Erdbeeren pflanzen

 

Erdbeeren
Frische Erdbeeren an der Pflanze © berggeist007 / pixelio.de

Die leuchtend roten Erdbeeren, die von Jung und Alt geliebt werden, gehören zur Gattung der Unterfamilie Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse. Bereits seit der Steinzeit spielen Erdbeeren in der menschlichen Ernährung eine Rolle. Allerdings wurde die Erdbeere erst im 18. Jahrhundert eingeführt und entwickelte sich seither als Gartenerdbeere. Aus botanischer Sicht gehört die Erdbeere aber nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten. Die krautig wachsende Pflanze trägt ihre Früchte Nähe des Bodens und hat daher auch ihren deutschen Namen. Bekannt ist neben der Gartenerdbeere noch die Wald- oder Monatserdbeere. Erdbeeren der heutigen Kulturen sind in der Regel Zwitterpflanzen, das bedeutet, dass die Bestäubung in jedem Fall gesichert ist.

Erdbeeren pflanzen – das richtige Pflanzgut

Erdbeeren werden ordnungsgemäß in deutschen Vermehrungsbetrieben herangezogen und über Gartenfachmärkte, Baumschulen und dergleichen verkauft. Das Pflanzgut wird dabei in drei Formen angeboten. Es gibt hier die Grünpflanzen, die in wasserundurchlässigen Beuteln verpackt und verkauft werden. Frigopflanzen hingegen werden in den Wintermonaten geerntet und stehen daher bis Juli zum Verkauf. Dann gibt es noch die Topfpflanzen, die in Substrat gezogen werden und in Torf- oder Plastiktöpfen verkauft werden. Das Pflanzgut bei Erdbeeren ist gut, wenn die Pflanze eine kräftige Herzknospe aufweist und mindestens drei voll entwickelte Blätter hat. Das Wurzelwerk sollte gut durchwurzelt sein.

Die klassische Grünpflanze der Erdbeere wird im August gepflanzt, ist aber sehr anfällig gegen Trockenheit. Frigopflanzen hingegen werden als Terminkultur angepflanzt. Man kann damit den Erntetermin nach hinten verschieben. Die teuerste Variante von Erdbeerpflanzen ist die Topfpflanze, die schon im Juli gepflanzt werden kann und im Folgejahr schon die ersten guten Erträge bringt.

Kulturdauer von Erdbeerpflanzen

Die Erdbeerpflanze ist eigentlich ein sehr ausdauerndes Gewächs, dennoch sollte die maximale Kulturdauer nur drei Jahre dauern. Bei einer längeren Kulturdauer würde der Ertrag und die Beerengröße deutlich zurückgehen. In klimatisch günstigen Lagen wird sogar die einjährige Kultur bevorzugt, denn dann erreicht die Pflanze die beste Beerenqualität.

Bodenvorbereitung und Bodenansprüche beim Erdbeeren pflanzen

Die heutigen Sorten der Erdbeere gedeihen nahezu auf allen Gartenböden, jedoch sollte die Bodenreaktion in einem neutralen bis schwachsaurem Milieu liegen. Der PH-Wert liegt hierbei zwischen 5,5 und 6,5. Grüßen Wert solltest Du allerdings auf den Humus legen. Dieser kann aus verrottetem Stallmist, Kompost oder Torfmull bestehen. Sehr praktisch sind hierbei, die im Handel erhältlichen abgepackten Humusdünger speziell für Erdbeeren. Den Boden, auf dem Du die Erdbeeren pflanzen möchtest, solltest mindestens 14 Tage vorher unter Beigabe von Humusdünger tief umgraben.

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Die richtige Pflanzzeit

Die ideale Pflanzzeit für Erdbeeren liegt im August. Hast Du diesen Termin versäumt, dann kannst Du auch noch im Frühjahr – im April – die Erdbeeren pflanzen. Generell gilt hier die Faustregel, je früher Du pflanzt, umso höher ist der Ertrag.

Das richtige Erdbeeren pflanzen und der Pflanzabstand

Vor dem Pflanzen solltest Du die Erdbeerpflanzen mit dem Wurzelballen kurz in Wasser stellen und dann unmittelbar in den Boden einpflanzen. Der ideale Reihenabstand beim Erdbeeren pflanzen liegt bei 60 cm. Zwischen den Pflanzen solltest Du einen Abstand von 30 cm einhalten. Das Pflanzloch für die Pflanzen muss so tief sein, dass alle Wurzeln ohne Stauchung ausreichend Platz finden. Das Herz der Pflanze sollte sich dabei in Höhe der Erdoberfläche befinden. Die Pflanzen müssen fest angedrückt werden. Nach dem Pflanzen musst Du kräftig gießen und später bei anhaltender Trockenheit morgens und abends wässern – hierbei aber nur leicht überbrausen. In der Zeit des Anwachsens, also die ersten 10-14 Tage darf der Boden niemals austrocknen.

Die Pflege

Das Beet mit den Erdbeerpflanzen sollte das ganze Jahr über unkrautfrei gehalten werden. Direkt vor der Ernte empfiehlt es sich rund um die Pflanzen Holzwolle, Stroh oder eine Folie zu legen. Dadurch bleiben die Früchte sauber und trocken und der Befall durch die Fruchtfäule wird vermindert.

Nach der Ernte solltest Du die Erdbeerpflanzen zurückschneiden. Dazu entfernst Du mit einer scharfen Gartenschere das alte Laub. Achte hierbei darauf, dass das Herz der Pflanze auf keinen Fall verletzt werden darf. Zusätzlich entfernst Du alle Ausläufer rund um die Erdbeerpflanze, denn diese rauben der Erdbeere nur unnötig Kraft. Willst Du neue Erdbeeren ziehen, dann kannst Du an jeder Pflanze die stärksten Ausläufer stehen lassen.

Krankheiten und Schädlinge

Die Erdbeerpflanzen können von verschiedenen Pilzkrankheiten befallen werden. Die bekanntesten Pilzerkrankungen sind hierbei der Grauschimmel, der Mehltau und die bodenbürtigen Welke- und Fäulniserreger. Sollte eine der Krankheiten auftreten, musst Du mindestens 4 Jahre warten, bis Du in diesem Beet wieder Erdbeeren pflanzen kannst. Die bekanntesten Schädlinge bei Erdbeeren sind die Erdbeermilbe und der Erdbeerblütenstecher.

Erdbeeren - frisch gepflückt
Direkt nach der Ernte © Alice Dias Didszoleit / pixelio.de

Ernte und Verwendung der Erdbeeren

Idealerweise solltest Du Deine Erdbeeren immer in den frühen Morgenstunden ernten. Beim Ernten ist darauf zu achten, dass das Kelchblatt an der Beere verbleibt. Die Erdbeeren solltest Du vorsichtig unter fließendem Wasser reinigen und dann am Besten sofort verzehren oder verarbeiten. Du kannst aus den Erdbeeren eine leckere Marmelade kochen oder die Früchte einfrieren bzw. einkochen. Am Besten schmecken die Erdbeeren natürlich frisch gepflückt mit Zucker und frischer Sahne.