Endivien – Anbau und Pflege

Endiviensalat
Endiviensalat © schlank.net

Einer der beliebtesten Blattsalate ist der Endivien. Der Anbau gestaltet sich sehr einfach und du musst nicht wirklich viel bei der Pflege beachten. Im Vergleich mit anderen Blattsalaten ist der Endiviensalat relativ genügsam.

Die richtige Bodenvorbereitung

Der Endivie stellt an den Boden keine besonderen Ansprüche. Es reicht, wenn Du den Boden mit Kompost, Dünger oder etwas Mist behandelst. Die Nährstoffgaben sollten aber schon einige Monate vorher erfolgen.

Juni und Juli beste Aussaatzeit

Der Endivie wird relativ spät ausgepflanzt, sodass Du die Aussaat im Besten in einem Gewächshaus oder in einem Anzuchtkasten vornimmst. Es ist aber auch die direkte Aussaat im Beet möglich. Wenn Du dies vorhast, dann solltest Du Dir als Zeitpunkt Ende Juni oder noch besser Anfang Juli einplanen. Wichtig ist es bei der Aussaat, dass du einen Pflanzabstand von 30 – 40 cm einhältst. Da Endivie Sonne liebt, solltest du dies bei der Standortwahl im Hinterkopf haben.

Pflege und Wässern von Endivien

Der Endivie stellt zwar keine großen Ansprüche, dennoch gilt es, einiges zu beachten. Der Salat sollte immer nur alle 3 Jahre an dieselbe Stelle gepflanzt werden. Es handelt sich beim Endivien um eine zweijährige Salatpflanze. Da der Salat keine besonderen Nährstoffansprüche stellt, kannst Du also ein Beet auf dem vorher Kartoffeln oder Tomaten standen auswählen. Nach der Aussaat musst Du gut wässern, denn nur so wächst der Salat schneller. Achte aber darauf, dass keine Staunässe entsteht, denn diese verträgt der Endivien nicht gut. Wenn sich die Blätter verändern, ist dies ein Zeichen für zu viel Wasser und Du solltest die Wassergaben reduzieren.

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Das Bleichen der Blätter

Nach rund 3 Monaten ist der Endivien zur Ernte bereit. Davor kannst du die Blätter noch bleichen. Dazu musst du die äußeren Blätter zusammenbinden, damit an die inneren Blätter kein Licht mehr kommt. Dies verringert den bitteren Geschmack des Endivien. Das Bleichen kannst Du mittels eines Eimers, den du über die Pflanzen stülpst, erreichen. Allerdings musst Du darauf achten, dass der Salat komplett trocken ist. Das Bleichen kannst Du etwa 2 Wochen vor der Ernte machen.

Schädlinge und Krankheiten am Endivien

Schädlinge lieben den Endivien nicht wirklich. Dennoch kann er von Schnecken oder Blattläusen heimgesucht werden. Schnecken kannst Du einfach mit der Hand entfernen oder aber ein chemisches Mittel einsetzen. Bei Blattläusen sieht es etwas anders aus. Du kannst es mit einem Laugen-Wassergemisch versuchen. Sollte dies nicht erfolgreich sein, kannst Du aber auch ein chemisches Mittel einsetzen. Zur Vorbeugung gibt es die sogenannten Kulturnetze.

Zu einem Befall mit falschem Mehltau kommt es immer dann, wenn Du nicht genügend Zeitabstand zwischen der Kultur hast. Daher warte lieber immer etwas länger mit einer Neubepflanzung. Eine weitere Erkrankung ist der Blattrandbrand. Die Ursache für diese Erkrankung ist nicht bekannt. Man vermutet aber, dass dem Boden Magnesium fehlt.

Erntezeitpunkt

Ab August bis November kannst Du den Endivien ernten. Sollte es einmal früher kalt werden, dann schadet dies dem Endivien nicht. Erst ab minus 5 Grad solltest Du den Endivien komplett geerntet haben oder ihn aber mit Matten gegen die Kälte schützen. Wenn Du den Endivien erntest, dann kannst Du ihn mit samt den Wurzeln in feuchtem Sand im kalten Keller lagern. Im Kühlschrank ist Endivien nur wenige Tage haltbar.

Verwendung von Endivien

Endivien als Salatteller
Endivien als Salatteller © Petra Bork / pixelio.de

Endivien schmeckt am Besten, wenn Du ihn mit kalt gepresstem Olivenöl und Balsamico zubereitest, denn durch diese Zutaten wird der Geschmack intensiviert. Zusätzlich passen zu Endivien magerer Schafskäse, Mozzarella, Tomaten, Oliven und zahlreiche andere Gemüsesorten.