Blauregen

Blauregen
Blauregen © E. Kopp / pixelio.de

Botanisch wird der Blauregen auch Glyzinie genannt. Die Pflanze überzeugt durch ihre Wuchskraft und der tollen Blütenfülle. Es handelt sich hier um eine robuste und schnell wachsende Kletterpflanze, die durchaus 30 Meter und mehr erreichen kann. Sehr bemerkenswert ist, dass der Blauregen zweimal im Jahr blüht. Die erste Blüte erscheint im Frühjahr und dann folgt eine weitere im Juli/August. Den Blauregen gibt es nicht nur in Blau, sondern auch in Weiß.

 

Die Pflege

Der Blauregen ist sehr pflegeaufwendig, denn der Schnitt muss regelmäßig durchgeführt werden. Die Pflanze benötigt außerdem ein Klettergerüst. Wird der Blauregen an eine falsche Stelle gepflanzt und das Wachstum nicht beachtet, dann kann sich die Pflanze sehr stark ausbreiten und zu großen Schäden führen.

Der Standort

Damit der Blauregen gut blüht, benötigt er den richtigen Standort. Auf keinen Fall darf der Blauregen in die Nähe Regenrinne oder sonstigen Rohren angepflanzt werden. Der Standort sollte sonnig sein, denn bei Halbschatten blüht er deutlich weniger. Die Lage sollte geschützt sein, denn die Knospen reagieren sehr empfindlich auf Frost. Es reicht schon eine Frostnacht aus, um alle Knospen zu schädigen.

Das Substrat

Der Blauregen stellt an das Substrat nicht solch hohe Anforderungen wie an den Standort. In der Regel reicht normale Gartenerde aus. Dies sollte aber weder zu nass noch zu trocken sein.

Das Pflanzen

Direkt beim Pflanzen sollte eine Rankhilfe zur Verfügung stehen. Die Pflanzen kommen im Frühjahr in den Garten. Das Pflanzloch wird hierbei ca. 60 cm tief ausgehoben. Die Erde sollte locker sein. Nach dem Einpflanzen leicht anhäufeln. In der Ersten Zeit ist Schatten für die Pflanzen wichtig, damit sie gut anwachsen. Oftmals dauert es auch Jahre, bis der Blauregen das erste Mal blüht.

Gießen und Düngen

Die Erde beim Blauregen darf niemals austrocknen. Dies gilt ganz besonders im Frühjahr vor der Blüte, denn sonst fallen die Blütenknospen ab. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Der Boden muss gemulcht werden, damit er besser die Feuchtigkeit hält. Beim Düngen darauf achten, dass der Dünger kalkfrei ist und nicht zu viel Stickstoff enthält. Es günstig für den Blütenverlauf, wenn Du ab April mit Superphosphat düngst.

Blauregen im Kübel

Wenn der Kübel groß genug ist, dann gedeiht Blauregen auch in einem Kübel. Die Pflanze wird hier aber nicht so starkwüchsig. Am besten pflanzt Du den Blauregen im Frühjahr bis spätestens Mitte Mai in den Kübel. Sehr wichtig bei der Kübelpflanzung ist die Versorgung mit Nährstoffen. Im Winter muss der Kübel in ein Winterquartier.

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Der Schnitt

Für den Blauregen ist der Schnitt extrem wichtig, denn er wuchert unkontrolliert und dies kann zu Schäden an Gebäuden und Ähnlichem führen. Beim Schnitt werden alle Seitentriebe, die nicht als Haupttrieb fungieren auf 3 Augen eingekürzt. Die beste Zeit dafür ist der August. Es bilden sich nach dem Schnitt Kurztriebe, die sehr stark blühen. Es ist außerdem sehr wichtig, dass die Peitschentriebe komplett eingekürzt werden. Hier bilden sich eh keine Blüten und die Pflanze steckt nur Kraft hinein. In den ersten 3 Jahren die Triebe solange lassen, bis die Wunschhöhe erreicht ist, dann auch diese Triebe kürzen.

Überwintern

Gerade in den ersten Jahren ist ein Winterschutz zu empfehlen. Die Pflanze ist ansonsten winterhart. Bei einem Spätfrost kann es passieren, dass die Knospen einfrieren und abfallen.

Krankheiten und Schädlinge

Der robuste Blauregen ist wenig anfällig gegen Krankheiten. Wühlmäuse lieben aber die Wurzeln des Blauregens. Ab und zu kommt es zu einem Befall mit Blattläusen oder mit Spinnmilben.

Warum blüht der Blauregen nicht?

Wenn der Blauregen nicht blühen will, kann das verschiedene Ursachen haben.

  • Hat man Pflanzen aus Samen gezogen, dann dauert es in der Regel viele Jahre bis zur ersten Blüte
  • Falscher Schnitt oder zu wenig geschnitten
  • Zu wenig Wasser
  • Zu wenig Dünger
  • Wildtriebe wurden nicht entfernt
  • Standort zu dunkel
    Blauregen in Weiß
    Blauregen in Weiß © uwe275 / pixelio.de

Blauregen giftig?

Diese Frage taucht immer wieder auf und kann folgendermaßen beantwortet werden. Alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide und in den Wurzeln und der Rinde findet man das giftige Glykosid. Die Vergiftungserscheinungen, die auftreten, sind Magenbeschwerden, Erbrechen, Durchfall und geweitete Pupillen. Bei Kindern reichen schon 2 Samen aus, um die oben genannten Erscheinungen hervorzurufen. Der Blauregen ist aber nicht nur Menschen, sondern auch für Tiere giftig. Gerade für Nagetiere, Pferde und für Vögel. Die Vergiftungserscheinungen sind ähnlich wie beim Menschen. Bei einigen Nagetieren kam es auch schon zu Todesfällen.