Rosenkrankheiten und Rosenschädlinge

Königin der Blumen - Rose
Königin der Blumen – Rose © luise / pixelio.de

Die Rose wird gerade wegen ihrer schönen Blüten als Königin der Blumen bezeichnet. Doch sehr oft sind an den Rosen hässliche Flecken zu finden oder gar Schädlinge. Was kannst Du hier tun? Gerade Rosen gelten als sehr anfällig für einen Pilz, der durch zu viel Feuchtigkeit magisch angezogen wird.

 

 

 

Die häufigsten Rosenkrankheiten

Wir möchten Dir hier nun einiges zu den drei häufigsten Rosenkrankheiten erläutern. Den Echten Mehltau kannst Du leicht erkennen. Dieser Pilz legt sich als weißer und mehlartiger Belag auf die Knospen, die Blätter und die Triebspitzen. Sehr oft rollen sich auch die Blätter ein.

Wie der Name schon verrät, bilden sich beim Rosenrost gelborangefarbene Flecken an der Oberseite der Rosenblätter. Später erscheinen auch braunschwarze Pusteln an den Blattunterseiten. Wenn die Rose sehr stark befallen ist, kann sie auch alle Blätter verlieren.

Als besonders aggressiv gilt der Sternrußtau. Du erkennst ihn an violettschwarzen und sternförmigen Flecken. Die Ränder er Flecken sind gefranst. Die Blätter verfärben sich im Laufe gelb und fallen dann ab.

Was kannst Du gegen die Pilze tun?

Alle befallenen Blätter musst Du schnellstmöglich entfernen. Handelt es sich um den Echten Mehltau, dann solltest Du auch die befallenen Triebspitzen entfernen. Um den Pilzen ein wenig vorzubeugen, hilft auf jeden Fall ein Schnitt im Frühling. Als Hausmittel bei dem Echten Mehltau hat sich auch Milch bewährt. Hier mischt du am Besten ein Teil Milch mit neun Teilen Wasser und sprühst diese Mischung auf die befallenen Rosen. Es ist aber unbedingt wichtig, dass du Frischmilch und keine H-Milch verwendest. Das ist wichtig, weil das Lezithin in der Milch den Pilz bekämpft und das Natriumphosphat die Abwehrkräfte der Pflanze zusätzlich stärkt. Diese Prozedur solltest Du unbedingt 2- 3 mal die Woche wiederholen, und zwar solange bis der Pilz verschwunden ist.

Bei Rosenrost und Sternrußtau hilft sehr oft Brühe oder Jauche. Die Kräuterbrühe kannst Du selbst herstellen. Dazu kannst Du entweder Schachtelhalm als Brühe ansetzen oder Knoblauch als Jauche. Für die Schachtelhalmbrühe benötigst Du entweder 100 Gramm frischen Schachtelhalm oder aber 20 – 30 Gramm getrockneten. Dies setzt Du mit einem Liter Wasser an, lässt es über Nacht ziehen und kocht es dann für ca. 30 Minuten. Wenn der Sud wieder abgekühlt ist, dann verdünnst Du ihn mit Wasser im Verhältnis eine zu drei oder eins zu fünf. Mit dieser Mischung besprühst Du die Rosen in einem Abstand von 2 Wochen. Bei einem akuten Befall musst Du täglich sprühen.

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Für die Knoblauchjauche musst Du 50 Gramm Knoblauch mit einem Liter Wasser ansetzen. Der Knoblauch wird dabei grob gehackt. Ideal ist weiches Regenwasser. Damit das Ganze zur Jauche wird, musst es Du zwischen 5 und 15 Tagen gären lassen. Die Jauche ist fertig, wenn sich kein Schaum mehr bildet. Die Jauche riecht sehr übel. Du kannst hier etwas Steinmehl unterrühren. Als Spritzmittel verdünnst Du die Jauche dann im Verhältnis eins zu zehn mit Wasser.

Wenn sich der Befall trotz dieser Mittel weiter ausbreitet, dann kannst Du zusätzlich zu Pflanzenschutzmitteln greifen.

Vorbeugende Maßnahmen

Zur Vorbeugung gegen Pilze gilt immer, dass Du die Rosen nicht abends und auf keinen Fall von oben gießt. Beim Gießen am Morgen solltest Du nur die Erde rund um den Wurzelballen wässern.

Außerdem ist es wichtig, dass Du schon beim Kauf auf resistente Sorten achtest.

Rosenschädlinge

Rosenschädling
Rosenschädling © Richy / pixelio.de

Natürlich gibt es auf Rosen auch Schädlinge, die Du bekämpfen musst. Blattwespen erkennst Du an unschönen Fressstellen. Wobei der Rosentriebbohrer Bohrlöcher in neue Triebe bohrt und die Larven der Blattwespe die Oberfläche der Blätter abschaben. Befallene Triebe sollten in diesem Fall abgeschnitten und die Larven abgesammelt werden.

Spinnmilben erkennst Du an den Rosen an den gelblichen Sprenklungen auf der Blattoberseite und den Gespinsten an den Blattunterseiten. Ist der Befall sehr stark, dann hilft nur ein konsequentes Abschneiden der befallenen Triebe und Blätter. Ansonsten kannst Du die Rosen kräftig mit Wasser absprühen.

Auch bei Blattläusen hilft ein beherztes Absprühen mit Wasser.

Die Rosenblattrollwespe erkennst Du an den eingerollten Blättern. Die Larve sitzt hierbei innen und zerstört von dort aus die Pflanze. Befallene Blätter sind sofort zu entfernen.

Der Dickmaulrüssler frisst an den Blättern, während die Larven sich über die Wurzeln hermachen. Hier ist der Einsatz von Nematoden sehr hilfreich.

Beim Rosenzweigkrebs handelt es sich um ein Bakterium, das zu Wucherungen an den Rosen führt. Hier hilft es nur, wenn Du die befallenen Teile abschneidest. Hilfreich ist es auch, wenn Du zu nasse Böden vermeidest.

Einen Befall mit der Rosenzikade erkennst Du weißen Flecken auf der Oberseite. Die Flecken sind hier größer als bei der Spinnmilbe. An den Unterseiten der Blätter sitzen hierbei blattlausähnliche Insekten. Hilfreich ist es hier, wenn Du natürliche Fressfeinde wie Raubmilben oder Spinnen ansiedelst. Bei einem starken Befall kannst Du zu einem Insektizid greifen.