Brennnesseljauche

Brennnesseln
Brennnesseln als Dünger © Joujou / pixelio.de

Schon von unseren Vorfahren wurde Brennnesseljauche angesetzt. Gerade als  findet die Jauche auch heute wieder mehr ihren Einsatz. Der Sud, der durch das ansetzen entsteht, ist hierbei eine gute alternative zu den chemischen Keulen, die Du im Garten einsetzen kannst. Die Brennnesseljauche wirkt hier sowohl für Zimmerpflanzen als auch im Garten. Sie wirkt sehr gut bei Pflanzenschädlingen, insbesondere Blattläuse.

Das Herstellen der Brennnesseljauche

Als erstes und wohl auch wichtigstes Utensil, das Du benötigst, sind Handschuhe. Weiterhin brauchst Du eine Schere oder ein Messer, einen Eimer, Wasser und natürlich frische Brennnesseln. Zum Ansetzen solltest Du einen Kunststoff- oder Holzeimer nutzen, denn bei Metalleimern kann es zu chemischen Reaktionen kommen. Das Gefäß zum Ansetzen füllst du mit allen Teilen der Brennnessel und befüllst dieses anschließend randvoll mit Wasser. Idealerweise nimmst Du dazu Regenwasser. Das Gefäß bedeckst Du mit einem Gitter, damit keine Tiere in das Gefäß fallen und ertrinken. Zusätzlich kannst Du über das Gitter noch ein Tuch legen, damit nichts anderes wie Laub oder Schmutz in den Eimer fällt. Jetzt musst Du nur noch täglich die Jauche umrühren, und zwar solange bis die Gärung beginnt. Durch das Umrühren bringst Du ausreichend Sauerstoff in die Flüssigkeit, der für den Gärprozess benötigt wird. Die Gärung erkennst Du an der Bildung von Schaum und Bläschen und einem unangenehmen Geruch. Aus diesem Grund solltest Du die Brennnesseljauche auch im hintersten Winkel Deines Gartens ansetzen. Wenn Du etwas Gesteinsmehl oder Baldrian-Blüten-Extrakt untermischt, dann mildert sich der strenge Geruch etwas. Stelle den Bottich möglichst in die Sonne, denn dann beginnt der Gärprozess schneller. Nach etwa 2-3 Wochen, wenn sich keine Bläschen mehr bilden und die Flüssigkeit dunkel verfärbt ist, ist die Brennnesseljauche fertig.

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Gartenprüfung

Wie erfolgt die Düngung mit der Brennnesseljauche?

Die konzentrierte Brennnesseljauche wird von großen und älteren Pflanzen natürlich besser vertragen als von Jungpflanzen. Bei Jungpflanzen mischt Du die Jauche 1:10 mit Wasser. Mit der Jauche kannst Du auch Deinen Rasen im Garten hin und wieder düngen. Hiersolltest Du die Jauche aber 1:50 mischen.

Die Brennnesselsud gegen Schädlinge

Bei einem Befall mit Schädlingen, also Blattläusen verwendest du nicht die Jauche, sondern den Sud, der sich bereits nach 24 Stunden vor dem Gären gebildet hat. Dazu besprühst du die Pflanzen am besten mit einer Spritzflasche mit dem Sud. Das Bespritzen wiederholst Du solange, wie sich der Befall mit den Schädlingen zeigt.

Unbedingt beachten

Brennnesseln - Unkraut
Nicht nur Unkraut – Brennnesseln © Gabi Schoenemann / pixelio.de

Da die Brennnesseljauche ziemlich heftig richtig, um nicht zu sagen stinkt, solltest Du hier immer mit Handschuhen arbeiten und auch darauf achten, dass Deine Kleidung nicht angespritzt wird. Wichtig ist es auch, dass Du die Jauche nicht gerade an ein Nachbargrundstück stellst, sonnst kann es zu heftigem Ärger mit den Nachbarn kommen, denen es dann vollkommen egal ist, ob Du biologisch düngst oder nicht.