Unkrautvernichter selbst herstellen

Unkrautvernichtung im großen Stil
Unkrautvernichtung im großen Stil © SCHAU.MEDIA / pixelio.de

Als Gartenbesitzer hast Du sicherlich auch schon die eine oder andere leidvolle Erfahrung mit Unkraut gemacht. Das Unkraut wuchert nahezu überall. Es sprießt zwischen den Gehwegplatten, auf der Terrasse und natürlich auch in den Beeten. Wenn Du umweltfreundlich das Unkraut entfernen möchtest, dann bleibst Dir nur das Ausstechen und das auszupfen. Je nach Größe Deines Gartens kann das richtig in Arbeit ausarten und in dem Gefühl, dass man dem Unkraut nie Herr wird. Unkraut hat die Angewohnheit, dass es wenige Tage später schon wieder sprießt und Du wieder von vorne beginnen kannst. Zwar gibt es im Handel eine Vielzahl von Unkrautvernichtern, die zwar sehr wirksam sind, aber auch gleichzeitig die Umwelt beeinflussen. Ein weiteres Argument gegen den Einsatz von chemischen Unkrautvernichtern ist, dass die Pflanzen die Giftstoffe aufnehmen, die Du dann essen würdest, wenn es sich um Unkraut im Nutzgarten handelt. Wenn Du also umweltfreundlich handeln möchtest, haben wir hier einige Tipps für Dich zusammengestellt, um dem Unkraut Herr zu werden.

Salz als Unkrautvernichter

Sicherlich eines der einfachsten Mittel, um dem Unkraut zu Leibe zu rücken ist Salzwasser. Dazu verrührst Du ein Päckchen handelsübliches Speisesalz mit 2 Litern Wassern. Dieses Salzwasser gießt Du dann direkt auf die Pflanzen. Ein wenig Vorsicht ist hierbei natürlich geboten, denn das Salzwasser vernichtet auch die Gartenpflanzen. Aus diesem Grund nutzen viele die Methode mit dem Salzwasser für Gartenweg, Terrassen und dergleichen. Eines solltest Du hier auch noch wissen. Laut dem Pflanzenschutzgesetz ist der Einsatz von Salzwasser auf gepflasterten Flächen verboten.

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Essig als Unkrautvernichter

Für diesen Unkrautvernichter vermischt Du Essigessenz im Verhältnis 1:3 mit Wasser. Diese Mischung kannst Du dann in eine Sprühflasche geben und direkt auf das Unkraut sprühen. Ähnlich wie beim Salzwasser tötet diese Mischung auch die Gartenpflanzen ab. Daher ist dieses Mittel natürlich auch ideal für Wege, Terrassen und Ähnlichem. Auch hier ist laut dem Pflanzenschutzgesetz der Einsatz auf gepflasterten Flächen verboten.

Brennnesseljauche – biologischer Unkrautvernichter

Brennnesseljauche
Brennnesseln für Jauche © Naturfreund / pixelio.de

Ein ganz natürlicher Unkrautvernichter ist Brennnesseljauche. Brennnesseln findest Du entweder in Deinem Garten oder in freier Natur in großen Mengen. Es ist nicht wirklich schwierig, Brennnesseln zu finden. Für die Brennnesseljauche schneidest oder pflückst Du die Brennnesseln ab. Du solltest hier auf jeden Fall Handschuhe tragen. Anschließend werden die Stiele klein geschnitten und alles in einen Eimer gefüllt. Der Eimer sollte etwa zu ¾ mit den Brennnesseln gefüllt sein. Jetzt kannst Du wasser auffüllen, bis alle Brennnesseln mit Wasser bedeckt sind. Das Gemisch riecht sehr übel. In Deinem eigenen Interesse oder auch wegen der Nachbarn ist es ratsam, hier ca. 500 Gramm Urgesteinsmehl unterzurühren. Das Urgesteinsmehl wirkt hierbei als Geruchsneutralisator. Die Mischung wird nun umgerührt. Ja nach Witterung dauert die Gärzeit ca. 10 Tage. Die Brühe ist dann fertig, wenn sie nicht mehr schäumt. Jetzt wird das Ganze abgeschüttet. In einer 10 Liter Gießkanne vermischt Du etwa 1 – 1,5 Liter der Brühe mit Wasser. Der Vorteil von Brennnesseljauche liegt ganz klar darin, dass Du damit auch auf dem Beet mit den Pflanzen arbeiten kannst. Achte aber unbedingt darauf, dass Du die Jauche nicht über die Blätter der Pflanzen gießt, denn diese würden dann verbrennen.

Fazit zum Thema Unkrautvernichter

Es gibt sicherlich zig Arten von Unkrautvernichtern. Die wohl umweltfreundlichste Art ist hierbei natürlich immer noch das Auszupfen per Hand. Direkt nach dieser Methode folgt die Brennnesseljauche. Dabei stört es die meisten, dass die Brennnesseljauche sehr unangenehm riecht und der Duft sich auch noch eine Weile in der Luft hält. Essigwasser riecht auch etwas. Leider ist es nicht ganz so umweltverträglich. Salzwasser riecht gar nicht, aber auch hier ist die Umweltverträglichkeit in Frage gestellt. Möchtest Du dagegen doch lieber chemische Unkrautvernichter nutzen, dann solltest Du auf jeden Fall sehr vorsichtig damit hantieren und immer die Gebrauchshinweise beachten.