Hartriegel (Kornelkirsche) richtig pflegen

Kornelkirsche
Kornelkirsche im zeitigen Frühjahr © Maja Dumat / pixelio.de

Hinter dem Hartriegel verbirgt sich eine vielseitige Pflanze, die im Frühling die schönsten Blüten trägt. Im Herbst und Winter dagegen leuchtet die Rinde rot bis gelb und ist somit eine Zierde im winterlichen Garten. Der Hartriegel ist auch unter dem Namen Kornelkirsche bekannt. Teilweise sind die Früchte des Hartriegels auch essbar. Wir möchten Dich hier informieren, was Du bei der Pflege des Hartriegels beachten musst.

 

Die frühblühende Kornelkirsche

In Deutschland ist die Kornelkirsche die bekanntest Form des Hartriegel. Es handelt sich hier um einen frühblühenden Busch, dessen kleine gelben Blüten im Frühjahr recht auffällig sind. Im Spätsommer zeigen sich an den Zweigen dann die Kornellen, dabei handelt es sich um fleischige und saftige Steinfrüchte, die einen säuerlichen Geschmack haben. Je länger man die Kornelle dabei am Busch lässt, umso süßer werden sie im Geschmack. Die Kornelkirsche ist ein ökologisch sehr wichtiges Gehölz, denn sie bietet schon im zeitigen Frühjahr für die Insekten die ersten Pollen und dient im Sommer den Vögel als Futterquelle. Du kannst die Kornelkirsche sowohl als Solitärpflanze als auch als Hecke in Deinen Garten pflanzen.

Der Schnitt der Kornelkirsche

Direkt nach der Blüte muss die Kornelkirsche ausgelichtet werden. Da sie auch einen stärkeren Rückschnitt verträgt, macht sie sich sehr gut als Heckenpflanze in den Gärten. Neu einpflanzen kannst Du die Kornelkirsche sowohl im Frühjahr als auch im Herbst, wobei der Standort sonnig oder halbschattig sein sollte. Düngen musst Du die Kornelkirsche praktisch nicht. Sie gibt sich mit einer gelegentlichen Kompostgabe vollkommen zufrieden.

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Kornelkirsche giftig!!!

Kommst Du mit den Blättern der Kornelkirsche in Berührung, kann es zu Hautreizungen kommen, die durch die winzigen Härchen auf den Blättern und Früchten ausgelöst werden.

Schöne Herbstfärbung des Roten Hartriegel

Kornelkirsche
Reiche Ernte der Kornelkirsche © M. Großmann / pixelio.de

Ebenfalls zu den heimischen und ökologischen Pflanzen gehört der Rote Hartriegel. Dieser Busch wächst bis zu 4 Meter hoch. Die Rinde der einjährigen Triebe sowie die Blätter verfärben sich im Herbst rot. Die Rinde des Roten Hartriegel ist gering giftig. Sie, die Blätter und auch die Wurzeln enthalten das giftige Cornin. Die Gefahr besteht hier in erster Linie für Kinder. Roh dürfen die Früchte nicht verzehrt werden. Gekocht sind sie als Marmelade oder Saft genießbar. Für den Roten Hartriegel kommen feuchte Standorte mit saurer Erde in Betracht.

Der Weiße Hartriegel

Der Weiße Hartriegel hat sich mit seiner farbigen Rinde ebenfalls einen Namen gemacht. Im Winter leuchten die Zweige in Rot und Gelb und verzaubern damit jeden Wintergarten. Bei den jungen Trieben ist die Färbung am intensivsten, daher solltest Du gerade im Frühjahr den Strauch kräftig auslichten, damit neue Triebe gebildet werden.

Blütenvielfalt beim Blumenhartriegel

Etwas ganz Besonderes sind die Blüten beim Blumenhartriegel. Man nimmt sie kaum wahr, denn sie sind eher unscheinbar. Die Laubblätter übernehmen bei diesem Strauch die Funktion der Blütenblätter und locken so zahlreiche Insekten zum Bestäuben an. Nach dem Winter solltest Du beim Blumenhartriegel das tote Holz entfernen und dabei bis auf das lebende Holz zurückschneiden.