Bohnen pflanzen

Stangenbohnen
Hübscher Anblick von Stangenbohnen © Gabi Schoenemann / pixelio.de

Bohnen jeder Art zählen zu den beliebtesten Gemüsesorten. Im eigenen Garten kannst Du Bohnen als Buschbohnen oder auch als Stangenbohnen kultivieren. Jede Anbauart hat ihre eigenen Vorteile. Es gibt gelbe und grüne Bohnen, aber auch Feuerbohnen und Prunkbohnen. Die Auswahl ist hier nahezu unerschöpflich und für jeden Geschmack ist hier etwas dabei. Sind die Bohnen noch grün, dann sind sie nicht ausgereift, werden so aber gerne als Gemüse oder als Salat verspeist. In diesem Stadium sind die Bohnen ganz zart. Du kannst aber auch die Kerne trocknen und für einen Eintopf nutzen. Wichtig ist nur zu wissen, dass Bohnen im rohen Zustand giftig sind.

Der Anbau

Alle Arten von Bohnen sind wärmeliebende einjährige Pflanzen, die gerne auf einem leichten und humosen Boden wachsen. Bohnen lieben eine windgeschützte Lage. Die Bohnen vertragen keine Temperaturen unter 5 Grad und sollte daher erst Mitte Mai nach den Eisheiligen in den Boden gelegt werden. Da die Kerne für die Keimung Sauerstoff benötigen, solltest Du sie nicht mehr als 3 cm mit Erde bedecken. Die Bodentemperatur sollte hier aber schon mindestens bei 10 Grad liegen. Die Buschbohnen wachsen in Horsten und Du kannst hier Reihen mit Horsten von je 6 Kernen legen. Bei den Stangenbohnen werden 5 bis 9 Kerne um eine Stange gelegt. Üblicherweise baut man die Stangen in Reihen auf – Du kannst aber auch eine Art Tipi bauen.

Die Aufzucht nach dem Bohnen pflanzen

Direkt nach dem Keimen sind die kleinen Pflänzchen sehr beliebt bei Schnecken. Es macht hier durchaus Sinn, wenn Du um das Bohnenbeet etwas Schneckenkorn verteilst. Sobald die Pflanzen größer sind, sind sie auch für Schnecken unattraktiv. Zwischen den Bohnen Pflanzen solltest Du die Erde vorsichtig Hacken, wobei ein leichtes Anhäufeln um die Pflanzen die Standfestigkeit erhöht. Buschbohnen sind etwas unkomplizierter zu ziehen als Stangenbohnen und gerade für Anfänger ideal. Du kannst sie in mehreren Phasen auslegen. Die Letzten im August. Allerdings ist bei Stangenbohnen der Ertrag deutlich höher.

Die Ernte

Die Bohnen solltest Du ernten, bevor die Kerne sich durch die Hülse abzeichnen, denn dann sind sie am zartesten und oftmals auch fadenlos. Du kannst aber bei allen Bohnensorten die Kerne ausreifen lassen und sie dann nach dem Entkernen trocknen lassen. Pflückst Du häufig die grünen Bohnen, dann produziert die Pflanze immer neue grüne Hülsen. Haupterntezeit für Bohnen sind Juli bis Anfang Oktober.

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Gartenprüfung

Bohnen
Leckeres Bohnengemüse © w.r.wagner / pixelio.de

Sortenvielfalt

Als Erstes kommen wir zu den Buschbohnen

Saxa, ist eine ertragreiche und sehr frühe Bohnensorte. Die festen Hülsen eignen sich gut für Salat.

Prinzessa, eine mittelfrühe Sorte, die widerstandsfähig gegen die meisten Bohnenkrankheiten ist.

Dublette, eine mittelspäte und sehr ertragreiche Sorte. Gut geeignet zum Tiefgefrieren und ohne Fäden.

Zu den Stangenbohnen

Limka, mittelfrüh und ohne Fäden, sehr ertragreich und gut zum Einfrieren geeignet.

Markant, ertragreich mit zarten geraden Hülsen; wenig empfindlich gegen Viruserkrankungen.

Körnerbohnen zur Gewinnung von Trockenbohnen

Canadian Wonder, eine Buschbohne mit roten Kidney-Bohnenkernen.

Beim Bohnen pflanzen auf Schädlinge und Krankheiten achten

Die bekanntesten Schädlinge sind unter anderem

Bohnenfliege: Befällt bei feuchtem Wetter die Jungpflanzen und vernichtet die Keimblätter

Bohnenrost: eine Pilzerkrankung, die bei feuchtem Wetter auftritt; erkennbar an weißen Pusteln auf der Blattunterseite; befallene Pflanzen müssen vernichtet werden. Auf betroffenem Beet mindestens 5 Jahre keine Bohnen pflanzen.

Bohnenmosaikvirus: Eventuell war das Saatgut schon infiziert; wird aber auch durch Blattläuse weiter verbreitet. Mosaikartige Flecken auf den Blättern, die dann vergilben und absterben.

Die Lagerung und Konservierung von Bohnen

Bohnen eignen sich sehr gut zum Tiefgefrieren. Hierbei kannst Du entscheiden, ob Du sie vorher blanchieren willst oder roh einfrierst. Selbstverständlich kannst Du die Bohnen auch einkochen. Hierbei verlieren sie aber deutlich an Geschmack und Vitaminen. Willst Du die Kerne trocknen, dann solltest Du die Hülsen möglichst lange draußen an der Pflanze lassen. Drinnen werden dann die Kerne ausgebreitet und müssen mindestens 2 Wochen nachtrocknen. In einem Glas oder einer Dose halten sich Bohnenkerne mehrere Jahre.

Inhaltsstoffe von Bohnen

Bohnen enthalten jede Menge Vitamine und zusätzlich Mineralstoffe. Außerdem enthalten Bohnen Saponine, die sich positiv auf die Entwässerung und die Verdauung auswirken. Durch den Gehalt von Folsäure, Niacin und Pantothensäure sorgen Bohnen für eine gesunde Haut und schöne Haare. Durch Bohnen lässt sich auch deutlich der Cholesterinspiegel senken. Durch die komplexen Kohlenhydrate sind bohnen ideal für Diabetiker, denn der Blutzuckerspiegel bleibt nach dem Verzehr stabil.