Lampenputzergras

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Lampenputzergras
Lampenputzergras © M. Großmann / pixelio.de

Das Lampenputzergras wird sehr oft auch als Federborstengras bezeichnet. Die pflegeleichte Pflanze besticht hierbei den Betrachter durch die dekorativen Scheinähren. Die Scheinähren werden vom Gras auch lange nach dem Verblühen noch getragen, wodurch es zu einer dekorativen Bereicherung im Garten wird. Mit wenigen Handgriffen lässt sich das Lampenputzergras auch in Deinem Garten kultivieren.

   

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Die richtige Auswahl

Achte unbedingt auf die richtige Auswahl, denn Lampenputzergras ist nicht gleich Lampenputzergras. Die meisten Sorten sind zwar winterhart und frostunempfindlich, aber es gibt auch die empfindlichen Arten. Beim Kauf ist es wichtig, dass Du eine frostfeste Pflanze erwirbst, denn sonst wird das Lampenputzergras den Winter im Freien nicht überleben. Du könntest es dann nur als Kübelpflanze einsetzen, die Du dann in das Winterquartier bringst.

Der Standort

Das Lampenputzergras benötigt einen sonnigen Standort, der sehr warm sein sollte. Achte auch darauf, dass es nicht zu Staunässe kommt oder die Erde durch den stetigen Wasserzulauf verdichtet wird. Der ideale Platz ist ein Blumenbeet, das nicht von Bäumen überschattet wird. Nutzt Du das Lampenputzergras als Kübelpflanze, dann kommt eine Südterrasse ebenfalls infrage. Das Gras benötigt ausreichend Licht und darf nicht austrocknen. Achte auch auf ausreichend Platz, denn es kann durchaus höher als 1 Meter werden und dabei einem umfassenden Durchmesser bekommen.

Das Substrat

Das Lampenputzergras ist hier recht anspruchslos. Ihm reichen entweder ein einfacher Gartenboden oder handelsübliche Blumenerde. Das Substrat sollte mit Kies aufgelockert werden, damit es nicht verdichtet. Wenn du Dir in der ersten zeit das Düngen ersparen willst, dann mische etwas Kompost unter die Erde. Bei der Kübelpflanzung musst Du darauf achten, dass sich das Substrat an der Oberfläche nicht verdichtet.

Die Pflege

Viel Pflege musst Du in das Lampenputzergras nicht investieren. Im Garten achte darauf, dass es ausreichend gedüngt und dass es im Frühjahr geschnitten wird. Bei den Kübelpflanzen musst Du auf ausreichende Wassergaben achten.

Das Gießen

Der Wurzelballen des Lampenputzergras darf auf keinen Fall austrocknen. Dies ist für ihn genauso tödlich wie Staunässe. Egal ob das Lampenputzergras im Garten oder im Kübel steht, Du solltest es bei Bedarf gießen. Beim Gießen ist zu beachten, dass das Wasser nicht zu kalt sein sollte. Ideal ist kalkarmes Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser. Im Kübel immer schon gießen, bevor die Erde ausgetrocknet ist. Kommt es zu braunen Spitzen und Halmen, dann ist dies ein sichtbares Zeichen von Trockenheit. Hier hilft ein überschwemmendes Gießen.

Das Düngen

Im Normalfall muss das Lampenputzergras nicht gedüngt werden. Hast Du es allerdings im Kübel oder schon viele Jahre an der gleichen Stelle, dann solltest Du ihm Nährstoffe zuführen. Dies gilt vor allen Dingen in der Blütenzeit, denn dann benötigt das Ziergras sehr viel Energie. Als geeignete Dünger empfehlen wir Dir Komposterde, Blaukorn, flüssiger Volldünger oder auch Teichwasser. Wenn Du das Ziergras alle 2 Wochen mit einem verdünnten Dünger gießt, dann bleibt der Nährstoffgehalt im Boden relativ gleich.

Der Schnitt

Beim Lampenputzergras ist ein formgebender Schnitt nicht notwendig. Vertrocknete Halme und Spitzen kannst Du entfernen. Der radikale Schnitt sollte aber nicht im Herbst erfolgen, sondern erst ab April oder Mai im Folgejahr. Sind die Halme im Winter zu kurz, dann begünstigen sie die Fäulnis der Pflanze. Nach dem letzten Bodenfrost kannst Du das Lampenputzergras auf 10 cm zurückschneiden. Es erfolgt ein üppiger Austrieb.

Auf die Winterruhe vorbereiten

Wenn das Ziergras an einer geschützten Stelle steht, wo es vor dem eisigen Winterwind geschützt ist, solltest Du trotzdem für eine schützende Isolierung sorgen. Im Gartenbeet sind einige Schichten Reisig, Stroh oder Mulch sinnvoll. Lampenputzergras, das im Kübel steht, sollte mit einer schützenden Isolierfolie umwickelt werden oder aber bei extremen Temperaturen ins Haus gebracht werden. Jetzt sollte auch die Düngung eingestellt werden, denn die zusätzlichen Nährstoffe schaden jetzt eher, als dass sie nützen.

Die Überwinterung im Garten

Steht das Lampenputzergras im Garten an einer Stelle, die gut vor Wind geschützt ist und wo es Wärme durch Hauswände speichern kann, ist kein besonderer Winterschutz nötig. Es ist aber sinnvoll die Halme im Winter zusammenzubinden, denn so bleibt die Wurzel vor Kälte und Nässe zusätzlich geschützt.

Im Kübel kannst Du das Lampenputzergras auch mit einer Art Überwinterungszelt vor extremen Minusgraden schützen. Das Substrat ist aber regelmäß0ig zu gießen, damit es nicht austrocknet.

Vorbereitung auf das Frühjahr

Ähre des Lampenputzergrases
Ähre des Lampenputzergrases © www.Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de

Sobald keine anhaltende Frostgefahr mehr besteht, kann der Winterschutz entfernt werden. Wenn in der Nacht noch Frost droht, dann sollte die Umwicklung um den Kübel noch bestehen bleiben.

Ist Lampenputzergras giftig?

Das Ziergras ist nicht giftig, dennoch sollte man Vorsicht walten lassen, wenn man Haustiere oder kleine Kinder hat. Die starren Halme sind messerscharf und können zu Schnittverletzungen führen, wenn sie durch die Hand gezogen werden. Tiere fressen die Halme gerne an. Gelangen diese dann in die Luftröhre und bohren sich in der Schleimhaut des Magens fest, dann müssen sie operativ entfernt werden. Du bemerkst dies an einem ständigen Niesen, Husten oder Würgen Deines Haustieres.