Dickmaulrüssler bekämpfen

Dickmaulrüssler
Dickmaulrüssler © M. Großmann / pixelio.de

Bei den ersten Löchern in den Rosenblättern klingeln bei vielen Hobbygärtnern bereits die Alarmglocken. Bei solch einem Schadbild handelt es sich in der Regel um den Befall mit dem Dickmaulrüssler. Wie zeigen Dir hier, wie Du diesen Schädling bekämpfen kannst oder wie Du auch vorbeugen kannst, damit der Dickmaulrüssler sich gar nicht erst in Deinem Garten heimisch fühlt.

 

 

 

 

Den Dickmaulrüssler eindeutig identifizieren

Gerade wenn in den Blättern Halbmonde oder akkurate Bögen als Fraßspuren zu erkennen sind, solltest Du Dich auf die Suche nach dem Schädling machen. Der Käfer arbeitet außergewöhnlich ordentlich und nahezu alle Fraßspuren sind akkurat. Einige Hobbygärtner bezeichnen den Dickmaulrüssler auch als „Fahrkartenknipser“.

Der Schädling ist etwa 1 cm groß, hat eine länglich ovale Form und ist farblich sehr dunkel. Auf dem Rücken hat er Längsfurchen und hellgelbe Schuppenhärchen. Der Käfer hat 6 Beine und einen recht dicken nach unten zeigenden Rüssel. Der Dickmaulrüssler kann nicht fliegen und er ist dämmerungsaktiv.

In der Regel wirst Du nur weibliche Dickmaulrüssler sehen, denn der Käfer hat sich von der geschlechtlichen Fortpflanzung freigemacht und setzt hier auf die Jungfernzeugung, sodass hier auch immer nur Weibchen zur Welt kommen. Die Weibchen legen bis zu 1000 Eier an den Wurzelhals der Pflanzen. Je nach Witterung schlüpfen mehr oder weniger der Larven aus.

Der Dickmaulrüssler selbst 2 Jahre und produziert in dieser Zeit auch 2 mal Nachkommen.

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Das Schadbild des Dickmaulrüsslers

Direkt nach dem Schlüpfen beginnen die Larven die Pflanzen zu schädigen. Sobald die Larven dann älter werden, können sie sich bis an die Basis der Wurzeln heranfressen. Larven dringen dabei auch bis in das Innere der Pflanzenknollen vor und höhlen diese komplett aus. Der ausgewachsene Dickmaulrüssler dagegen ernährt sich in erster Linie von den Blättern der Pflanzen.

Einem Befall vorbeugen

Du kannst dem Dickmaulrüssler beizeiten vorbeugen, wenn Du einige der nachfolgenden Tipps beachtest.

Du solltest Pflanzen nur in Fachbetrieben kaufen, denn sonst ist es leicht möglich, dass Du die Larven mitkaufst. Kontrolle alle Pflanzen sehr genau auf Fraßstellen.

Ideal beim Kauf sind immer einheimische gezogene Pflanzen. Beim Kauf von Exoten oder schwächlich gezogenen Hybriden ist die Gefahr von Schädlingen deutlich größer.

Die Pflanzen solltest Du regelmäßig mit Pflanzenstärkungsmitteln behandeln. Gegen den Dickmaulrüssler haben sich Mittel mit Silizium bewährt. Aber auch Knoblauchbrühe, Rainfarnjauche oder Niemtee sind hilfreich. Die Larven des Dickmaulrüsslers kannst Du auch mit einer Wermutjauche bekämpfen. Dazu mischt Du wasser im Verhältnis 1 zu 10 mit Wermut.

Auf jeden Fall solltest Du Deinen Garten immer natürlich gestalten, sodass auch Igel, Spinnen und andere insektenfressende Wirbeltiere sich wohlfühlen. Am Besten bietest Du diesen Tieren durch Asthaufen oder dergleichen Schlupfwinkel, in denen sie sich wohlfühlen. Du solltest zudem auf torfhaltige Substrate verzichten, denn zum einen schaden sie den Mooren und zum anderen fühlt sich der Dickmaulrüssler hier ganz besonders wohl.

Dickmaulrüssler bekämpfen

Die beste Zeit für die Bekämpfung des Dickmaulrüsslers ist der Mai oder Juni. Da der Dickmaulrüssler nicht fliegen kann, kannst Du ihn ganz bequem von den Pflanzen absammeln. Wenn Du Dir aber nicht die Mühe mit dem Absammeln machen willst, dann kannst Du die betroffenen Pflanzen auch Rainfarntee oder mit Schmierseifenlösung absprühen.

Wenn Du Chemie gegen den Dickmaulrüssler einsetzen möchtest, dann raten wir Dir hier zu höchster Vorsicht, denn der Chemie-Einsatz kann unter ungünstigen Bedingungen auf Dich zurückschlagen.