgetopft werden.

Woran erkennst Du, ob umgetopft werden muss?

  • Die Erde im Topf wird zu 1/3 von den Wurzeln verdrängt.
  • Die Wurzeln wachsen aus den Abzugslöchern oder über den Topfrand hinaus.
  • Tontöpfe bekommen Risse bzw. Kunststofftöpfe sind verformt.
  • Das Größenverhältnis Topf/Pflanze stimmt nicht mehr. Der Topf hat keine richtige Standfestigkeit mehr.
  • Die Erde ist verschlämmt, d.h., das Gießwasser zieht schlecht ein und läuft über den Topfrand.
  • Die Erde ist nass und stinkt; Wurzeln beginnen zu faulen.

Wie oft musst Du umtopfen?

Wie oft Du umtopfen musst, hängt von der Pflanzenart und deren Wachstum ab. Des Weiteren hängt sehr stark von den Kulturbedingungen ab. Als Regel kann man sagen, dass Jungpflanzen schneller wachsen und daher auch öfter umgetopft werden müssen.

Welches ist die beste Jahreszeit zum Umtopfen?

Frühjahr und Herbst sind günstig zum Umtopfen. Während der Blüte oder der Wachstumsphase solltest Du möglichst die Pflanzen nicht umtopfen. Musst Du allerdings wegen Vernässung umtopfen, dann ist dies jederzeit möglich.

Wie groß sollte der neue Topf sein?

Der neue Topf sollte ca. 1-2 Nummern größer sein, als der bisherige Pflanztopf. Würdest Du einen noch größeren Topf wählen, dann würde das Wurzelwachstum zu stark sein, was sich wiederum negativ auf die Trieb- und Blütenbildung auswirkt.

Welche Erde nimmst Du am Besten?

Die Art der Erde richtet sich immer nach der Pflanze. Es gibt Kakteenerde, Orchideenerde, Blumenerde usw. Im Handel gibt es die unterschiedlichsten Spezialerden, die alle auf die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzen abgestimmt sind.

Wann nach dem Umtopfen wieder düngen?

Der Nährstoffvorrat der neuen Erde reicht für ca. 4-6 Wochen. In dieser Zeit musst Du also nicht düngen.

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Kleinere bis mittlere Pflanzen umtopfen

Die Pflanzen musst Du immer vorsichtig aus dem alten Topf ziehen. Wachsen die Wurzeln unten aus dem Abzugsloch, dann kannst Du diese vorsichtig lockern. Klopfe dazu leicht seitlich an den Topf, damit sich die Wurzeln lösen können. Ist die Erde um den Wurzelballen sehr trocken, dann stellst Du diesen in ein Wasserbad, damit er ausreichend Flüssigkeit aufnehmen kann. Auf das Abzugsloch des neuen Topfes legst Du eine Tonscherbe. Damit verhinderst Du das schnelle Abfließen des Gießwassers bzw. das Herausfallen der Erde. Die Pflanze stellst Du jetzt so in den neuen Topf, dass der Wurzelballen knapp unter em Rand des Topfes liegt. Die Zwischenräume füllst Du jetzt gleichmäßig mit Erde auf und drückst die Pflanze leicht an. Zum Schluss musst Du nur noch reichlich gießen.

Große Pflanzen umtopfen

Willst Du eine größere Pflanze umtopfen, dann erleichterst Du dir die Arbeit, indem Du den Topf auf die Seite legst und vorsichtig mit einem Stil auf den Rand klopfst, damit sich die Wurzeln lösen. Anschließend schneidest Du mit einer dünnen und langen Messerklinge an der Innenseite des Topfes entlang. Jetzt kannst Du den Pflanztopf vom Wurzelballen wegziehen. Wenn Du dies zu zweit machst, geht es einfacher. Sollte sich der Wurzelballen nicht vom Topf lösen lassen, dann kannst Du den Topf zerschlagen oder aufschneiden. Dies ist hilfreich, damit Du die Wurzeln nicht beschädigst oder gar abreißt. Die weiteren Schritte sind dann wie bereits oben beschrieben.

Keimlinge umpflanzen

Keimlinge umpflanzen
Keimlinge umpflanzen © by-sassi / pixelio.de

Hast Du die Keimlinge in kleinen Torfquelltöpfen angepflanzt, dann haben diese sehr gute Voraussetzungen für das neue Anwachsen. Du kannst die Pflanzen mitsamt den Torftöpfen in die neuen Töpfe oder in das Erdreich setzen. Die Wurzeln wachsen ungehindert durch die Torfwände hindurch. Vor dem Umsetzen solltest Du die Torftöpfe aber nass machen oder mit einem Messer leicht anritzen – dies erleichtert den feinen Wurzeln das Durchwachsen.