Im Jahresverlauf den Rasen richtig pflegen

saftiges Grün
Wer wünscht sich nicht solch einen Rasen © gartenhaus-test.de / pixelio.de

Als Bestandteil des Gartens wird der Rasen von den meisten unterschätzt. Oftmals wird der Rasen zwar regelmäßig gemäht, aber alles andere wird hierbei vernachlässigt. Der Rasen muss aber auch regelmäßig gedüngt werden, denn diese Nährstoffe machen den Unterscheid zwischen struppigen Halmen und einem saftigem Grün.

Der Rasen im Frühjahr

Sobald die Schneedecke schmilzt, kommt ein gräulich-bräunlicher Rasen zum Vorschein, der zudem verklebt und struppig ist. Teilweise ist er vielleicht sogar verfilzt. Also weit weg vom saftigen Grün, das Du so schätzt. Jetzt solltest Du den Rasen weder mähen noch düngen, sondern erst richtig vorbereiten. Zum Vorbereiten benötigst Du entweder einen harten Besen oder einen Rechen. Damit reinigst Du die Oberfläche Deines Rasen und entfernst dadurch vertrocknete Pflanzenreste. Die verklebten Halme werden dabei voneinander getrennt und auch verfilzte Stellen zum Teil schon angelöst. Nachdem Du den Rasen von den Winterresten befreit hast, kannst Du das erste Mal düngen. Damit die Düngung aber auch den erwünschten Erfolg erzielt, sollte eine Temperatur von mindestens 15 Grad herrschen. Ist es kälter, bleibt der Dünger ungenutzt auf dem Rasen liegen und kann hier sogar Schäden an den Wurzeln hervorrufen. Dünge also auf keinen fall zu früh, sondern warte die passenden Temperaturen ab. Ist es dann soweit, benötigst Du einen speziellen Rasendünger mit viel Stickstoff. Stickstoff regt hierbei das Wachstum an und sorgt gleichzeitig dafür, dass sich der Rasen von den Strapazen des Winters erholen kann.

Erst düngen und dann mähen

Bevor Du im Frühjahr etwas anderes mit Deinem Rasen machst, solltest Du ihn erst düngen. Das Mähen mag zwar harmlos erscheinen, aber es führt dem Rasen Verletzungen zu. Normalerweise sorgt das regelmäßig Mähen für ein dichtes Wachstum. Nach dem Winter ist dies aber nicht der Fall. Der Rasen ist jetzt anfällig für Krankheiten, keime und Schädlinge. Das erste Mähen sollte also erst ca. 1-2 Wochen nach dem Düngen erfolgen. Als Lohn für dieses Warten wirst Du in den folgenden Monaten mit einem satten und dichten Grün belohnt.

Das Vertikutieren des Rasens

Für den Rasen bedeutet das Vertikutieren ein anstrengenden Eingriff. Daher solltest Du auch mit dem Vertikutieren warten, bis der Dünger aufgenommen wurde. Zwischen Vertikutieren und Mähen solltest Du immer bis zu 2 Wochen warten. Wenige Tage nach dem Vertikutieren lohnt sich ein erneutes Düngen des Rasens. Die Nährstoffe dringen nun leicht in den Boden ein und vorhandene Lücken und kahle Stellen schließen sich wieder.

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Die richtige Düngemenge und Wasser

Sicherlich regt ein Rasendünger mit hohem Stickstoffanteil das Wachstum an. Ein zu viel schadet aber dem Rasen und dem Boden. Die Folge von einer Überdüngung sind sichtbare Verbrennungen, die sich nur schwer wieder ausgleichen lassen. Aus diesem Grund solltest Du den Rasendünger nur vorsichtig und auch schwach einsetzen. Nach dem Düngen solltest Du den Rasen intensiv wässern. Dadurch verteilt sich der Stickstoff besser und hohe Konzentrationen werden gemildert. Wie der Rasen nach dem Düngen geschwemmt wird, ist vollkommen egal, Hauptsache der Dünger wird aufgeweicht und verdünnt.

Der Rasen im Sommer

Rasenmäher
Das richtige Mähen des Rasens © BettinaF / pixelio.de

Gerade im Sommer muss der Rasen so einiges aushalten. Zum einen das Betreten und zum anderen auch die Trockenheit und Hitze. Du solltest den Rasen auch im Sommerdüngen, wobei hier der Stickstoff in den Hintergrund treten kann. Dein Augenmerk sollte jetzt auf Magnesium und Kalium liegen, denn diese verhelfen dem Rasen zu einem satten Grün. Greife auch hier wieder auf speziellen Rasendünger zurück.

Wann sollte die Düngung im Sommer erfolgen?

Hast Du im Frühjahr nur einmal gedüngt, dann kann die Sommerdüngung sehr früh erfolgen. Wenn Du aber im Frühjahr zweimal zum Dünger gegriffen hast, dann kannst Du Dir jetzt etwas Zeit lassen. Richte Dich hier also am besten an die angaben des Herstellers.

Das Düngen sollte genau wie das Mähen im Sommer auf keinen Fall in der prallen Sonne erfolgen. Der Rasen kann hier sofort Verbrennungen davon tragen. Idealerweise düngst Du den Rasen in den Abendstunden, da Du den Rasen auch hier wieder schwemmen musst und das Wasser und die Nährstoffe über Nacht besser einziehen können.

Rasen im Herbst düngen?

Vor der Herbstdüngung wird abgeraten, denn durch die Nährstoffe werden die Halme nochmals zum Wachsen angeregt. Dies macht aber die Gräser empfindlicher gegen Frost. Wer dennoch düngen möchte, der sollte nur Dünger mit reichlich Kalium nutzen. Damit werden die Zellen der Gräser geschützt, was bis weit in den Winter anhält. Das Höhenwachstum wird dadurch aber nicht angeregt.

Die richtige Vorbereitung auf den Winter

Vor dem Düngen im Herbst sollte der Rasen von Laub, Moos und Zweigen befreit werden. Der Rasen sollte nochmals gemäht und die Rasenkanten geschnitten werden. Der beste Zeitpunkt für die letzte Rasendüngung liebt bei Ende Oktober bis Anfang November. Auch hier solltest Du das wässern nicht vergessen.

Die Vorteile der regelmäßigen Rasenpflege

Wenn Du das hier liest, mag es sich für Dich für ziemlich viel aufwand anhören. Das stimmt so aber nicht, denn durch die regelmäßige Pflege sparst Du im deutlich mehr Zeit und Aufwand.