Nordmanntanne pflanzen

Nordmanntanne pflanzenDer immergrüne Baum kann durchaus Höhen von 40 – 60 m erreichen und gut 500 Jahre alt werden. Dieser Baum hat natürlich nichts mehr mit dem kleinen Weihnachtsbäumchen aus Deinem Wohnzimmer an Weihnachten zu tun. Es spricht aber nichts dagegen, wenn Du eine Nordmanntanne in Deinen Garten pflanzen möchtest. Die Nordmanntanne hat einen ganz besonderen Wuchs. Die Krone breitet sich erst in den späteren Jahren aus und im unteren Bereich sind die Bäume auch im hohen Alter noch beastet und verkahlen nicht. In den ersten Jahren wächst die Nordmanntanne sehr langsam, was sich aber im Laufe der Jahre gibt.

Eine Nordmanntanne pflanzen – der Standort und das Substrat

Der ideale Standort für die Nordmanntanne ist ein schattiger bis halbschattiger Platz. Du solltest die Tanne vor extremer Sonneneinstrahlung schützen – dies gilt gerade für die jungen Setzlinge. Wenn es möglich ist, dann pflanze die Nordmanntanne in einer nördlichen Lage Deines Gartens an. In den ersten Jahren mögen die Tannen auch keinen Ostwind und eine zu hohe Luftverschmutzung.

Der Boden sollte nicht zu trocken sein. Ideal ist es, wenn Du einen humusreichen Lehmboden oder gar Braunerde zur Verfügung hast. Der Boden sollte locker und nicht zu sehr verdichtet sein, denn drauf reagieren die Nordmanntannen sofort.

Die Nordmanntanne pflanzen – wichtige Tipps

Gießen und Düngen der NordmanntanneBevor Du Dich für das Pflanzen einer Nordmanntanne entscheidest, sollte Dir klar sein, dass die Tanne jede Menge Platz braucht. Sie ist also auf keinen Fall für einen kleinen Hausgarten geeignet. Deine Nordmanntanne kaufst Du am Besten in einer Baumschule. Dort wirst Du auch nur Bäume mit einer Höhe von 1,60 m bekommen, denn bei den größeren Tannen reicht die Wurzel schon zu tief in den Boden und würde beim Ausgraben beschädigt werden.

Deine Gärtnerprüfung: Wie gut bist Du?

Gartenprüfung

Die Nordmanntanne solltest Du zwischen Herbst-Anfang und Frühlings-Anfang pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist. Das Pflanzloch musst Du entsprechend tief ausgraben und auch gut auflockern. Bevor Du den Ballen dann einsetzt, löse das Ballentuch und fülle dann das Pflanzloch mit Erde auf, die Du gut festtreten musst. Als Nächstes musst Du die Nordmanntanne gut angießen und auch in den nächsten Wochen für ausreichend Feuchtigkeit sorgen. Möchtest Du mehrere Nordmanntannen pflanzen, dann sollte zwischen den Tannen ein Abstand von 1,20 m eingehalten werden.

Die Pflege der Nordmanntanne

In den ersten Jahren benötigt die Nordmanntanne ein Optimum an Pflege und ist daher auch etlichen Gefahren ausgesetzt. Die Tanne mag weder starke Sonneneinstrahlung noch Frost. Das Schneiden bedeutet eine zusätzliche Belastung für die kleine Nordmanntanne. Aber je älter die Tanne wird, umso unempfindlicher wird sie auch. Wirklich Gefahr für die Nordmanntanne geht eigentlich nur von der Tannentrieblaus und vor einigen Pilzen aus.

Das Gießen und Düngen der Nordmanntanne

Nur bei jungen Bäumen musst Du für ausreichend Wasser sorgen. In späteren Jahren versorgen sich die Nordmanntannen durch die langen Wurzeln selbst mit Wasser. Wechseln die Nadeln im Sommer ihre Farbe, dann ist dies ein deutliches Zeichen, dass die Nordmanntanne Wasser benötigt. Einmal jährlich solltest Du die Nordmanntanne mit einem speziellen Koniferen-Langzeitdünger düngen.

Krankheiten und Schädlinge

Wie viele andere Nadelbäume auch hat die Nordmanntanne unter einigen Schädlingen und vor allen Dingen Pilzen zu leiden. In einigen Fällen wird die Nordmanntanne vom Hallimasch, einem Speisepilz, befallen. Dieser Pilz kann an der Nordmanntanne großen Schaden anrichten.

An Schädlingen sind hier die Tannentrieblaus und auch der Borkenkäfer zu nennen. Davon sind aber in erster Linie die jungen Tannen bedroht. Bei einem Befall mit der Tannentrieblaus haben sich Insektizide wie zum Beispiel Calypso und Careo bewährt. Ist Deine Tanne zu hoch, musst Du hier aber einen Fachmann mit dem Spritzen beauftragen, denn Du wirst die oberen Regionen kaum selbst erreichen.