Kräuselkrankheit bei Pfirsichen

Kräuselkrankheit
Kräuselkrankheit © Steffi Pelz / pixelio.de

Haben sich im letzten Jahr an Deinem Pfirsichbaum gelbgrüne bis rötliche wellige Ausstülpungen gezeigt, dann lag die Ursache hier mit Sicherheit an der Kräuselkrankheit. Diese Krankheit tritt sowohl an Pfirsichen als auch an Aprikosen und Nektarinen auf. Dabei sind die neuen Triebe gestaucht und es zeigen sich verkrüppelte Blattbüschel. Ein Teil der Blätter und auch viele Früchte fallen vorzeitig ab. Selbst wenn sich die Pflanzen in der neuen Saison wieder erholen, haben sie kaum Blütenknospen und Früchte.

Die Kräuselkrankheit

Verursacht wird diese Erkrankung durch einen Pilz mit dem Namen Taphrina deformans. Dieser Pilz überdauert den Winter als Pilzgeflecht auf den zweigen und den Knospenschuppen der Bäume. Ab Temperaturen über 10 Grad zerfällt das Pilzmyzel in viele kleine Zellen, die dann durch Regen in die Knospen gespült werden. Dort infizieren sie dann die jungen Blätter. Die Symptome kannst Du aber erst nach dem Austrieb erkennen. Die Blätter sind dann blasig aufgetrieben und auch rötlich verfärbt. Auf der Blattoberseite bildet sich dann später ein weißer Pilzrasen aus. Die Sporen keimen dann aus und besiedeln im Laufe des Jahres die restlichen Triebknospen. Die kranken Blätter trocknen ein und fallen in der Regel ab.

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Die Vorbeugung

Mit einem richtigen Standort kannst Du dem Befall mit der Kräuselkrankheit vorbeugen. Der Pilz breitet sich besonders gerne unter feuchten Bedingungen aus. Du solltest daher darauf achten, dass die Pfirsichbäume einen sonnigen und luftigen Platz im Garten bekommen. Die Krone des Baumes sollte nicht zu dicht sein, damit nach einem Regenfall die Blätter schnell wieder abtrocknen. Die maßvolle Düngung mit einem mineralischen oder auch organischen Dünger stärkt zudem die Widerstandskraft der Bäume.

Die Bäume natürlich stärken

Als vorbeugend einzusetzendes biologisches Pflanzenschutzmittel hat sich Neudo-Vital Obst-Pilzschutz bewährt. Mit dem Einsatz stehen für Dich die Chancen nicht schlecht, die Erkrankung in den Griff zu bekommen.

Da die Infektion sehr früh im Jahr mit dem ersten Anschwellen der Knospen beginnt, solltest Du bereits ab Ende Januar mit der ersten Behandlung beginnen. Dazu sprühst Du die gesamte Krone von allen Seiten gut ein. Diese Behandlung wiederholst Du 3 – 4-mal im Abstand von 2 – 3 Wochen. Vor der ersten Behandlung solltest Du Fruchtmumien oder verkrüppelte Triebspitzen entfernen. Die Pflanzenteile solltest Du mit dem Hausmüll entsorgen.

Die chemische Behandlung

Compo Duaxo Universal Pilz-frei ist bisher als einziges Pflanzenschutzmittel gegen die Bekämpfung der Kräuselkrankheit zugelassen. Hierbei ist es wichtig, dass die Bekämpfung des Pilzes vor dem Knospenausbruch erfolgen muss. Sind die Symptome erst mal aufgetreten, ist eine erfolgreiche Behandlung nicht mehr möglich. Gerade wenn der Winter mild war, dann solltest Du schon Ende Januar vorbeugend mit dem Spritzen beginnen und diesmal 3 mal im Abstand von 7 – 10 Tagen wiederholen. Kontrolliere die Bäume regelmäßig und entferne verkrüppelte Triebspitzen.

Besonders robuste Pfirsichsorten

Als besonders robust gegen die Pilzerkrankung haben sich folgende Pfirsichsorten im heimischen Garten durchgesetzt.

Revita ist eine selbstfruchtende weißfleischige Sorte. Aber auch Benedicte, Amsden, Alexandra Zainara und der Rote Weinbergpfirsich sind wenig anfällig. Die Sorte Satrun gilt als relativ widerstandsfähig und zudem auch noch kältefest.