Rasenschädlinge bekämpfen

Bekommt Dein Rasen plötzlich braune Stellen oder löst sich sogar der Rasen vom Boden, dann kann es sein, dass sich ein Rasenschädling eingenistet hat. Die bekanntesten sind hier wohl der Gartenlaubkäfer und die Wiesenschnake. Immense Schäden können aber auch vom Purzelkäfer angerichtet werden. Wir möchten Dir zeigen, wie Du die Schädlinge bekämpfen kannst.

Gartenlaubkäfer
Gartenlaubkäfer © Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Der Gartenlaubkäfer

Einer der Hauptschädlinge des Rasens ist der Gartenlaubkäfer, der zwischen Mai und Juni aus der Erde schlüpft und ausschwärmt. Die Käfer leben von Laub, Blüten, Knospen und auch Stauden. Nach ca. 3 Wochen legen die Weibchen ihre Eier im Rasen ab. Daraus entwickeln sich dann die Larven, die sich von Graswurzeln ernähren. Die Gräser verkümmern und vertrocknen an diesen Stellen. Es blieben sich vermehrt kahle Stellen und du kannst die Rasenfläche vom Boden einfach abziehen. Die ersten Schäden erkennst Du zwischen Ende Juli und Anfang Oktober. Am einfachsten kannst du Dich gegen den Gartenlaubkäfer schützen, indem Du Deinen Rasen perfekt pflegst. Eine dichte Grasfläche macht es den Weibchen schwer ihre Eier abzulegen, denn der Käfer bevorzugt hier sandige Böden und trockene Stellen. Gegen den Käfer selbst gibt es keine chemischen Pflanzenschutzmittel. Willst du ihn dennoch bekämpfen, dann musst Du Nematoden einsetzen. Im Handel bekommst Du diese Fadenwürmer, die Du mit dem Gießwasser in den Boden einbringst. Die Würmer dringen dann in die Larven ein, wodurch diese nach wenigen Tagen absterben. Der beste Einsatz für die Nematoden liegt zwischen August und Mitte September. Du kannst dem Gartenlaubkäfer vorbeugen, indem Du während der Flugzeit der Käfer im Mai den Rasen nicht zu kurz schneidest. Während dieser Zeit solltest du auch Lücken im Rasen ausreichend bewässern, damit diese kühl sind.

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Die Wiesenschnake

Wiesenschnake
Wiesenschnake © Luise / pixelio.de

Nach dem Gartenlaubkäfer schlägt oft die Wiesenschnake (Tipula) zu. Die Larven ernähren sich auch hier von den Graswurzeln. Die Weibchen der Wiesenschnake legen im August und September ihre Eier im Rasen ab. Nach ca. 5 Wochen schlüpfen dann die Larven und schädigen die Graswurzeln. Schäden erkennst Du auch hier an braunen Flecken im Gras. Willst du sichergehen, dass es sich um einen Befall von Wiesenschnaken handelt, dann musst Du an dieser Stelle den Untergrund freilegen. Du erkennst dann dort die etwa 4 cm langen Larven, die auch zur Leibspeise von einigen Vögeln gehören. Wenn sich also vermehrt Stare und Krähen auf Deinem Rasen aufhalten, dann ist dies ein sicheres Zeichen für einen Befall mit Wiesenschnaken. Bisher gibt es noch kein Insektizid gegen die Wiesenschnake. Die Population kannst Du aber um ca. 30 % verringern, wenn Du mit einer Stachelwalze über den trocknen an der Oberfläche feuchten Rasen gehst. Einige der Larven werden dabei aufgespießt.

Purzelkäfer und Maikäfer

Purzelkäfer
Purzelkäfer © Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Durch die Larven des Purzelkäfer und Maikäfer entstehen schwerwiegende Folgeschäden durch Wildschweine, die die Larven besonders gerne fressen. Die Käferart gehört zu den Scarabaeiden genau wie der Gartenlaubkäfer. Den Purzelkäfer kannst du ab Juni sehen. Die Larven erscheinen dann im September und bleiben bis zu zwei Jahren im boden. Den Purzelkäfer kannst Du ebenfalls mit Nematoden behandeln. Die Engerlinge der Maikäfer kannst Du praktisch kaum bekämpfen. Das Einzige, was du hier tun kannst, ist den Boden laufend aufzulockern und die an der Oberfläche erscheinenden Engerlinge abzusammeln. Damit erleichterst du übrigens den natürlichen Feinden der Maikäfer das Auffinden der Larven.