Kirschessigfliege bekämpfen

Kirschessigfliege bekämpfenDu hast die Früchte in Deinem Garten liebevoll gepflegt und freust Dich auf die entsprechende Ernte. Ein einziger Schädling aber kann Deine ganzen Mühen zunichte machen. Die Kirschessigfliege befällt nicht nur Kirschen, sondern auch Pfirsiche, Pflaumen, Himbeeren, Stachel- und Johannisbeeren. Die Bekämpfung ist mühselig, aber nicht erfolglos.

Die Kirschessigfliege

Das kleine Insekt legt seine Eier in den Früchten der oben genannten Obstsorten ab und die Maden wachsen darin heran. Die Ernte ist nahezu komplett vernichtet. Das Insekt macht seinem Namen alle Ehre, denn die Früchte schmecken tatsächlich nach Essig und werden auch schnell matschig und faul. Ursprünglich stammt der Schädling, der nur wenige Millimeter groß ist aus Asien. Bei uns in den Gärten sind pro Jahr bis zu 15 Generationen der Kirschessigfliege möglich. Du kannst Dir jetzt sicherlich vorstellen, wie groß das ausmaß an Schäden sein kann.

Die Bekämpfung ist fast unmöglich

Es gibt einige Möglichkeiten die Kirschessigfliege zu bekämpfen. Zu den natürlichen Feinden des Schädlings zählen die Brack-, Erz-, Gall- und Zehrwespen. Diese Tiere gehen gegen die Larven und Puppen der Kirschessigfliege vor. Leider können diese kleinen Fressfeinde aber nur rund 1/10 der Schädlinge angreifen und bieten daher keinen hundertprozentigen Schutz. Du kannst auch Fallen in Deinem Garten aufstellen, aber auch hier ist die Schutzwirkung nicht hundertprozentig. Ideal ist daher eine Kombination der beiden Methoden.

Fallen aufstellen

Möchtest Du es mit Fallen versuchen, dann hat sich folgende Möglichkeit sehr gut bewährt. Stelle als Erstes eine Mischung von Rotwein und Apfelessig im Verhältnis drei zu zwei her. In diese Mischung gibst Du einen Tropfen Spülmittel. Die fertige Mischung füllst Du in einen Plastikbecher. Ideal sind Joghurtbecher, die Du nicht randvoll machen solltest, denn in den oberen Bereich müssen mehrere Löcher in das Plastik gebohrt werden. Das kannst Du sehr gut mit einer heißen Nadel bewerkstelligen. Mehrere dieser Fallen hängst Du in Deinem Garten auf.

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Extremes Wetter ist ebenfalls hilfreich

Natürlich kannst Du auch auf extremes Wetter hoffen, denn der einzig effektive Gegenspieler der Kirschessigfliege sind die Temperaturen. Ist ein heißer Sommer mit Werten über 30 Grad zu erwarten, dann hält sich er Befall der Kirschessigfliege in Grenzen. Im Winter sollten die Temperaturen anhaltend lang unter minus 15 Grad liegen. Es gibt aber immer einige Tiere, die auch diese Temperaturen überleben und sich nach dem Winter extrem stark wieder aufbauen.

Eine Methode hilft wirklich

Auch wenn die Bekämpfung der Kirschessigfliege sehr schwer ist, gibt es eine Methode, mit der Du auf jeden Fall Erfolge erzielen kannst. Über die Bäume und Büsche hängst Du Netze mit einer Maschenweite von 0,8 mm. Das hält die Fliegen auf jeden Fall. Der Nachteil ist aber, dass Du die Netze zum Ernten der Früchte öffnen musst und dann könnte die Kirschessigfliege doch auf die Büsche gelangen und Schaden anrichten.

Befallenes Obst entsorgen

Befallenes Obst darfst Du auf keinen Fall auf dem Kompost entsorgen. Am besten packst Du die befallenen Früchte in eine durchsichtige Plastiktüte, verschließt diese gut und legst alles in die Sonne. Durch die Hitze und die Vergärung sterben die Schädlinge ab.

Der Kirschessigfliege vorbeugen

Bei Stachel- und Johannisbeeren kannst Du der Kirschessigfliege vorbeugen, indem Du die Sträucher zu Bäumen erziehst. Dies dauert zwar im Schnitt 2 Jahre, aber der Erfolg gibt Dir dann recht. Entscheidest Du Dich dafür, dann musst Du alle Triebe bis auf einen abschneiden. Diesen einen Trieb bindest Du an einem Pflanzpfahl nach oben, sodass die Triebspitze immer nach oben zeigt. Bereits im nächsten Jahr entsteht hieraus ein kleiner Baum dank der neuen Seitentriebe.

Diese Form der Kultivierung hat einen weiteren positiven Nebeneffekt. Tragen die kleinen Bäumchen erst mal Früchte, dann kannst Du die Stachel- und Johannisbeeren bequem im Stehen ernten.