Quecken im Rasen entfernen

Quecken
Quecken © hausgarten.net

Die Quecke ist auch als Haargerste, Schnürgras oder Kriechquecke bekannt. Es handelt sich hier um ausdauernde krautige Wurzelunkräuter. Einige der Arten bilden dabei lange unterirdische Rhizome, sodass selbst an kleinsten Wurzelresten wieder neue Quecken aus dem Boden kommen. Bei der Bekämpfung der Quecke ist es also äußerst wichtig, dass Du alle Wurzelreste rückstandslos entfernst. Die Quecke kann Höhen von 40 – 120 cm erreichen und blüht von Juni bis September.

Das Ausstechen der Quecke

Entdeckst Du einzelne Quecken auf Deinem Rasen, dann kannst Du diese mit einem scharfen Messer oder aber einem speziellen Unkrautstecher direkt ausstechen. Am Besten erledigst Du dies, bevor die Quecke zu blühen beginnt und ihren Samen verstreut. Achte beim Ausstechen darauf, dass Du so tief wie möglich das Wurzelwerk mit entfernst. Bei dieser Methode werden zwangsläufig immer Reste der Wurzeln in der Erde bleiben.

Das Umgraben ist nicht zu empfehlen

Hast Du eine Fläche im Garten mit mehren Quecken, dann ist vom Umgraben gänzlich abzuraten. Hierbei würdest Du die Wurzeln nur zerstückeln und somit die Ausbreitung der Quecke noch unterstützen. Dein Rasen sieht danach auch nicht wirklich besser aus.

Mit ausgelegter Plastikfolie die Quecke bekämpfen

Gute Erfolge wurden im Kampf gegen die Quecke auch schon mit einer lichtundurchlässigen Folie erzielt. Die Bekämpfung mit dieser Methode dauert natürlich sehr lang und Du musst danach den Rasenbereich, den Du ausgelegt hast neu anlegen. Schließlich lässt es sich nicht verhindern, dass beim Abdecken mit der Folie auch Rasenpflanzen leiden und absterben. Willst Du es aber trotzdem auf diese Methode versuchen, dann musst Du die betreffende Stelle im Rasen komplett mit dunkler Folie abdecken. Die Ränder beschwerst Du dabei mit Steinen oder Holzlatten. Achte darauf, dass weder Regen noch Sonne an diesem Bereich bis in den Boden vordringen können. Die Folie muss mindestens eine ganze Gartensaison so liegen belieben. Ideal sind hier 6 – 12 Monate – also je länger umso besser. Im Idealfall stirbt während dieser Zeit die Quecke ab. Wenn Du die Folie dann abnimmst, wird die abgedeckte Fläche komplett bearbeitet. Dabei entfernst Du sämtliche Pflanzenreste und kannst dann im Anschluss wieder neuen Rasen aussäen. Beim Aussäen solltest Du darauf achten, dass Du nur hochwertiges Saatgut nutzt.

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Die Bekämpfung der Quecke mit chemischen Mitteln

Natürlich kannst Du die Quecken in Deinem Rasen auch chemisch bekämpfen. Dies ist aber nicht empfehlenswert. Entscheidest Du Dich dennoch für diese Methode, dann ist folgendermaßen vorzugehen. Hilfreich ist hier das Totalherbizid Renofluid Royal. Bevor Du das Mittel anwendest, muss der komplette alte Rasen entfernt werden. Einige Stunden, bevor Du das Herbizid ausbringst, musst Du die Fläche bewässern. Das herbizid wird nach Anweisungen des Herstellers auf der Fläche verteilt. Nach ca. 1-3 Wochen sind sowohl die Gräser als auch die Quecken auf der Rasenfläche braun, das heißt, sie sind abgestorben. Jetzt kommt die wichtigste Aufgabe. Der Rasenfilz muss komplett entfernt werden. Dazu musst Du die Fläche vertikutieren. Mit einem Rechnen entfernst Du nach dem Vertikutieren den gelockerten Rasenfilz, und zwar soweit, dass die offene Erde zum Vorschein kommt. Jetzt kannst Du mit der Neuaussaat beginnen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen die Quecke

Natürlich kannst Du Rasenunkräuter wie die Quecke nicht ganz verhindern. Du kannst aber vorbeugend einiges tun. Die richtige Pflege spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Zur richtigen Pflege gehört nicht nur das Gießen, sondern auch das Düngen, Mähen und Vertikutieren. Idealerweise wässerst Du den Rasen einmal pro Woche, sodass das Wasser mindestens 10 – 15 cm tief in den Boden einsickern kann. Neben dem Wässern must Du zweimal im Jahr vertikutieren. Das Düngen ist ein weiterer wichtiger Schritt für einen gesunden Rasen. Der erste Schnitt erfolgt im April. Etwa 6 – 8 Wochen danach erfolgt die erste Düngung. Ein letztes Mal wird dann im Herbst gedüngt. Düngst Du gar nicht oder zu wenig, bekommt Dein Rasen Lücken, an denen sich die Unkräuter durchsetzen können.

Die Ursache für den Wuchs von Quecken

Der Wuchs von Quecken kann hier sehr unterschiedliche Ursachen haben. Am häufigsten liegt es aber am Nährstoffmangel, denn Dein Rasen hat einen sehr hohen Nährstoffbedarf. Kommt es erst mal zu einem Mangel, dann bilden sich ganz schnell Lücken im Rasen. Eine weitere sehr wichtige Ursache ist der Einsatz von einem minderwertigen Saatgut. Gerade das Saatgut „Berliner Tiergarten“ sollte man hier erwähnen, denn dieses neigt sehr stark zum Verunkrauten. Das Saatgut wird auf schnelles Wachstum gezüchtet. Daher sind hier sehr oft preiswerte Futtergräser enthalten.