Ameisen bekämpfen

Ameise
Ameise © luise / pixelio.de

Die Ameisen sind als fleißige Tierchen bekannt, bei den Menschen aber nicht sonderlich beliebt. Ameisen halten sich nämlich nicht nur im Garten auf, sondern wandern unter Umständen auf die Terrasse oder gar ins Haus. Fangen die Ameisen dann auch noch zu fliegen an und verirren sich in Haus, Garten und Schuppen, um neue Plätze für Ihren Staat zu finden, wird es erst recht unangenehm. Was also kannst Du gegen Ameisen unternehmen? Bei einer einzelnen Ameise handelt es sich in der Regel um eine Arbeiterin, die auf der Suche nach Nahrung ist. Hat Sie was gefunden, wird aus dieser einen Ameise schnell eine ganze Ameisenstraße, die Du dann umgehend entfernen solltest.

Die unterschiedlichen Ameisenarten

Bei uns in Deutschland gibt es rund 100 Ameisenarten, die alle zu den Hygieneschädlingen gehören, weil sie Keime und Bakterien übertragen.

Die Pharaoameise ist dabei die gefährlichste. Sie ist nur 2 – 3 mm lang. Die Arbeiterinnen sind hier bernsteingelb mit einer dunklen Hinterleibsspitze. Die Männchen sind schwarzbraun und habe blassgelb Fühler und Beine. Diese Art liebt die feuchte Wärme und eine proteinreiche Nahrung. Kälte ist ihnen absolut zuwider. Der Staat hat mehrere Königinnen. Man findet sie sehr oft in Mauerspalten oder auch in Heizungsschächten. Es bilden sich immer mehr Tochterkolonien. Die Pharaoameise gilt als Überträger von Krankheiten und Verbreiter von gefährlichen Krankheitserregern.

Die häufigste Ameise ist die Rasenameise. Sie ist etwa 2 – 7 mm lang und die Arbeiterinnen sind braun bis dunkelbraun, während die Männchen dunkler und deutlich größer sind. Die Ameisen legen Erdnester an sonnigen und sandigen Stellen an, die Du als kegelartigen Erdauswurf wahrnimmst. Im Juni und Juli schwärmen die Rasenameisen aus. Sie lieben zuckerhaltige Nahrung und dringen daher gerne in Küchen ein. Für unsere Gesundheit sind die Rasenameisen nicht gefährlich.

Die Holzameise ist ca. 2 – 5 mm groß und mehr oder weniger schwarz mit einer leicht rötlichen Färbung. Die Arbeiterinnen können nicht fliegen, während der Rest des Staates zwischen Mai und August zum Hochzeitsflug aufbricht. Die Nester werden oft am Boden oder in Gebäuden und hohlen Bäumen abgelegt. Du erkennst die Nester an einer kartonageähnlichen schwarzbraunen Masse, die schwammig und brüchig ist. Die Masse ist auch von Pilzfäden durchzogen. Es sind Tochterkolonien möglich. Von den Holzameisen geht eine Schädigung des Holzes als Gefahr hervor. Auf der Suche nach Nahrung verteilen sich die Holzameisen im ganzen Haus.

Am häufigsten kommt aber die schwarzbraune Wegameise vor. Sie ist 3 – 9 mm lang. Die Ameisen sind dunkelbraun bis schwarz. Die Beine und Fühler können rötlich aussehen. Die Nester bauen sie bevorzugt unter Baumstümpfen und Terrassenplatten, die in der Sonne liegen. Die Ameisenstraßen der Wegameise sind sehr auffällig. Sie schwärmen von Mai bis August aus und mögen zuckerhaltige Nahrung, weshalb sie auch oft ins Haus eindringen. Sie gelten nicht als Krankheitsüberträger.

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Ameisen vorbeugen

Ameisen bei der Nahrungsaufnahme
Ameisen bei der Nahrungsaufnahme © PeterA / pixelio.de

Da Ameisen als Vorratsschädlinge gelten, ist die Vorbeugung sehr sinnvoll. Aus diesem Grund solltest Du Lebensmittel gut wegräumen. Dies gilt natürlich auch für Futternäpfe von Haustieren und Obstschalen. Auch benutztes Geschirr sollte nicht länger als nötig rumstehen. Nahrungsmittel im Kühlschrank sollten verpackt sein, denn Ameisen dringen durch Kühlschrankdichtungen. Des Weiteren solltest Du Fugen im Mauerwerk abdichten, Fenster und Türen auf Dichtigkeit prüfen, Müll und Abfall immer wegräumen und regelmäßig lüften.

Hausmittel gegen Ameisen

Es gibt viele Hausmittel gegen Ameisen, wobei viele hier nicht wirklich helfen. Dazu gehören Backpulver, Öl oder auch Salz. In früheren Zeiten half Backpulver, doch in neuster Zeit hat sich die Zusammensetzung geändert. Kurzfristig soll auch ein Kreidestrich helfen, den Ameisen nicht überqueren. Die Wirkung verfliegt hier aber sehr schnell. Eine gute Wirkung gegen die Ameisen erzielst Du mit folgenden Hausmitteln. Natron mit Puderzucker mischen und auf die Ameisenstraßen geben. Die Ameisen nehmen die Mischung auf und verenden. Mit Wasser verdünntes Teebaumöl mögen die Ameisen nicht. Auch andere geruchsintensive Substanzen werden von Ameisen gemieden, denn sie haben ein besonders intensiven Geruchssinn. Hirschhornsalz mit Zucker mischen, tötet ebenfalls die Ameisen. Diese Methode ist aber recht kostenintensiv. Für einige Tage blockiert auch Zimt eine Ameisenstraße.

Chemische Mittel gegen Ameisen

Im Handel bekommst Du auch jede Menge chemische Mittel um die Ameisen zu bekämpfen. Diese Mittel sollten aber nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden. Kinder und Haustiere sollten nicht mit den Mitteln in Berührung kommen, daher ist die Gebrauchsanweisung exakt zu beachten. Wenn alles nichts hilft, dann kannst Du auch einen Schädlingsbekämpfer beauftragen. Diese verwenden dann meist hochgiftige Biozide.

Ameisen im Garten

Im Garten sind Ameisen meist sehr nützlich, denn sie lockern den Boden und fördern somit das Wachstum der Pflanzen. Werden es aber, dann werden sie eher lästig als nützlich. Du kannst dann versuchen die Ameisen umzusiedeln, indem Du einen Bau mit extrem viel Wasser überflutest. Dazu stellst Du direkt neben den Bau einen umgestürzten Blumentopf mit Holzwolle. Die Ameisen werden ihre Eier nach dort transportieren und Du kannst dann den Staat umsiedeln.