Tomaten pflanzen

Tomaten
Tomaten – zum Anbeißen lecker © Stefanie Salzer-Deckert / pixelio.de

Tomaten werden in Südtirol und auch im Osten von Österreich sehr oft als Paradeiser bezeichnet. Aber vollkommen egal, wie man die Tomate auch nennt, es handelt sich hier um eine köstliche Frucht, die vielfältig in der Verwendung ist. Die Pflanze gehört zu den Nachtschattengewächsen. Wichtig für Dich zu wissen ist, dass beim Tomatenanbau Freud und Leid dicht beieinanderliegen. Gibt es einen warmen und trocknen Sommer, dann kannst Du Dich über eine reiche Ernte freuen. Ist der Sommer aber verregnet, dann war all Deine Arbeit umsonst.

Die unterschiedlichen Tomatensorten sind Geschmackssache

Zu den kleinen und fruchtig-süße Naschtomaten gehören die runden oder auch pflaumenförmigen Kirschtomaten wie zum Beispiel „Sweet Million“ oder auch „Dasher“. Die Sorte „Philovita“ trotz der Kraut- und Braunfäule perfekt und „Orangina“ liefert Dir knallig orangene Tomaten mit einem ausgeprägten Aroma. Gerade in der italienischen Küche sehr beliebt sind die Fleisch- oder Flaschentomaten „Myrto“, „Timos“ und „Corianne“. Zu den wiederentdeckten Köstlichkeiten gehören die Sorten „Andenhörnchen“ oder auch die hellgelbe Ananastomate.

Tomaten aus Samen selbst ziehen

Mit der Ernte Deiner Tomaten kannst Du gleich wieder für den Samen der nächsten Saison sorgen. Es sollte sich allerdings um keine F1-Hybridsorte handeln. Die Tomatensamen halten ca. 2 – 6 Jahren, sollten aber immer dunkel und kühl gelagert werden. Tomatensamen bekommst Du, wenn Du die Kerne der Tomaten trocknest und dann verpackst.

Junge Tomaten Pflanzen kaufen

Die meisten Sorten an Tomaten Pflanzen kannst Du in den Gartencenter kaufen. Ausgefallene Sorten werden aber in den Regel nur als Samen angeboten und Du musst diese Sorten selbst vorziehen. Viele der Jungpflanzen sind auch bereits veredelt, sodass die Pflanzen bis zu 60 % mehr Früchte bringen. Hier gibt es aber einen entscheidenden Nachteil. Die Früchte neigen leicht zum Platzen und sind auf eine gleichmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung angewiesen.

Die Tomaten Pflanzen ins Beet bringen

Tomaten vertragen keinen Frost und daher solltest Du mit dem Auspflanzen der Setzlinge bis zum 20.Mai warten, denn dann sind die Eisheiligen vorüber. Möchtest Du früher Tomaten ernten und hast kein Gewächshaus zur Verfügung, dann kannst Du die Setzlinge auch schon Ende April ins Beet setzen, musst aber die Tomaten Pflanzen nachts mit einer Folienhaube vor Frost schützen. Die Folienhaube sollte Löcher haben und ein Kontakt zwischen Folie und Blättern ist zu vermeiden, denn dadurch wird die Gefahr einer Pilzinfektion deutlich erhöht.

Idealer Boden und Standort für die Tomaten Pflanzen

Tomaten lieben einen sonnigen Platz in nährstoffreicher Erde. Ideal sind hier 3 – 5 Liter Kompost pro Quadratmeter Boden, der nach der Bodenvorbereitung ausgestreut werden sollte. Dies sichert schon mal die Grundversorgung der Pflanzen. Tomaten sollten jährlich einen anderen Platz in Deinem Garten bekommen, denn sonst besteht die Gefahr von Bodenschädlingen. Du solltest auf einen Pflanzabstand von mindestens 60 cm achten und einem Reihenabstand von ca. 100 cm. Das Pflanzloch musst Du so tief ausheben, dass der Wurzelballen ca. 5 cm unter der Erde liegt. An der Basis der Stängel bilden sich dann zusätzliche Wurzeln, die für eine bessere Wasser- und Nährstoffaufnahme sorgen.

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Gartenprüfung

Gefährlichste Tomatenkrankheit

Die größte Gefahr für Deine Tomaten ist die Kraut- und Braunfäule. Diese Krankheit wird durch einen Pilz verursacht, dessen Sporen durch den Wind über weite Strecken hinweg verbreitet werden. Auf der Blattoberfläche lösen diese dann schnell eine Infektion aus. Durch eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen unter 18 Grad wird dies gar noch begünstigt. Sind die Pflanzen erst mal infiziert, lässt sich das kaum noch stoppen und Du kannst die Tomaten Pflanzen nur noch vernichten. Als wirkungsvolle Vorbeugung hat sich ein Dach über den Tomaten bewährt. Spezielle Tomatenhäuser mit drei geschlossenen Seiten bieten hier einen guten Schutz. Mit etwas Geschick kannst Du solch ein Tomatenhaus aus einigen Holzlatten und einer UV-beständigen Gewächshausfolie auch selbst bauen. Rundum geschlossene Häuser sind hier nicht zu empfehlen, denn durch die wechselnden Temperaturen bildet sich unter der Folie Schwitzwasser und der Pilzbefall wird dadurch begünstigt.

Die richtige Pflege der Tomaten Pflanzen

Deine Tomaten benötigen viele Nährstoffe. Daher solltest Du ab Blütenbeginn alle 14 Tage mit einem kaliumreichen Tomatendünger oder einer selbst hergestellten Brennnesseljauche die Tomaten gießen. Hierbei ist es besonders wichtig, dass Du niemals wartest, bis der Boden vollkommen ausgetrocknet ist, denn sonst platzen die Tomaten schnell auf. Gerade die überdachten Tomaten sollten regelmäßig gegossen werden – an heißen Tagen auch täglich. Am Besten gießt Du früh morgens, solange die Erde noch kühl ist. Nutze hierzu am Besten temperiertes Wasser. Mit der Giesskanne gehst Du dann direkt an den Wurzelbereich. Die Blätter solltest Du niemals benetzen. Aus diesem Grund solltest Du auch, sobald die Tomaten Pflanzen groß genug sind, die unteren Blätter entfernen.

Die Tomaten Pflanzen stützen und ausgeizen

Bis auf Buschtomaten benötigen alle Tomaten Pflanzen eine Rankhilfe. Als praktisch haben sich hierbei die Spiralstäbe aus den Gartenfachmärkten erwiesen. Bevor du die Stäbe in den Boden steckst, solltest Du Sie mit hochprozentigem Alkohol desinfizieren, um eventuelle Pilzsporen aus dem Vorjahr abzutöten. Die Stäbe steckst Du direkt neben die Tomaten Pflanzen und drehst die Haupttriebe durch die Windungen.

Ganz wichtig ist auch das Ausgeizen der Tomaten Pflanzen. Hierbei werden regelmäßig die Seitentriebe, die sich in den Blattachseln bilden ausgebrochen. Würde man diese wachsen lassen, dann bilden sie bald ein undurchdringliches Gebüsch und die Tomaten bekommen weniger Kraft und werden kleiner.

Inhaltsstoffe und Verwendung der Tomaten

Tomaten Mahlzeit
Leckere Bolognese © EvelinStockfisch / pixelio.de

Tomaten enthalten sehr viel Vitamin C, Kalium, sekundäre Pflanzenstoffe und auch Ballaststoffe. Dennoch sind Tomaten sehr kalorienarm und bringen es gerade mal auf 17 kcal. Pro 100 g.

Durch das Vitamin C werden die Widerstandskräfte des Körpers gestärkt und die Mineralstoffe unterstützen den Körper bei den wichtigen Aufgaben im Nerven- und Muskelstoffwechsel. Die Ballaststoffe bringen den Darm in Schwung und die sekundären Pflanzenstoffe mindern das Risiko für verschiedene Erkrankungen.

Tomaten sind besonders lecker, wenn sie frisch geerntet werden. Aber auch zum Kochen, Dünsten, Braten und Backen kann man sie hervorragend verwenden. Am bekanntesten sind Tomaten wahrscheinlich als Ketchup in allen Variationen. Du kannst damit aber auch leckere Marmeladen und Chutneys herstellen.