Stauden pflanzen

Stauden
Staude – der Sonnenhut © H.D.Volz / pixelio.de

Unter einer Staude versteht man eine mehrjährige krautige Pflanze. Die oberirdischen Pflanzenteile verholzen im Gegensatz zu Bäumen und Sträuchern nicht. Sie bleiben immer krautig weich und sterben nach der Vegetationsperiode ab, um im nächsten Jahr wieder auszutreiben. Stauden blühen und treiben über Jahre immer wieder neu aus. Sie überwintern je nach ihrer Art als Rhizome, Knollen oder auch Zwiebeln. Es gibt aber auch immergrüne Stauden, die im Winter nicht absterben. Stauden reichen hierbei von den kleineren Sukkulenten (fleischige und saftige Stauden) bis hin zu den großen Prachtstauden. Stauden kannst Du das ganze Jahr über kaufen.

Wann sollte man Stauden pflanzen?

Die beste Pflanzzeit ist aber immer noch der Herbst von September bis November. Das oberirdische Wachstum ist dann abgeschlossen und der Boden ist noch warm genug, damit die Wurzeln gut wachsen können. Die noch milden Temperaturen und die Niederschläge bilden somit die besten Grundlagen für ein gutes Wachstum. Natürlich gibt es hier auch Ausnahmen. Frostempfindliche Stauden wie die Lilien zum Beispiel solltest Du erst im Frühjahr pflanzen. Dann solltest Du aber das nicht vergessen, denn es gibt schon längere Trockenperioden.

Die richtige Bodenvorbereitung

Bevor Du stauden pflanzen kannst, musst Du den Boden gut auflockern. Ideal ist es, wenn du noch etwas Kompost untermischst, denn die Stauden mögen einen lockeren und humusreichen Boden. Du musst dabei auch alle Unkräuter rund um den zukünftigen Platz der Staude entfernen. Machen sich die Unkräuter erst mal im Wurzelstock der Staude breit, bekommst Du die nie wieder weg.

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Als Nächstes entfernst Du ein Großteil der Erde um den Wurzelballen, damit sich die Wurzeln im Erdreich gut ausbreiten können. Ist der Wurzelballen zu trocken, dann kannst Du diesen vorher in einem Eimer Wasser wässern. Nachdem Du die Staude eingesetzt hast, musst Du den Bereich gut gießen.

Der Pflanzabstand

Lilien
Auch eine Staude – die Lilie © Rosel Eckstein / pixelio.de

Für den Pflanzabstand bei Stauden gibt es eine einfache Regel. Lass immer halb soviel Abstand wie die eigentliche Staude hoch wird. Um dem Unkraut in den Lücken vorzubeugen, kannst Du im ersten Jahr einjährige Sommerblumen einsäen.

Unkrautschutz

Die Alternative zu den Sommerblumen ist eine Mulchschicht, die gleichzeitig Nährstoffe für die Staude liefert. Achte aber darauf, dass die Mulchschicht nur sehr dünn ist, denn sonst würde es darunter schimmeln und faulen. Optimal als Mulchschicht hat sich eine Mischung von 1:1 aus Gräsern und dünnen Zweigen herausgestellt. Die Zweige sorgen hierbei für die optimale Durchlüftung.

Der Rückschnitt

Die optimale Zeit für die Staudenpflege ist der Herbst. Jetzt musst Du die Pflanzen bis kurz über dem Boden abschneiden. Somit schaffst Du Platz für den Neuaustrieb im Frühjahr und Du entziehst dem Boden die Fäulnispilze. Direkt nach dem Schneiden entfernst Du auch alles sichtbare Unkraut und legst eine dünne Kompostschicht rund um die Staude.

Staude verjüngen

Etwa alle 5 bis 7 Jahre solltest Du die Stauden verjüngen. Dies geschieht durch Teilung und trägt zur Gesunderhaltung der Staude bei. Natürlich kannst Du damit auch die Größe der Staude besser kontrollieren. Du gehst dazu folgendermaßen vor. Als Erstes gräbst Du den Wurzelballen aus und mit dem Spaten teilst Du diesen in etwa faustgroße Stücke. Alte Erde und abgestorbene Wurzelteile entfernst Du und pflanzt die Staudenteile wieder ein. Nach dem Einpflanzen gut angießen und warten, was das Frühjahr bringt.