Wasser sparen im Garten

Regenwassertank
Geld sparen mit Regenwassertank © Thorben Wengert / pixelio.de

Auch Dir werden immer wieder neue Bescheide und Rechnungen ins Haus flattern, die Dir deutlich sagen, die Strom- und Wasserpreise sind schon wieder gestiegen. Und wenn es draußen dann noch sehr warm wird und Du den Garten bewässern musst, dann kommen Dir wahrscheinlich schon die einen oder anderen Gedanken, wo Du denkst, es muss doch auch anders gehen. Und Du hast recht, es geht anders. Du kannst bei der Gartenarbeit richtig Wasser sparen. Wir zeigen Dir hier ein paar der Tipps.

 

Bewässern des Rasens

Wenn Du zur richtigen Zeit den Rasen bewässerst, dann kannst Du hier viel Geld einsparen. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass diejenigen, die Ihren Rasen mittags sprengen rund 90 % des kostbaren Wassers ungenutzt verdunsten lassen. Es ist besser, wenn Du den Rasen morgens oder abends wässerst, denn dann ist die Verdunstungen am geringsten und das Wasser gelangt auch dahin, wo es wirklich gebraucht wird, nämlich an die Wurzeln.

Schnitthöhe des Rasens anpassen

Damit der Rasen schön grün bleibt, braucht er viel Wasser. Dies gilt besonders dann, wenn du ihn zu kurz schneidest. In den heißen Sommermonaten solltest Du die Schnitthöhe etwas höher am Rasenmäher einstellen, denn dann musst Du den Rasen seltener wässern.

Wasser sparen durch Mulchen

Viele der neueren Rasenmäher können nicht nur mähen, sonder auch Mulchmähen. Dies bedeutet, dass der Rasenschnitt gut klein gehäckselt auf dem Rasen liegt, bleibt. Die Verdunstung wird somit gesenkt. Du kannst aber auch bei Staudenbeeten oder unter Büschen und Bäumen eine Mulchschicht aus Rindenmulch aufbringen. Das hält die Feuchtigkeit im Boden und Du sparst auch hier richtig Wasser. Im Nutzgarten besteht auch die Möglichkeit, eine Mulchfolie auszulegen. Unter der Folie herrscht ein gleichbleibendes Klima, das den Pflanzen gut tut und Du weniger gießen musst.

Die richtigen Pflanzen

Bereits der Planung Deines Gartens kannst Du einiges zum Wassersparen tun. Dazu setzt Du alle durstigen Pflanzen, wie zum Beispiel Hortensien oder auch den Rhododendron an einen halbschattigen Platz, denn wenn der Standort zu trocken und zu sonnig ist, dann würden diese Pflanzen vor sich hinkümmern. An den heißen und sonnigen Standorten in Deinem Garten solltest Du, wenn möglich nur robuste Steppen- oder Steingartenpflanzen setzen. Dies kommen mit weniger Wasser aus. Als Beispiel kannst Du hier den Kirschlorbeer, die Eibe, Rosen oder auch Lupinen anpflanzen. Diese Pflanzen versorgen sich bei extremer Trockenheit mit Wasserreserven aus tieferen Erdschichten. Insbesondere dann, wenn Du Sträucher und Büsche anpflanzt, solltest Du Dich unbedingt in einem Fachmarkt bezüglich der Wasserversorgung intensiv beraten lassen.

Deine Gärtnerprüfung: Wie gut bist Du?

Gartenprüfung

Regenwasser nutzen

Regenwasser nutzen ist eine weitere sinnvolle Methode, um Wasser zu sparen. Für viele Pflanzen ist das Wasser auf jeden Fall besser, als wenn Du kalkhaltiges Leitungswasser nimmst. Für einen kleinen Garten reicht meist eine Regentonne aus. Ist der Garten größer, solltest Du über die Anschaffung einer Zisterne nachdenken. Dort kannst Du gleich mehrere Tausend Liter Wasser sammeln.

Wasser sparen durch Hacken

Hacken der Beete
Hacken der Beete © Gisela Peter / pixelio.de

Wenn Du die Gartenbeete regelmäßig mit der Hacke bearbeitest, sparst Du auf der einen Seite Wasser und auf der anderen Seite hast Du weniger Probleme mit Unkraut. Durch das Hacken werden die feinen Wasserkanäle in der Oberschicht zerstört und somit die Verdunstung gesenkt. Direkt nach längeren Regenfällen ist die beste Zeit für das hacken der Beete.

Die richtige Gießtechnik

Wenn möglich solltest Du beim Gießen keinen dünnen Sprühstrahl nutzen, sondern die Pflanzen möglichst im Wurzelbereich wässern. Wenn Du die ganzen Pflanzen mit Wasser übergießt, dann verdunstet viel des kostbaren Wassers über die Blätter. Dies kann zu Verbrennungen und zu Pilzinfektionen führen. Es ist auch sinnvoll, wenn Du seltener, dafür aber kräftiger gießt.

Pflanzen in Gruppen

Pflanzen, die alleine stehen, haben deutlich mehr Verdunstung als Pflanzen, die in Gruppen angepflanzt wurden. Pflanzen, die Gruppen stehen, profitieren von den Schatten der Nachbarpflanzen und benötigen daher auch weniger Wasser. Achte aber darauf, dass die Pflanzen nicht so dicht stehen, dass sie bei einem Regenguss nicht mehr abtrocknen, denn sonst begünstigst Du damit die Schimmelgefahr.

Blähton nutzen

Wenn Du Pflanzen in Kübeln und Kästen anpflanzt, dann solltest Du eine Schicht Blähton einarbeiten. Dieser speichert das Wasser und kann es bei Trockenperioden auch wieder an die Pflanzen abgeben.

Die richtigen Blumentöpfe

Natürlich sind die unglasierten Terracottatöpfe eine Augenweide im Garten. Allerdings verdunstet durch die unglasierte Oberfläche sehr viel Wasser. Daher ist es sinnvoll, wenn Du soclhe Pflanzen in glasierte Kübel pflanzt. Wähle die Töpfe hier ruhig eine Nummer größer, sodass die Erde an heißen Tagen nicht vollkommen durchtrocknet.