Zierquitten pflanzen

Quitten
Quitten am Baum © olga meier-sander / pixelio.de

Bei Zierquitten handelt es sich um ausladende Sträucher, die zwischen März und April mit ihrer Blütenpracht ein Hauch fernöstliches Flair in Deinen Garten bringen. Im folgenden Herbst kannst Du Dich dann an den herrlich schmeckenden und duftenden Früchten erfreuen. Die Früchte erinnern von der Form an Äpfel oder Birnen, sind im Schnitt aber ca. 5 cm kleiner.

Zierquitten pflanzen und pflegen

Du kannst die Zierquitten sowohl im April als auch im Herbst pflanzen. Die beste zeit ist aber der Oktober, denn dann haben die Pflanzen noch ausreichend Zeit vor dem Winter neue Wurzeln zu bilden. Vor dem Pflanzen musst Du den Boden immer ausreichend umgraben und auflockern. Das Pflanzloch sollte ausreichend groß sein – hier ist das Fünffache des Wurzelballens ideal. Vor dem Einpflanzen liebt es die Zierquitte, wenn Du sie ausreichend wässerst. Dem Boden solltest Du Kompost oder Mist beimischen. Den Wurzelballen löst Du anschließend vom Netz und entfernst dabei verletzte Wurzelteile. Das Loch füllst Du wieder ausreichend mit Erde auf und trittst diese gut fest. Achte dabei auf eine kleine Vertiefung, in die Du dann das Wasser gießen kannst.

Der Standort der Zierquitten

Beim Zierquitten pflanzen solltest Du auf einen sonnigen Standort achten, der idealerweise in südlicher Richtung liegt. Der Boden sollte hier nährstoffreich, wasserdurchlässig und lehmhaltig sein. Die Pflanze gibt sich auch mit kalkhaltigen Böden zufrieden, allerdings verträgt sie keine Staunässe.

Das Schneiden der Zierquitten

Die Blüten bei den Zierquitten bilden sich erst am zweijährigen Holz, sodass sie im ersten Jahr nach dem Pflanzen blütenlos bleiben. Wenn Du regelmäßig die Triebspitzen kürzt, dann wird die Pflanze insgesamt buschiger. Das erste Mal schneidest Du im dritten Jahr nach der Pflanzung. Von Mai bis Juni direkt nach der Blüte kürzt Du dabei die Triebspitzen ein. Das ganze Jahr über kannst Du zu lange Triebe kürzen. In der Ruhephase im Winter wird das alte Holz und eingetrocknete Zweige bodennah gekürzt.

Die bekanntesten Arten der Zierquitte

Die Zierquitte wird oft auch als Scheinquitte bezeichnet. Sie kann zwischen 1 und 5 m hoch werden und erreicht durchaus eine Breite von 2 Metern. Die hier bekanntesten Sorten sind:

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  • Die Japanische Zierquitte hat sehr oft ziegelrote Blüten. Sie wird 1-2 m hoch.
  • Die Chinesische Zierquitte hat rote Blüten. Die Sorte wird aber bis zu 5 Meter hoch.

Baumschulen haben mittlerweile auch Hybridsorten gezüchtet, die im Gegensatz zu den ursprünglichen Arten keine Dornen mehr aufweisen. Es handelt sich hier um die mittelhohen Sorten Andenken an Carl Ramcke mit rosa Blüten oder auch Orange Star mit orangefarbenen Blüten. Bei den hohen Sorten haben sich Nivals mit weißen Blüten und Chaenomeles speciosa mit roten Blüten sehr bewährt.

Das Überwintern

Die Zierquitten sind auch im Winter eine hübsche Bereicherung für Deinen Garten. Wenn Du nicht alle Früchte erntest, dann schmücken leuchtend gelbe Früchte die fast schwarzen Äste. Dies sieht natürlich nicht nur hübsch aus, sondern bietet auch den Vögel Nahrung.

Krankheiten und Schädlinge

Zierquitten sind sehr robust und werden selten von Krankheiten oder von Schädlingen befallen. Sie leiden manchmal unter einem Eisenmangel im Boden. Hier solltest Du einfach den PH-Wert etwas senken.

Inhaltsstoffe und Verwendung der Zierquitten

Quittengelee
Quittengelee © J. Scholz / pixelio.de

Die Früchte der Zierquitten haben einen hohen Anteil an Kalium, Eisen, Vitamin C und Ballaststoffen. Dabei enthalten sie pro 100 Gramm nur 38 Kcal. Schon Hippokrates empfahl die Quitten bei Durchfall und Fieber. Aus Quitten kannst Du leckeren Quittenhonig herstellen. Dazu schneidest Du die Quitten in Streifen und legst sie in Honig ein. Je länger die Quitte im Honig ist, umso intensiver wird der Honiggeschmack. Den Honig kannst Du so essen oder in den Tee geben. Hildegard von Bingen nutzte die Quitte als Mittel gegen Gicht. Quitten finden aber auch ihren Einsatz in der modernen Kosmetik.

Für Gelees kochst Du das Quittenfleisch mit Schale und Kernen, denn diese sind besonders pektinreich. Du kannst die Quitten aber auch mit einer Mischung aus Walnüssen und Honig füllen und dann backen. Ein leckeres Dessert, das zudem noch sehr gesund ist.