Fuchsien überwintern

Kübel mit Fuchsien
Kübel mit Fuchsien © Maja Dumat / pixelio.de

Fuchsien gehören bei vielen Gartenbesitzern zu den Lieblingspflanzen. Es handelt sich hier um mehrjährige Sträucher, die Du bei guter Pflege auch überwintern kannst. Obwohl die Pflanzen ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Regionen kommen, handelt es sich um keine reinen Tropenpflanzen und einige Arten sind auch sehr gut winterhart.

 

 

Die Vorbereitung auf das Winterquartier

Die Vorbereitung erfolgt bei den Fuchsien in Etappen. Hast Du die Fuchsien in Deinem Garten mit den Töpfen eingegraben, dann hast Du es jetzt einfacher sie auszugraben und in das Winterquartier zu bringen. Denke aber daran, dass Du das Pflanzgefäß für das Winterquartier nicht zu voll und zu scher machst, denn Du musst es ja noch bequem in das Winterquartier bringen können.

Spätestens ab September sollen die Fuchsien im Freiland nicht mehr gedüngt werden. Auch die Wasserzufuhr wird jetzt Schritt für Schritt reduziert.

Durch das Einstellen des Düngens und auch der verminderten Wasserzufuhr beginnen die Fuchsien, sich alleine auf die bevorstehende Winterruhe einzustellen. Sie stellen dabei die Blütenbildung ein und die weichen Triebe beginnen zu verholzen. Nach jeder Wachstumsperiode ist daher wichtig, dass die Fuchsien geschnitten werden, denn sie würden ansonsten keine oder nur wenige neue Blüten bilden. Ohne den richtigen Schnitt wachsen die alten Triebe weiter, aber sie bilden keine Knospen mehr. Daher müssen die alten Triebe zurückgeschnitten werden, damit aus den Augen frische Triebe für neue Blüten in der neuen Saison wachsen können. Du hast dazu drei Möglichkeiten. Entweder erfolgt der Rückschnitt bereits im Winter oder Du führst den Rückschnitt im Frühjahr durch. Als sinnvoll hat sich allerdings eine Variante aus beiden Möglichkeiten erwiesen.

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Winterharte Freilandfuchsien

Es gibt auch winterharte Freilandfuchsien. Bei diesen stirbt der oberirdische Teil der Pflanze weitestgehend ab und die Fuchsie entwickelt in der neuen Saison aus dem Wurzelballen heraus neue Triebe. Selbst wenn die Fuchsien als winterhart bezeichnet werden, trifft dies nur bei den wenigsten Pflanzen wirklich zu, denn die Wurzelballen sterben schon bei -5 Grad ab. Wenn Du aber die Möglichkeit hast den Wurzelballen vor diesen Temperaturen zu schützen, dann können sich die Fuchsien von Jahr zu Jahr weiterentwickeln.

Du kannst das Durchfrieren des Wurzelballens folgendermaßen verhindern

  • Die Freilandfuchsien ohne Topf in das Beet einpflanzen
  • Pflanzen mit Mulch und Stroh abdecken
  • Keine Torfabdeckung, denn diese speichert das Wasserzufuhr
  • Immergrüne Bodendecker als Winterschutz sind ideal
  • Bei extremen Temperaturen hilft ein Eimer oder Karton, den man über den Wurzelballen stülpt.

Geeignete Winterquartiere für die Fuchsien

Blütenpracht der Fuchsien
Blütenpracht der Fuchsien © Maja Dumat / pixelio.de

Als geeignet Winterquartiere für Fuchsien haben sich Räume bewähr, die eine gewisse Luftfeuchtigkeit garantieren. Ideal sind also Gewächshäuser, Wintergärten, Keller, Hausflure und auch Dachböden.

Die Temperatur beim Überwintern sollte zwischen 1 und 10 Grad liegen. Die Pflanzen dürfen auf keinen Fall zu dicht stehen und es sollte für eine zugfreie Luftzirkulation gesorgt sein. Liegen die Temperaturen unter 5 Grad, dann ist ein dunkler Raum besser geeignet. Die Luftfeuchtigkeit sollte möglichst konstant sein.

Du kannst Fuchsien auch in Plastiktüten überwintern. Dazu wird die Erde ind en Töpfen angefeuchtet. Dann werden die Töpfe in Plastikfolien gesetzt, die man oben verknotet. Die Pflanzen müssen hier aber regelmäßig auch einen Schimmelpilzbefall hin kontrolliert werden.

Als besonders bequem hat sich das Überwintern in Erdgruben herausgestellt. Dies ist aber nur für ältere Pflanzen zu empfehlen. Die Erdgrube sollte vor übermäßiger Nässe geschützt und ca. 60 – 80 cm tief sein. Die Grube wird anschließend mit Brettern ausgekleidet und der Boden mit einer Handbreit Torf aufgefüllt. Die Fuchsien werden dann mit den Töpfen in die Grube gestellt. Die oberste Lage wird mit Torf, Brettern und einer wasserdichten Folie abgedeckt.