Papyrusstaude – die richtige Pflege

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Papyrusstaude
Papyrusstaude © Maja Dumat / pixelio.de

Schon im Altertum war die Papyrusstaude für ihre Belastbarkeit und Vielseitigkeit bekannt. Die Ägypter nutzen die Staude als Baumaterial und auch zur Herstellung von beschreibbaren Unterlagen. Bei uns gehört die Papyrusstaude zu den beliebtesten Ziergräsern in den Gärten. Die Pflanze reagiert aber sehr empfindlich auf Wassermangel und falsche Haltungsbedingungen.

Standort und Bodenbedingungen der Papyrusstaude

Die Pflanze ist sehr feuchtigkeitsliebend und stellt einige Bedingungen an den Hobbygärtner. Im Sommer sollte der Standort vollsonnig sein, während im Winter ein heller Raum mit ca. 15 Grad bevorzugt wird. Gerade im Garten sollte der Standort auf keinen Fall zu dunkel sein, denn die Bildung von neuen Trieben würde leiden und die Pflanze kümmert vor sich hin. Ebenfalls sollte die Papyrusstaude vor starken Windböen geschützt werden.

   

Deine Gärtnerprüfung: Wie gut bist Du?

Gartenprüfung

Der Boden sollte humusreich und durchlässig sein. Im Garten bietet sich ein Platz in der nähe eines Teiches an. Weist der Boden einen zu starken Sandanteil auf, dann solltest Du auf jeden Fall das Pflanzloch mit Lehm, Humus oder Torf anreichern.

Gießen und Düngen

Das Erdreich der Papyrusstaude muss stetig feucht sein. Vor Staunässe musst Du keine Angst haben, denn dies schadet der Pflanze nicht. Kultivierst Du die Papyrusstaude in einem Kübel, dann sollte der Untersetzer stets mit ca. 1/3 kalkfreiem Wasser gefüllt sein. Selbst in der kalten Jahreszeit darf das Substrat niemals austrocknen. Zusätzlich musst Du für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen, denn die Pflanze nimmt einen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Blätter auf. Idealerweise besprühst Du das Ziergras regelmüßig mit einer Blumenspritze. Somit beugst Du auch einem Befall mit Spinnmilben vor.

In der Hauptvegetationszeit hat die Papyrusstaude einen hohen Bedarf an Nährstoffen. Daher sollte Sie regelmäßig von April bis September mit einem Flüssigdünger versorgt werden.

Die Pflanzung

Die echte Papyrusstaude ist nicht winterhart, daher kommt eine ganzjährige Kultivierung im Garten nicht infrage.

Willst Du die Staude im Garten pflanzen, dann ist der April der beste Zeitpunkt. Das Pflanzloch sollte doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen sein.

Kultivierst Du das Ziergras in einem Kübel, dann erreicht es eine Höhe von bis zu 3 m. Der Pflanztopf sollte ausreichend groß und stabil sein, denn das Wurzelwerk hat massive Kräfte. Die Pflanze ist nur raus zu stellen, wenn die Temperaturen über 15 Grad liegen, ansonsten kann die Pflanze ganzjährig im Haus kultiviert werden.

Der Schnitt

Ein besonderer Rückschnitt ist nicht notwendig. Es sollten aber immer abgestorbene Stängel und Blätter entfernt werden, damit die Pflanze nicht fault. Zudem wird so die Bildung von neuen Trieben angeregt.

Schädlinge

Krankheiten sind bei der Papyrusstaude kaum bekannt. Sehr häufig sind aber Schadinsekten an den Pflanzen zu finden.

Wollläuse
Wollläuse © Maja Dumat / pixelio.de

Wollläuse sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Braune und vertrocknete Blätter können ein sichtbares Zeichen sein. Besprühe die Pflanze einige Tage lang mit einem Sud aus Zigarettentabak oder einer Spülmittellauge. Stark betroffene Pflanzenteile musst Du entfernen und vernichten.

An heißen Sommertagen wird die Papyrusstaude gerne von Spinnmilben heimgesucht. Einen Befall erkennst Du ander Verfärbung der Blätter. Sollte dies der Fall sein, dann erhöhe unbedingt die Luftfeuchtigkeit.

Sollte es zu faulenden Wurzeln kommen, dann ist unbedingt das Substrat komplett zu wechseln und auch die Pflanze für einige Tage trocken zulegen.

Kümmernde Stängel sind ein eindeutiges Zeichen von zu viel Kalk im Gießwasser. Du solltest also möglichst mit Regenwasser gießen.