Süßkartoffeln anbauen

Süßkartoffel
Süßkartoffel © w.r.wagner / pixelio.de

Weltweit zählt die Süßkartoffel hinter dem Reis zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. In unseren Regionen hat sie aber erst in letzter Zeit die Aufmerksamkeit von Hobbygärtnern erregt. Die Süßkartoffel ist nicht mit der uns bekannten Kartoffel verwandt. Sie gehört zu den Windengewächsen. Man nennt die Süßkartoffel oft auch Batate. Sie ist ein reines Multitalent in der Küche, das wenig Fett und viele Vitamine enthält. Mit ihrem köstlichen Geschmack hat sie in den letzten Jahren viele Liebhaber gefunden.

Standort für Süßkartoffeln

Da die Süßkartoffel aus Südamerika kommt, bevorzugt sie auch hier bei uns einen milden, sonnigen bis halbschattigen Standort. Die durchschnittliche Temperatur sollte bei 24 Grad liegen. Der Boden sollte leicht sandig und vor allen Dingen nährstoffreich sein. Sobald die Temperatur unter 10 Grad fällt, stellt die Pflanze ihr Wachstum ein. Frost ist für die Süßkartoffel absolut tödlich.

Der Anbau von Süßkartoffeln

Anhand von Saatknollen, die du im Handel bekommst, gestaltet sich der Anbau relativ einfach. In der zweiten Aprilhälfte gräbst Du die Saatknollen in eine Kiste mit Gartenkompost oder Blumenerde. Dort können die Knollen bis Mitte Mai in der warmen Wohnung die ersten Triebe bilden. Nach den Eisheiligen kannst Du die vorgetriebenen Knollen ins Freiland bringen. Dazu lockerst Du das Beet mit einer Grabgabel und arbeitest noch etwas Kompost oder Hornspäne ein. Die Knollen werden nun mit einem scharfen Messer so geteilt, dass jedes Stück einen langen und kräftigen Trieb hat. Die Triebe haben oftmals eine Klänge von 10 – 15 cm und du musst hier mit äußerster Vorsicht vorgehen, denn die Triebe brechen leicht ab. Die Saatknollen gräbst Du etwa 5 cm tief in den Boden ein. Dabei hältst Du einen Abstand von 30 – 40 cm zwischen den Knollen. Die Triebspitzen schauen dabei aus dem Boden hervor. Zwischen den Reihen hältst Du einen Abstand von 90 – 120 cm. Die Zwischenräume bedeckst Du mit Mulch.

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Die Pflege der Süßkartoffel

Je besser Du die Süßkartoffel pflegst, umso besser gedeiht sie. Die bedeutet, dass Du sie vor direkter Sonneneinstrahlung schützen musst. Die Erde sollte gleichmäßig feucht sein und Staunässe ist zu verhindern. Dennoch musst Du bei Trockenheit reichlich gießen. Von März bis September musst Du regelmäßig mit Volldünger oder Hornspänen düngen. Sind die Ranken zu lang, dann kannst Du sie ohne Probleme abschneiden.

Die Ernte

Während des Sommers bilden sich in der Erde zahlreiche Tochterknollen, die für eine reiche Ernte sorgen. Sobald sich im September oder Oktober die Ranken gelb färben, kannst Du die Knollen aus der Erde holen. Die Süßkartoffel wächst dicht unter der Erdoberfläche, daher ist es sinnvoll sie mit den Händen auszugraben, denn Gartengeräte könnten die Knollen verletzen. Die Knollen werden nur abgeschüttelt und nicht gewaschen. Dann müssen sie etwa 2 -3 Tage an der frischen Luft trocknen. Du kannst sie dann bei ca. 12 Grad kühl und trocken einige Zeit lagern. Ideal ist hierzu eine Kartoffelkiste, damit die Luft zirkulieren kann und somit einer Schimmelbildung vorgebeugt wird. Die Knollen sollten dann so schnell als möglich verzehrt werden, denn eine Lagerung, wie bei herkömmlichen Kartoffeln ist nicht möglich.

Inhaltsstoffe und Verwendung der Süßkartoffel

Süßkartoffel mit Fisch
Süßkartoffel mit Fisch © w.r.wagner / pixelio.de

Süßkartoffeln enthalten kaum fett und sind somit für alle die eine gute Wahl, die auf ihre Figur achten wollen. Die hochwirksamen Antioxidantien der Süßkartoffel schützen den Körper vor freien Radikalen. Süßkartoffeln enthalten große Mengen an Folsäure und an den Spurenelementen wie Mangan, Kupfer und eisen. An Vitaminen enthalten die Süßkartoffeln Vitamin B2, B6, E und H.

Süßkartoffeln kannst Du kochen, braten, frittieren, rösten und auch backen. Sie passen hervorragend zu Fleisch, Gemüse und auch Eiern. Als Puffer oder als Suppe sind sie ebenfalls sehr beliebt. Sehr lecker sind Süßkartoffeln auch frisch vom Blech und hierbei exotisch-scharf gewürzt. Liebst Du Knabberartikel, dann kannst Du die Süßkartoffel auch roh verzehren.