Oleander Pflege

Oleander
Oleander im Garten © Resi Garen-Schäffer / pixelio.de

Damit Du Dir das mediterrane Feeling in Deinen Garten holen kannst, bietet sich der Oleander bestens an. Du kannst den Oleander sowohl als Busch, Hecke oder auch als Bäumchen pflanzen. Mit seinen hell- bis dunkelrosa, hellgelben, roten oder weißen Blüten verströmt der Oleander einen betörenden Duft, der sofort an einen Mittelmeer-Urlaub erinnert. Natürlich solltest Du einige Punkte beachten, damit sich die Pflanze in Deinem Garten auch so richtig wohlfühlt.

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Die Oleandersaison beginnt

Ab Frühling kannst Du den Oleander aus seinem Winterquartier holen. Der ideale Zeitpunkt ist ein Regentag, denn dann werden auch gleich Staubrückstände von den Blättern gewaschen. Es gibt zwei Arten der Überwinterung. Zum einen also die Kalte unter 10 Grad. Diese Pflanzen können schon ab Anfang April ins Freie. Sie haben im Herbst eine leichte Winterhärte erlangt, denen auch die Frühjahrsfröste nicht wirklich was ausmachen. Oleander, den Du warm überwintert hast, sollte erst nach den Eisheiligen ins Freie, denn er hat im Winterquartier schon erste Austriebe bekommen.

Nach dem Überwintern solltest Du den Oleander langsam umgewöhnen. Dazu stellst Du ihn in den ersten Tagen an einen schattigen Platz, damit er sich langsam an die Lichtverhältnisse gewöhnen kann. Ansonsten kann es passieren, dass er alle Blätter verliert.

Der richtige Schnitt

Der übliche Formschnitt sollte im Frühjahr erfolgen. Dazu schneidest Du etwa 1/3 der Triebe bodennah ab. Im Folgejahr erscheinen die neuen Blüten an den gebildeten zweigen des Vorjahres. Blütenknospen entwickeln sich schon im Herbst.

Es gilt zu beachten, dass ein Schnitt ins alte Holz lange Trieb hervorbringt, während ein Schnitt in die Blütenregion rasch blühende kurze Triebe hervorbringt. Blütenstände sollten auf keinen Fall entfernt werden, denn an ihnen befinden sich die anlagen für die neuen Blüten im nächsten Jahr.

Der Standort

Oleanderblüte
Oleanderblüte © Franz Körner / pixelio.de

Da der Oleander aus dem Mittelmeerraum stammt, hat er sich an die dort herrschenden trockenen Lebensräume angepasst. Dennoch braucht er in Deinem Garten einen Standort mit etwas mehr Wasser. Sorge für einen warmen, sonnigen, aber wind- und regengeschützten Standort, dann wird sich Dein Oleander mit einem wahren Blütenmeer bedanken. Der ideale Platz ist daher eine Süd- oder Südwestwand am Haus. Solche eine Wand gibt auch am Abend oder in der Nacht noch genügend Wärme ab.

Das richtige Gießen

Der Wasserbedarf des Oleander ist abhängig vom Standort, der Wärme und der Sonnenbestrahlung. Im Winter musst du den Oleander nur dann gießen, wenn das Substrat trocken ist. Im Sommer solltest Du die Kübelpflanzen ausreichend mit Wasser versorgen. Dies bedeutet, dass Du durchaus bis zu 3-mal täglich zur Gießkanne greifen musst. Der Oleander hat einen hohen Wasserbedarf und schätzt es, wenn im Untersetzer immer Wasser steht.

Den Oleander darfst Du niemals mit Regenwasser gießen. Im Laufe der Zeit wird die Erde im Kübel sauer und dies schadet der Pflanze. Die Pflanze kann dann die Nährstoffe aus dem Boden nicht mehr aufnehmen.

Krankheiten und Schädlinge

Zu den Feinden des Oleander zählen die Blattläuse, Spinnmilben, Woll- und Schmierläuse. Vorbeugen kannst Du hier, indem Du die Pflanzen mehrmals im Jahr mit einem Mittel gegen saugende Insekten einsprühst.

Die Überwinterung

Wenn möglich solltest Du den Oleander so spät als möglich ins Winterquartier bringen. Idealweise sollte der Platz im Winterquartier zwischen 0 und 10 Grad liegen. Erst wenn Dauerfrost angesagt wird, sollte der Oleander unbedingt ins Winterquartier gebracht werden. Im Winterquartier ist eine gute Lüftung sehr wichtig, denn damit beugst Du am Besten Krankheiten und Schädlingen vor.

Oleander ist giftig

Alle Teile des Oleander sind giftig. Beim Schneiden solltest Du also unbedingt Handschuhe tragen. Achte darauf, dass Hunde und Katzen keinen Zugang zum Oleander haben. Aber auch Kinder solltest du vom Oleander fernhalten. Das Gift der Pflanze führt zu Herzrhythmusstörung bis hin zum Tod. Die ersten Symptome sind Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfälle. Es folgen dann blaue Lippen und Hände.