Gemüse im Hochbeet anbauen

Gemüse im Hochbeet
Gemüse im Hochbeet © meeris / pixelio.de

Wir haben Dir ja schon einige Tipps bezüglich des Hochbeetes gegeben. Heute möchten wir Dir gerne zeigen, wie Du Gemüse am Besten im Hochbeet anbaust und was Du dabei so alles beachten musst. Du weißt ja zwischenzeitlich, dass der Ertrag in einem Hochbeet gerade wegen der guten Nährstoffversorgung sehr gut ist. Grundsätzlich kann man sagen, dass sich alle Gemüsesorten im Hochbeet sehr wohl fühlen. Allerdings solltest Du auf die Kultur von Kürbis oder Zucchini im Hochbeet verzichten, denn diese Pflanzen benötigen sehr viel Platz, der Dir dann für andere Gemüsesorten verloren geht.

Welche Gemüsepflanzen im Hochbeet anbauen?

Du weißt ja schon, dass gerade im ersten Jahr die Erde in Deinem Hochbeet besonders nährstoffreich ist. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Pflanzen anzubauen, die am meisten Nährstoffe benötigen. Die Rede ist hier von den Starkzehrern. Im Folgejahr kommen dann die Mittelzehrer und ab dem dritten Jahr pflanzt Du die Pflanzen an, die wenig Nährstoffe benötigen, also die Schwachzehrer. Was aber sind Stark-, Mittel- und Schwachzehrer? Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten.

Zu den Starkzehrern, die am besten im 1. Jahr angebaut werden gehören

  • Auberginen
  • Gurken
  • Kartoffeln
  • Alle Kohlarten
  • Lauch
  • Melonen
  • Sellerie
  • Tomaten
  • Zuckermais
Salat aus dem Hochbeet
Salat aus dem Hochbeet © uschi dreiucker / pixelio.de

Im 2. Jahr folgen dann die Mittelzehrer, zu den folgende Sorten gehören

  • Fenchel
  • Karotten
  • Knoblauch
  • Kohlrabi
  • Paprika
  • Pastinaken
  • Radieschen
  • Rote Beete
  • Alle Salatsorten
  • Spinat
  • Wurzelpetersilie
  • Zwiebeln

Ab dem 3.Jahr gedeihen dann am Besten die Schwachzehrer

  • Bohnen
  • Erbsen
  • Erdbeeren
  • Feldsalat
  • Kräuter
  • Sommerblumen

Mischkulturen im Hochbeet

Es ist auch sehr ratsam, wenn Du Mischkulturen in Deinem Hochbeet anbaust. Unter Mischkulturen versteht man eine Kombination aus verschiedenen Pflanzen, die alle sehr gut nebeneinander gedeihen können. Wir haben zum Thema Mischkultur schon so einiges geschrieben.

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Die Vorteile der Mischkultur im Hochbeet

Mit der Mischkultur kannst Du die Ausbreitung von Schädlingen recht gut verhindern, denn Schädlinge bevorzugen sehr oft nur eine ganz bestimmte Sorte Pflanzen. Mischt Du aber die Pflanzen, dann kannst Du davon ausgehen, dass nicht das ganze Hochbeet befallen wird. Des Weiteren hast Du den Vorteil, dass einige Pflanzen die Schädlinge von anderen Pflanzen weglocken.

Ein weiterer Vorteil der Mischkultur ist, wenn Du die Pflanzen gut mischt, dann hast Du über eine deutlich längeren Zeitraum die Möglichkeit der Ernte. Gerade im Hochbeet ist die Anbauphase sehr lang, denn die Temperaturbedingungen sind in dieser Art Beet optimal.

Zudem ist die Mischkultur viel abwechslungsreicher als die Monokultur und Du kannst verschiedene Arten von Gemüse ernten. Die Anbaufläche in Deinem Hochbeet wird durch die Mischkultur optimal genutzt. So passen zum Beispiel zwischen zwei Reihen Erbsen locker noch ein paar Radieschen.

Bei der Mischkultur beeinflussen sich die Pflanzen gegenseitig positiv. Ein gutes Beispiel sind hier die niedrigen Pflanzen, die den Unkrautwuchs hemmen und die hochwachsenden Pflanzen spenden Schatten für die anderen Pflanzen im Hochbeet.

Nachteile der Mischkultur im Hochbeet

Natürlich haben Mischkulturen auch einige Nachteile, die Dir hier nennen möchten. Gerade im Hochbeet musst Du sehr genau planen, was Du anbauen möchtest und wer sich als Nachbar gut eignet. Du musst also im Vorfeld sehr genau wissen, wie die Pflanzen am Besten gedeihen und wann Du sie einpflanzen musst. So kannst Du verhindern, dass sich die Pflanzen gegenseitig die Nährstoffe rauben.

Es gibt im Hochbeet genau wie im herkömmlichen Beet gute und schlechte Nachbarn für die Pflanzen. Dazu ist es wichtig, dass Du Dich vor dem Anbau bzw. dem Einsäen genau informierst, welche Forderungen die einzelnen Pflanzen an den Boden und die Umgebung stellen.

Extra Tipps für das Bepflanzen mit Gemüse

Wenn Du unter den Gemüsesorten Rankpflanzen hast, dann solltest Du diese immer an den Rand setzen, denn dann können die Ranken gut nach außen wachsen und stören nicht die anderen Pflanzen im Hochbeet. Alle Pflanzen, wie zum Kohl, die eine längere Wachstumszeit haben, werden immer in die Mitte des Beetes gepflanzt. Die schnell wachsenden Sorten wie Radieschen und Salat werden direkt hinter den Rankpflanzen an den Rand gesetzt. Diese Gemüsesorten erntest Du fortlaufend und kannst so auch immer wieder nachsäen. Eine wichtige Regel, die nicht nur für den Gemüseanbau gilt, ist wie in einem herkömmlichen Beet auch – alle hohen Pflanzen in die Mitte oder nach hinten. Vorne wachsen dann die kleinwüchsigen Sorten. Ein weiterer Grund für diese Anordnung ist der Lichteinfall. Würdest Du die großen Pflanzen nach vorne setzen, dann würden sie den kleineren Pflanzen zu viel Licht rauben oder Schatten spenden.

Was passt gut zusammen?

Tomaten mit Bohnen, Kopfsalat oder Kohlrabi zusammengehören zu den guten Nachbarn, die sich gut ergänzen. Genauso sieht es mit Paprika und Endivien aus. Ebenso kannst Du Radieschen mit Zwiebeln, Karottenoder Spinat gut zusammen anbauen.

Diese Kombinationen vermeiden

Vermeiden hingegen solltest Du das gemeinsame Anbauen von Tomaten mit Erbsen und Gurken. Auch Paprika mit Tomaten passt nicht wirklich gut zusammen. Radieschen und Gurken gehören auch eher zu den schlechten Nachbarn.